644 Bäume für 644 Stimmen: Bio-Landwirt Joe Kellerer aus Lindach hat sein Versprechen nun eingelöst, für jede Wählerstimme, die er im März 2023 bei der Wahl zum Oberbürgermeister als Kandidat für Die PARTEI bekam, einen Baum zu pflanzen.
Kräftig mit an packten bei der Pflanzaktion neben Rathauschef Christian Götz, BBV (Mitte) und dem Initiator Joe Kellerer (2. v. l.) auch die damaligen OB-Kandidaten Alexa Zierl, ÖDP (li.) und Markus Droth, FW (re.)
Amper-Kurier

Fürstenfeldbruck – 644 Bäume für 644 Stimmen: Bio-Landwirt Joe Kellerer aus Lindach hat sein Versprechen nun eingelöst, für jede Wählerstimme, die er im März 2023 bei der Wahl zum Oberbürgermeister als Kandidat für Die PARTEI bekam, einen Baum zu pflanzen.

Mit einigen fleißigen Mithelfern wurden nun die Setzlinge auf einer Fläche von rund einem Tagwerk (etwa 2.300 Quadratmeter) neben dem großen Wertstoffhof gepflanzt. Zuvor hatte es beratende Schützenhilfe von Försterin Anita Ottmann gegeben, bevor Kellerer eifrig loslegte und zwei Tage lang die Pflanzlöcher mit Minibaggern und Bohrern aushob. Er freue sich, ab sofort die Bäumchen wachsen zu sehen und in 20 bis 30 Jahren hoffentlich ein kleines Wäldchen geschaffen zu haben. „Wer mich nicht gewählt hat, ist selber schuld, denn der hat jetzt eben keinen schönen Baum bekommen“, lächelt er mit einem Augenzwinkern.

14 klimaresistente Arten sollen nun in den Himmel wachsen – als Dankeschön für die Wählerstimmen und als aktiver Beitrag zum Klimaschutz, gekoppelt mit viel Spaß, Freude und Kreativität. Kellerer bestellte die Jungpflanzen schon im Vorjahr in einer Baumschule in Schrobenhausen; eben genau 644 Stück, in Gruppen eingepflanzt, damit sich später nicht nur die stärkste Art durchsetzt und die schwächeren Pflanzen verdrängt: 50 Baumhasel, 30 Elsbeeren, 75 Esskastanien, 50 Feldahorne, 50 Steinweichseln, 75 Vogelkirschen, 25 Walnussbäume, je 50 Wildäpfel und -birnen sowie 100 Schwarzkiefern, 50 Atlaszedern und zehn Libanon-Zedern. Und mit 25 Mehlbeerbäumen liegt der 34-jährige Agrarfachmann voll im Trend, denn die Mehlbeere ist der Baum des Jahres 2024. Es fehlt nur noch ein spektakuläres Kleeblatt als Testobjekt: vier Mammutbäume, die die Baumschule nachliefern möchte. „Das Ganze soll eben ein kleiner Klima-Versuchsgarten werden“, strahlt Kellerer. Ein Zaun soll die Anpflanzung vor Wildverbiss schützen.

Kategorie

Das könnte Sie auch interessieren

Germering – Das Germeringer Caritas Haus Don Bosco und der Hospizverein Germering e.V. haben eine Kooperationsvereinbarung geschlossen.

Gilching - Bereits seit Oktober 2023 gibt es ein Sprachcafé in Gilching, das vom Landratsamt ins Leben gerufen wurde.

Fürstenfeldbruck – Frontalunterricht passé: Die neue Grundschule FFB an der Cerveteristraße kann sich sehen lassen in puncto moderner Lernpädagogik, Architektur und Nachhaltigkeit.

Schöngeising – Anfang Mai wurde eine neue Attraktion am Jexhof vorgestellt: ein taktiles 3D-Modell des Museums. Die blinden Schülerinnen Yagmur und Mobina des Sehbehindertenzentrums Unterschleißheim (SBZ) durften das Modell des Jexhof als Erste kennenlernen. Auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft können Museen nicht außen vor bleiben.

Fürstenfeldbruck – Mit einer gemeinsamen Kranzniederlegung am Luftwaffenehrenmal in Fürstenfeldbruck und am Royal Air Force Memorial in London gedachten am 8.

Türkenfeld – An der beliebten Waldkapelle nagt der Zahn der Zeit. Um die Maßnahmen zum Erhalt des malerisch gelegenen kleinen Andachtshauses an der Straße nach Sankt Ottilien finanzieren zu können, starten die Gemeinde und die Pfarrei Mariä Himmelfahrt gemeinsam einen Spendenaufruf.

Fürstenfeldbruck – Die Erbsensuppe der Offizierschule der Luftwaffe auf dem Brucker Christkindlmarkt ist für viele Besucher ein Muss. Im vergangenen Jahr haben die fleißigen freiwilligen Helfer rund 4.000 Liter zubereitet. Ausgegeben wurde die schmackhafte Suppe wieder gegen einen freiwilligen Obolus.

Fürstenfeldbruck - Seit Ende des Jahres 2023 bereitet das Landratsamt Fürstenfeldbruck das Gebäude 104 mit den Bauteilen A bis D zur Unterbringung von Asylbewerbern vor. Auch ein Zelt mit Versorgungscontai-nern wurde auf dem dortigen Appellplatz aufgestellt.