In der Ausschusssitzung für Umwelt und Verkehr erklärte Stefanie Obermair vom Gilchinger Ordnungsamt, dass künftig die Zufahrt für Pkws über die Römerstraße sowie den Starnberger Weg in die Kiltrahinger Straße verboten ist.
In der Ausschusssitzung für Umwelt und Verkehr erklärte Stefanie Obermair vom Gilchinger Ordnungsamt, dass künftig die Zufahrt für Pkws über die Römerstraße sowie den Starnberger Weg in die Kiltrahinger Straße verboten ist.
Leni Lehmann

Gilching  – In der Ausschusssitzung für Umwelt und Verkehr erklärte Stefanie Obermair vom Gilchinger Ordnungsamt, dass künftig die Zufahrt für Pkws über die Römerstraße sowie den Starnberger Weg in die Kiltrahinger Straße verboten ist. Anwohner, die mit ihren Autos zu ihren Grundstücken fahren wollen, müssen künftig über die Seitenstraßen – Meginhardstraße, Schergenamtsweg, Hochstift-Freising-Platz und Pählerweg – fahren, können aber dann über die Römerstraße wie auch Starnberger Weg wieder ausfahren. So soll laut Obermair der Durchgangsverkehr bis auf Fahrräder ausgeschlossen bleiben, insbesondere im Hinblick auf die geplante Vollsperrung – Bau der Fernwärmeleitung - der parallel zur Kiltrahinger Straße verlaufenden Karolinger Straße im Zeitraum 24. März bis voraussichtlich 8. August.

Verhindert werden soll explizit, dass Autofahrer die Kitrahinger Straße generell, aber insbesondere während der Bauarbeiten als Schleichweg nutzen. Als „grotesk“ und „skurril“ bezeichnete Oliver Fiegert (BfG) die Anordnung, zumal die Anwohner weder gefragt noch über die neue Verkehrsregelung informiert worden seien und er auch erfahren habe, dass sie die neue Zufahrtsregelung auch nicht gut finden. Obermair räumte ein, dass die Anwohner bisher außen vor gelassen wurden. „Morgen aber geht an alle die Info dazu raus“, versprach sie.

Herbert Gebauer (Bündnis 90/Die Grünen) regte als Alternative an, die neue Anordnung in der bisherigen Fahrradstraße, die bisher ohne Verbot für Autos und Motorräder ausgekommen ist, als Versuch zu starten: „Danach sollten die Anwohner befragt werden, ob sich der Verkehr ihrer Meinung nach positiv verändert hat.“ Karin Keil (SPD) wiederum plädierte für das Verbot als Dauerlösung, da die „Straße sehr eng ist und sie deshalb für eine Durchgangsstraße nicht geeignet ist“. Dies sei auch der Grund, weshalb die Straße nur sehr wenig frequentiert werde, erklärte Thomas Beiwinkler (CSU). „Sind denn die Anwohner schon mal gefragt worden, ob sie das wollen?“ Sind sie nicht, monierte ein Zuhörer, der von Bürgermeister Manfred Walter auf sein fehlendes Rederecht hingewiesen wurde. Letztendlich wurde auf Anregung von Fiegert beschlossen, die Zufahrtsbeschränkung als „Versuch“ bis zum 31. August dieses Jahres zu testen und es bei positiver Resonanz ab 1. September fest zu zurren. Gegen die CSU-Fraktion wurde diesem Beschluss zugestimmt.       LeLe     

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