Teilnehmer am Festakt zum 75-jährigen Jubiläum der VHS Gilching
75 Jahre VHS Gilching(v. li.): Michael Sturm, Manfred Walter, Imke Gloth, Landrat Stefan Frey, Bianca Stein-Steffan, Christel Muggenthal, Oliver Kübrich, Dr. Ute Eiling-Hütig, Dr. Michael F. Sterzik, Liane Apel, Dr. Michael Rappenglück, Daniel Sömen.
ak

Gilching – Zum Festakt „75 Jahre VHS Gilching, Weßling und Wörthsee“ gaben sich in der James-Krüss-Grundschule, in der auch die Bildungseinrichtung untergebracht ist, zahlreiche Ehrengäste die Klinke in die Hand. Geprägt war der Festakt von vielen Grußworten und einem spannenden Fachvortrag zum Thema „Die Suche nach der zweiten Erde“, den Dr. Michael F. Sterzik hielt. Allesamt jedoch wurde die Bedeutung der Volkshochschule – auch in heutiger Zeit – hervorgehoben.

Doch was wäre eine Bildungseinrichtung ohne Dozenten. Unter anderem betonte Liane Apel, geschäftsführende Vorständin der VHS: „Mein Team schafft es Tag für Tag, einen Ort zu gestalten, an dem Lernen Freude macht, Gemeinschaft gelebt wird und Räume zum Wachsen geschaffen werden – mit Herz, Verstand und Humor.“

Seit über drei Jahrzehnten mit dabei ist Oliver Kübrich, langjähriges Vorstandsmitglied und aktueller Aufsichtsratsvorsitzender der VHS. Er kam in seinem Vortrag auf ein Thema zu sprechen, das im Mittelpunkt vieler Diskussionen steht: Die künstliche Intelligenz (KI). „Ja, plötzlich war sie da und heute ist sie überall. Sie schreibt Bewerbungen, übersetzt Gedichte in viele Sprachen, erkennt Krankheiten und empfiehlt uns auch, was wir kochen könnten oder welchen Film wir uns anschauen sollen.“ 

Doch so sehr die KI als Arbeitserleichterung im Alltag wie im Berufsleben hilfreich sein kann, ihr fehle schlichtweg der gesunde Menschenverstand, betonte Kübrich. Und deshalb stehe dieses Themas auch immer wieder im Fokus der VHS, explizit als Angebot online oder im Präsenzunterricht. „Die VHS wird gebraucht, mehr denn je. Denn in einer Welt, in der die Technik immer schneller und einflussreicher wird, braucht es Menschen mit Herz und Hirn, die Schritt halten können – mit Neugier, Mut und – Sie ahnen es – gesunden Menschenverstand.“

Die Idee, Erwachsenen Mathematik, Deutsch und Englisch beizubringen, hatten 1950 die mittlerweile längst verstorbenen Gilchinger Lehrer Rudi Schicht und Max Schinner sowie Pfarrer Josef Hoch. „Ohne Pfarrer ging damals gar nichts“, erinnerte sich Schicht im Frühjahr 2011 bei seinem letzten Interview anlässlich des 60sten Geburtstag der Volkshochschule Gilching. Schicht: „Beim ersten Kennenlernen waren 49 Leute da. Ich hab’ ihnen einfache Grundrechnungsarten aufgegeben, um herauszubekommen, was an Wissen da ist. Es war kein einziger dabei, der alles konnte.“ Schicht war für die Mathematik zuständig, Schinner für Deutsch und Elisabeth Reimers unterrichtete in Englisch – drei engagierte Dozenten, die einst die VHS aufbauten. Ein aktuelles Kursangebot gibt es im Internet unter www.vhs-gilching.de.

 

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