– „Seids a bisserl staad und deads net so laut essen“ bat Fritz Böhm anno 1996 die rund 200 Gäste eines von ihm initiierten Hoagartns. Zwar keine 200, immerhin aber rund 40 Gäste kamen am Freitag anlässlich des ersten Treffens des heimischen Stopselvereins, derzeit 68 Mitglieder, nach dem Lockdown in den Saal der Gaststätte Geisenbrunn.
Wichtigster Tagesordnungspunkt der Geisenbrunner Stopsler war die Ernennung von Fritz Böhm (links) zum Ehrenmitglied.
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Geisenbrunn – „Seids a bisserl staad und deads net so laut essen“ bat Fritz Böhm anno 1996 die rund 200 Gäste eines von ihm initiierten Hoagartns. Zwar keine 200, immerhin aber rund 40 Gäste kamen am Freitag anlässlich des ersten Treffens des heimischen Stopselvereins, derzeit 68 Mitglieder, nach dem Lockdown in den Saal der Gaststätte Geisenbrunn. Und „a bisserl staad sein“ sollten die Stopsler auch dieses Mal, betonte Vorsitzender Bernhard Vornehm. Wichtigster Tagesordnungspunkt war die Ernennung von Fritz Böhm zum Ehrenmitglied. Tragen doch etliche Ideen, die in Kooperation mit anderen Vereinen tatkräftig umgesetzt wurden, die Handschrift des heute 91Jährigen Möbel-Restaurators. Dem 1908 gegründeten Stopselverein trat er 1980 bei, von 1992 bis 1998 war er Vorstand. Doch schon 1979 sei Fritz Böhm beim Ausbau der Schützenstube im neugebauten Freizeitheim Geisenbrunn dabei gewesen, betonte Vornehm. Und er habe es sich nicht nehmen lassen, auch gleich noch erster Schützenkönig im neuen Domizil zu werden. Seine Handschrift trägt auch die Renovierung der Kapelle Mariae Heimsuchung. Der Wunsch war da, doch das Geld fehlte. Immerhin waren dafür 430000 Mark veranschlagt. Da hatten er und die 2012 verstobene Anni Sedlmair die Idee zu einem Benefiz-Hoagartn.

Und weil dieser über die Landkreisgrenzen hinaus ein Erfolg war, immerhin wurden 2715 Mark eingespielt, gründeten die Initiatoren im Mai 1999 die Volksmusikfreunde Geisenbrunn, denen Böhm bis 2011 vorstand. Gleichzeitig wurde auf sein Drängen hin auch die „bairische Singstund‘“ aus der Taufe gehoben. Die Liste seiner Verdienste ließe sich weiter fortsetzen.  Unter großem Applaus wurde er deshalb auch zum Ehrenmitglied bei den Stopselfreunden ernannt. „Du hast Deine Visionen immer positiv vorangetrieben und hattest dabei immer Erfolg“, betonte Vornehm. Es war nicht die erste Ehrung, die Böhm zuteil wurde. 2007 bekam er die  Verdienstmedaille der Gemeinde Gilching sowie den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. 2012 ernannten ihn die Volksmusikfreunde zum Ehrenvorsitzenden. Ach ja, bevor am Freitag der öffentliche Teil eröffnet wurde, mussten die Mitglieder, sämtlich männlich, ihre Stopseln vorzeigen und damit rhythmisch auf den Tischen klopfen.  LELE

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