Das Match zwischen der zweiten Mannschaft des EHC Waldkraiburg und den Wanderers Germering hatte den Namen „Finale“ wirklich verdient. Beide Teams gingen ein hohes Tempo und begegneten sich auf Augenhöhe.
Das Match zwischen der zweiten Mannschaft des EHC Waldkraiburg und den Wanderers Germering hatte den Namen „Finale“ wirklich verdient.
Dimitri Warkentin

Germering - Das Match zwischen der zweiten Mannschaft des EHC Waldkraiburg und den Wanderers Germering hatte den Namen „Finale“ wirklich verdient. Beide Teams gingen ein hohes Tempo und begegneten sich auf Augenhöhe. Im Hinspiel in der Raiffeisen Arena war es für beide Teams ein Wechselbad der Gefühle. Mit dem Schwung vom Freitagsspiel gingen "Die Löwen" in die Partie und machten den Germeringern das Leben mit einem starken Forechecking und spielerischer Raffinesse schwer. Der EHC war nahezu übermächtig im ersten Drittel und nur Severin Dürr im Tor der Münchner Vorstädter war es zu verdanken, dass die Hausherren nur mit einer 3:1 Führung in die erste Pause gingen. Im zweiten Spielabschnitt zeigte das Vorisek-Team plötzlich ein komplett anderes Gesicht und drehte die Partie nach Toren von Konstantin Kolb, Michael Dorfner und J.C. Cangelosi in einen 3:4 Vorsprung zum zweiten Pausentee. Die letzten 20 Minuten waren vom Unterhaltungswert am trägsten. In der 47. Minute traf erneut Cangelosi, wonach die Wanderers ihr Spiel auf Ergebnisverwaltung beschränkten und das zunächst mit Erfolg. Erst kurz vor Ende konnte Waldkraiburg in Person von Tobias Vogl nochmals auf 4:5 verkürzen, nachdem man den Goalie für einen weiteren Feldspieler vom Eis nahm. In der Folge drängte die Mannschaft von Jürgen Lederer weiter auf den Ausgleich, doch das nötige Quäntchen Glück war an diesem Tag auf Seiten von Germering.

,,Je mehr Du träumst, desto mehr erreichst Du“

Auch im Rückspiel zeigte der EHC Waldkraiburg über 50 Minuten keinerlei Verschleißerscheinungen, war es doch das dritte Spiel am dritten Tag in Folge. Die knapp 500 Zuschauer im Germeringer Polariom sahen von Beginn an eine sehr schnelle und intensive Partie, wo beiden Mannschaften alles abverlangt wurde. Wie schon am Tag zuvor in Waldkraiburg sahen die Zuschauer ein Spiel auf Augenhöhe. Fabian Birk im Tor des EHC und seinen kämpferisch stark aufspielenden Vorderleuten war es zu verdanken, dass die ersten 20 Minuten lediglich mit einem 1:0 für die Wanderers endeten. Im Mitteldrittel ging es ähnlich weiter, der EVG mit leichten Vorteilen. Doch nach einer verbotenen Abwehraktion, konnte der Routinier Jan Loboda auf Seiten der "Löwen" mit einem Penalty ausgleichen. Danach dauerte es keine fünf Minuten, bis die Münchner Vorstädter in Person von Louis Kolb erneut in Führung gingen und diese auch bis zur zweiten Pause verteidigten. Der dreifache Torerfolg zwischen der 42. und 46. Minute durch J.C. Cangelosi und zweimal Kapitän Quirin Reichel besiegelte den K.o. für Waldkraiburg. Zwar kamen die Gäste noch zum 5:2 Anschlusstreffer, aber danach spielte das Vorisek-Team die Partie sicher und abgezockt runter.

Die Verantwortlichen der Wanderers gratulieren der Mannschaft und ihrem Trainer Petr Vorisek zum Pokalgewinn. Auch wenn heuer der Fokus einzig und allein auf dem Aufstieg in die Landesliga liegt, zeigten die Schwarz-Gelben im Bayernkrug konstant herausragende Leistungen und krönten sich am Ende des Wettbewerbs verdient mit dem Titel. In Germering ist man sehr stolz auf das Team, denn es hat gezeigt, was mit unbändigem Willen möglich ist.

 

 

Text: Florian Hutterer

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