Wird Selina Rieger in der nächsten Ratssitzung in Gilching vereidigt, ist sie mit ihren gerade mal 18 Jahren die jüngste Gemeinderätin im Landkreis Starnberg. Die Gymnasiastin rückt innerhalb der SPD-Fraktion für Matthias Hellwig nach. Der Kinobetreiber hat sein Mandat mit der Begründung abgelehnt, dass er sich in Zeiten von Corona um den Erhalt seines Kino-Imperiums kümmern müsse.
Die Gymnasiastin rückt innerhalb der SPD-Fraktion für Matthias Hellwig nach.
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Gilching – Wird Selina Rieger in der nächsten Ratssitzung in Gilching vereidigt, ist sie mit ihren gerade mal 18 Jahren die jüngste Gemeinderätin im Landkreis Starnberg. Die Gymnasiastin rückt innerhalb der SPD-Fraktion für Matthias Hellwig nach. Der Kinobetreiber hat sein Mandat mit der Begründung abgelehnt, dass er sich in Zeiten von Corona um den Erhalt seines Kino-Imperiums kümmern müsse. Derzeit hat sie viel Stress, steht doch das Abitur auf dem Plan, sagt Selina Rieger. „Ich stecke mitten drin in den Vorbereitungen. Am 20. Mai beginnen die Abiturprüfungen und enden erst zwei Wochen nach Pfingsten.“ Ab Dienstag, 26. Mai, wird sie zudem als frisch gebackene Gemeinderätin erste Erfahrungen sammeln. „Ich war ja schon überrascht, dass mich die Wähler von Platz zehn auf Platz acht vorgewählt haben. Dass ich jetzt auch noch anstelle von Matthias Hellweg antreten darf, freut mich sehr. Gleichzeitig ist es auch eine gewaltige Herausforderung, weil mein Vorgänger eine große Lücke hinterlässt.“

Herausforderungen jedoch liebt die 18Jährige. „Ich bin als Sandwich-Kind zwischen zwei Brüdern aufgewachsen. Da habe ich gelernt, mich durchzusetzen und zu verteidigen“, erzählt sie. Und lässt es die Zeit zu, geht sie mit dem 20Jährige Luca und dem 13Jährigen Janis Fußball spielen auf der angrenzenden Wiese. Generell aber engagiert sich Selina seit Jahren im Jugendbeirat, gibt Flötenunterricht für Grundschüler, „derzeit online, was meinen Schülern sehr viel Spaß macht, weil sie mich auch einfach wegklicken können“, und hat auch sonst viele Ideen, was im Bereich Jugendarbeit mehr noch getan werden kann. Als Glück bezeichnet Selina, dass mit der neuen Jugendreferentin im Ratsgremium, der 19Jährigen Sophie Hüttemann (SPD), ein weiteres Mitglied des Jugendbeirat am Tisch sitzt. „Wir sind beide sozial engagiert und helfen, wo wir helfen können“, freut sich Selina Rieger auf die Zusammenarbeit. Zudem stelle die Alters-Mischung ihrer Fraktion, „jung und Alt an einem Tisch“, für sie eine reizvolle Kombination dar. „Ich bin allgemein ein Familienmensch und in einer Großfamilie aufgewachsen. Da habe ich auch keine Probleme, mit Menschen jeden Alters gut auszukommen“, verspricht sie und meint: „Jetzt schaung ma moi, was auf mich zukommt. Ich freu mich drauf.“ LeLe

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