Der LBV freut sich über Pflegeerfolge im Fußbergmoos
Rita Verma / LBV
Maisach - Seit über 30 Jahren pflegt die Kreisgruppe Fürstenfeldbruck des Landesbund für Vogelschutz Streuwiesen und Moorflächen im Fußbergmoos, das zusammen mit dem Palsweiser Moos die größte weitgehend unzerstörte Niedermoorfläche der Münchner Schotterebene bildet. Doch nicht alleine Verantwortungsbewusstsein für den Naturschutz bewegten und bewegen die Aktiven des LBV viele tausend ehrenamtliche Stunden zu investieren. Vielmehr sind es die sichtbaren Erfolge ihrer Arbeit, die motivieren. So blühten im Frühsommer über 50 Exemplare des Fleischfarbenen Knabenkrauts, einer Orchidee, die auf nährstoffarme Feuchtwiesen angewiesen ist. Auch seltene Vögel, wie der Baumpieper sind regelmäßig zu sehen und zu hören. Heuer brüteten wohl 5 Paare des stark gefährdeten Vogels. Seit nunmehr fast 15 Jahren wird ein Teil der Pflegeflächen mit den urtümlichen Heckrindern beweidet – und gleich im folgenden Frühjahr fand sich der Neuntöter auf den Weiden ein, der seither wieder regelmäßig im Fußbergmoos brütet. Seit einigen Jahren gestaltet auch der Biber das Moos, wovon Erdkröte, Gras- und Laubfrosch profitieren, die wiederum der Ringelnatter als Beute dienen. Die ungiftige Schlange kann mittlerweile so häufig wie schon seit Jahrzehnten nicht mehr beobachtet werden. Der neueste Erfolg für die unermüdlichen Naturschützer ist der Randring-Perlmuttfalter. Gerald Fuchs, der Schmetterlingsexperte des LBF Fürstenfeldbruck, konnte heuer 12 Exemplare beobachten. In den letzten Jahren war die Art nur noch als Einzelexemplar oder gar nicht nachweisbar.
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