Die Museumsleitung, v.l.n.r.: Dr. Caroline Sternberg mit ihrer Stellvertreterin Edigna Hillebrand sowie Volontärin Sabine Girg, vor dem erworbenen Gemäldes aus dem Zingerl-Nachlass („Der Fachidiot“, 1970).
Die Museumsleitung, v.l.n.r.: Dr. Caroline Sternberg mit ihrer Stellvertreterin Edigna Hillebrand sowie Volontärin Sabine Girg, vor dem erworbenen Gemäldes aus dem Zingerl-Nachlass („Der Fachidiot“, 1970).
Museum FFB

Fürstenfeldbruck – Einen Rück- und Ausblick über das Vorjahr und die diesjährigen Projekte gab unlängst das Museumsteam: 2025 waren die Ausstellungen „Bruck bewegt!“ Migrationsgeschichte(n)“, „Zingerl – Das unbekannte Frühwerk“ (im Kunsthaus), „Du = Wir | Fürstenfeldbrucker Stadtgeschichte(n)“, in Kooperation mit St. Magdalena und „Neue Wege – Heinrich Reinhold im Kreis seiner Künstlerfreunde“ (letztere kam kürzlich zum Abschluss).

Zahlreiche Veranstaltungen wurden organisiert, wie beispielsweise die Beteiligung am „Internationalen Museumstag“ und ein Workshop zum Thema Zivilcourage mit den Kunstpädagog*innen vom Bildungsnetzwerk „DIE PASTINAKEN“ im Mai, ein Porträtworkshop mit der Künstlerin Gloria Gans im Juni, die Teilnahme an der Brucker Kulturnacht mit Mini-Sprachworkshops im Juli, die Partizipation am Tag des offenen Denkmals und der Mobilitätswoche sowie ein Interkultureller Brunch im September oder im November ein Kulturhistorischer Spaziergang anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen in Kooperation mit dem Frauen helfen Frauen FFB e.V.

Zuschussgeber

Unterstützt wurde das Museum 2025 von den Zuschussgebern Bezirk Oberbayern, Kulturfonds Bayern, Historischer Verein, Landkreis und Sparkasse Fürstenfeldbruck und der Bürgerstiftung des Landkreises Fürstenfeldbruck.

Schenkungen und Neuerwerbungen

Geschenkt und gespendet wurden dem Museum Fürstenfeldbruck 2025 u. a. vier Sternzeichenreliefs der ehemaligen Sternzeichenhäuser der Oberbayerischen Heimstätte. Und mit der Sammlung Bauer gingen über hundert Gemälde von Münchner und Brucker Künstler*innen in den Museumsbesitz über. Darüber hinaus konnte ein umfangreiches Werkkonvolut mit knapp 20 Gemälden aus dem Nachlass des 2023 verstorbenen Künstlers Guido Zingerl erworben werden. Eine Mappe mit Grafiken wurde zusätzlich geschenkt.

Neue Mitarbeiterin

Seit Juni 2025 unterstützt die Kunst- und Kulturhistorikerin Sabine Girg das Museum als wissenschaftliche Volontärin. Die nächsten zwei Jahre wird sie schrittweise in allen Bereichen der Museumsarbeit eingesetzt.

Besucherzahlen, Führungen

2025 besuchten 10.830 Personen (Kulturnacht inklusive) das Brucker Museum. Damit bleiben diese Zahlen zu den Vorjahren stabil. Man verzeichnet eine steigende Anzahl von jungen Besucher*innen: Insgesamt wurden 102 Führungen für Kindergartengruppen und Schulklassen sowie 57 Kindergeburtstage abgehalten.

De öffentlichen Führungen durch die Abteilung Kloster Fürstenfeld und den Kurfürstentrakt sowie die jeweiligen Sonderausstellungen wurden am letzten Sonntag im Monat von 15 bis 16 Uhr fortgeführt und werden auch 2026 wieder angeboten. Die gutbesuchte Samstagswerkstatt gibt es, wie immer am letzten Samstag im Monat, für Kinder ab 6 Jahren. Dank einer kontinuierlichen Spende des Historischen Vereins war der Besuch der Kinderwerkstatt auch 2025 kostenlos – und wird es heuer weiterhin bleiben.

Ein neues und besonders lebendiges Format stellten die Tandemführungen dar, bei denen jeweils eine Kulturvermittlerin gemeinsam mit verschiedenen Interviewpartner*innen durch die Ausstellung „Bruck bewegt! Migrationsgeschichte(n)“ führte und persönliche Einblicke ermöglichte. Durch Unterstützung der Bürgerstiftung des Landkreises Fürstenfeldbruck (Sighart Fonds für Senior*innen) konnten 2025 fünf Führungen in Deutscher Gebärdensprache durchgeführt werden. Für Menschen in einer früheren oder mittleren Phase der Demenz bietet das Museum spezielle Vermittlungsangebote an. Es konnten in Zusammenarbeit mit dem Brucker Forums zwei Demenz-Führungen organisiert werden. Außerdem waren die drei Ferienaktionen in den Sommerferien gut besucht.

Informationen über Führungen und sonstige Veranstaltungen gibt es in den entsprechenden Flyern, auf der Webseite, durch den Newsletter, über Pressemitteilungen und die Sozialen Medien.

Ausstellungsprojekte – Vorschau 2026

20. März bis 5. Juli, Kunsthaus: „Und die Blumen riechen trotzdem – Renate Gier-Francke und Giulia Zabarella“. Die beiden Frauen arbeiten mit oftmals gesellschaftskritischen Texten unterschiedlicher Herkunft. Aus Gier-Franckes Wachscollagen, denen Gedichte und Epen zugrunde liegen, entstehen neue Bildwelten, die auf den Rhythmus der Texte aufbauen. Zabarella spürt in ihren Videoarbeiten und Performances den sichtbaren und unsichtbaren Prägungen unserer Lebenswelt nach.

22. Mai bis 20. September, Museum und Stadtraum: „DU = WIR | Fürstenfeldbrucker Stadtgeschichte(n) 2026“. Die Projektreihe fragt auch heuer wieder nach der historischen und aktuellen Bedeutung verschiedener Orte in Fürstenfeldbruck. Ab Mai widmen sich Interventionen im Stadtraum sowie Stationen in der Dauerausstellung „Bruck um 1900“ weiteren Orten: der Amper, dem Bahnhof, der Lände, dem Viehmarktplatz und dem Geschwister-Scholl-Platz in Bruck West. Zeitgleich ergänzen Fotografien des Fotoclubs Fürstenfeldbruck das Projekt und eröffnen zusätzliche Perspektiven.

20. November bis 21. März 2027, Museum/Kunsthaus: 35 Jahre Museum Fürstenfeldbruck und 25 Jahre archäologische Abteilung des Historischen Vereins Fürstenfeldbruck“. Unser Museum feiert sein 35-jähriges Jubiläum gemeinsam mit dem Historischen Verein, der auf 25 Jahre archäologische Abteilung zurückblickt. In verschiedenen Ausstellungssequenzen entdecken Menschen im und um das Museum gemeinsam mit Bewohner*innen von Fürstenfeldbruck diese besondere Kulturstätte neu.

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