Anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am 25. November startet im Landkreis Starnberg erneut eine Gemeinschaftsaktion von Frauen helfen Frauen, der Gleichstellungsstelle und der Bäcker-Innung des Landkreises Starnberg.
Bäckermeister Thomas Böck, Claudia Sroka von Frauen helfen Frauen e. V. sowie Gleichstellungsbeauftragte Sophie von Wiedersperg, Claudia Trapp von Frauen helfen Frauen e. V und Bäckermeister Wilhelm Boneberger zeigen die Aktionstüten.
Landratsamt Starnberg

Landkreis Starnberg - Anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am 25. November startet im Landkreis Starnberg erneut eine Gemeinschaftsaktion von Frauen helfen Frauen, der Gleichstellungsstelle und der Bäcker-Innung des Landkreises Starnberg. Bei dieser werden vom 18. bis 26. November acht Bäckereien und deren Filialen die Waren in Tüten packen, die mit dem Slogan „Gewalt kommt nicht in die Tüte! … weder in der Familie, noch im sozialen Umfeld. Schau‘ hin! Tu‘ was!“ bedruckt sind.

„Bei der Aktion geht es auch darum, Angehörige und Freunde zu sensibilisieren und zu ermutigen, nicht die Augen zu verschließen, sondern bei einem Verdacht Hilfe anzubieten und die Betroffene auf die Beratungsmöglichkeiten hinzuweisen“, betont die Gleichstellungsbeauftragte Sophie von Wiedersperg und weiter „die hohe Akzeptanz der Aktion im letzten Jahr, hat alle Beteiligten motiviert, sie wiederholt durchzuführen.“ Sensibilisierung ist nach wie vor wichtig, denn Gewalterfahrungen gehören laut der Weltgesundheitsorganisation zu den größten Gesundheitsrisiken für Frauen. In Deutschland erfährt jede vierte Frau körperliche, psychische und/oder sexualisierte Gewalt durch einen Beziehungspartner. In Bayern suchen jährlich 2.000 Frauen mit mehr als 2.000 Kindern Zuflucht in einem Frauenhaus. Über 4.740 Betroffene, unterstützende Angehörige und Fachkräfte wurden durch Frauennotrufe beraten und begleitet.

Auch im Landkreis Starnberg ist Gewalt gegen Frauen Realität – körperlich, verbal oder digital, sie hat viele Facetten. Oft ist die Hemmschwelle hoch, sich Hilfe zu suchen. „Oftmals besteht in gewalttätigen Beziehungen auch eine Atmosphäre von Überwachung und Kontrolle“, erklärt Gleichstellungsbeauftragte Sophie von Wiedersperg. Deshalb war es laut Wiedersperg den Akteuren wichtig auf der Rückseite der Tüten auch auf die möglichen Unterstützungs- und Hilfsangebote im Landkreis aufmerksam zu machen. Beispielsweise erarbeiten die Beraterinnen von Frauen helfen Frauen Starnberg e.V. mit hilfesuchenden Frauen Strategien, die für die jeweilige Situation der Betroffenen passend sind. „Die Innungsbäcker im Landkreis Starnberg beteiligen sich auch dieses Jahr an der Aktion, da es auch uns ein großes Anliegen ist auf die zahlreichen Hilfsangebote hinzuweisen“, betont Wilhelm Boneberger, Obermeister der Bäcker-Innung Starnberg. An der Aktion beteiligen sich neben der Bäckerei Wilhelm Boneberger auch die Bäckerei-Konditoreien Thomas Böck, sowie Anton Lidl und die Bäckereien Benedikter, Michael Sigl, Reis sowie Jakob mit dreizehn Filialen. Als weiterer Unterstützer konnte die Bäckerei Kasprovicz mit ihren sieben Filialen im Landkreis gewonnen werden. Insgesamt beteiligen sich somit 20 Verkaufsstellen an der Tüten-Aktion.

Die Notfall-Nummern finden sich auch auf der Notfallkarte „Hilfe für Frauen“ des Landratsamtes Starnberg, diese gibt es in der Gleichstellungsstelle und zum Download auf der Homepage des Landratsamtes unter https://www.lk-starnberg.de/Gleichstellung/Aktuelles unter der Rubrik Notfallkarte. Zusätzlich wird zum 25. November, wie auch im letzten Jahr, die Fahne „Frei leben - ohne Gewalt“ als weithin sichtbares Zeichen der Solidarität vor dem Landratsamt und den Rathäusern der Stadt und der Gemeinden im Landkreis gehisst.

Kategorie

Das könnte Sie auch interessieren

Fürstenfeldbruck – Dies ist eine Entscheidung historischen Ausmaßes für unsere Amperstadt, mit deutlichem Ergebnis. Am vergangenen Sonntag waren die Bürgerinnen und Bürger mittels Bürgerentscheid gefragt, wie die Zukunft der momentan noch durch die Stadt führenden B2 aussehen soll.

Gilching - Mit insgesamt 35 Kindern, 41 ehrenamtlichen sowie vier hauptamtlichen Mitarbeitern startete die „Integrationshilfe für ausländische Kinder und Jugendliche Gilching“ ins Geschäftsjahr 2024/25.

Fürstenfeldbruck – Der Bürgerentscheid „Zukunft der B2“ am Sonntag, den 18. Januar wird nach der neuen Satzung zur Durchführung von Bürgerbegehren und Bürgerentscheiden durchgeführt. Dies bedeutet einfach gesagt „Briefwahl für alle“.

Gröbenzell – Zum Jahresende haben die Malteser den Dienstältesten Notarzt ihrer Notarztgruppe für den Landkreis Fürstenfeldbruck in den Ruhestand verabschiedet.

Gilching – Am Bauhof der Gemeinde Gilching ist neuer Lebensraum für heimische Tierarten entstanden. An der Fassade sowie unter dem Dachüberstand wurden mehrere Nisthilfen für Vögel und Fledermäuse angebracht.

Puchheim – Als große Hilfsorganisation unterzieht sich die Johanniter-Unfall-Hilfe jedes Jahr von neuem der Prüfung durch das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI), um das renommierte DZI Spenden-Siegel zu erhalten. Nun wurde ihr dieses zum 21. Mal in Folge erteilt.

Fürstenfeldbruck – Die Stabsstelle „Öffentliche Mobilität“ im Landratsamt Fürstenfeldbruck hat zusammen mit der Grundschule Alling das Pilotprojekt „Bus-Pate“ gestartet, um im Rahmen der Bustrainings für Grundschulkinder das Gemeinschaftsgefühl der Schülerinnen und Schüler zu stärken.

Puchheim – Im Dezember lud Puchheims Erster Bürgermeister Norbert Seidl gemeinsam mit Ehrenamtskoordinatorin Daniela Schulte und Rosi Fischer, Leiterin des Mehrgenerationenhauses, anlässlich des Internationalen Tages des Ehrenamts zu einem adventlichen Beisammensein ein.