Heinz Dietmar Ebert, Betriebsleiter und Ehrenvorsitzende des Brucker Modelleisenbahnclubs präsentiert stolz die Loks
ak
Fürstenfeldbruck – Zwei neue, von der Deutschen Post in Bonn gedruckte Sonderbriefmarken sind am Eisenbahner-Sommerfest am 5. Juli verkauft worden. Sie zeigen die grüne Fürstenfeldbrucker Lok EL 105 mit Torfwagen des Herstellers Jung, beziehungsweise die blaue Feldbahnlok Henschel Typ DG 10, die jetzt ihren 80. Geburtstag feiert. Die beiden Briefmarken lassen das Herz der sammelbegeisterten Philatelisten höher schlagen; demzufolge waren die Marken innerhalb weniger Stunden ausverkauft – es gab allerdings auch nur jeweils 20 Stück. Diese Menge sei jedoch bewusst so gering gehalten, so der Betriebsleiter und Ehrenvorsitzende Heinz Dietmar Ebert. Die Idee der Sondermarken stammt von Ebert selbst; weit und breit gibt es keinen Verein mit derartigen Aktionen. Der gelernte Versicherungskaufmann, ein Lokomotiven-Fan seit frühester Kindheit, wurde im Vorjahr von Horst Seehofer sogar mit dem „Ehrenzeichen des bayerischen Ministerpräsidenten für im Ehrenamt tätige Frauen und Männer“ ausgezeichnet.
Viel Ehrenamt, technisches Interesse und Lust am filigranen Basteln ist auf jeden Fall gefragt im vor 40 Jahren gegründeten Brucker Modelleisenbahnclub, der derzeit 31 Mitglieder hat (darunter eine Frau und sechs Jugendliche). Die größte Abteilung des Clubs nimmt das Feldbahnmuseum mit seinen Torf-, Kies-, Sand- und Bergwerksbahnen ein. Daneben gibt es noch die Modelleisenbahnanlage im Maßstab 1:87 und die Gartenbahn sowie die Jugendgruppe. Besichtigt werden können 14 bis zu sieben Tonnen schwere Lokomotiven, eine Akku-Lok, vier Draisinen und 81 Wagen. Im Einsatz ist ein original historischer Torfzug (Mitte des 19. Jahrhunderts und in den Goldenen Zwanzigerjahren wurde im Haspelmoor und im Fußbergmoos noch Torf von Hand gestochen), an welchen ein Personenwagen angehängt ist und auf dem man während der Sonderveranstaltungen mitfahren darf.
Gesucht werden neue Mitgliedern, die Freude an der Instandsetzung historischer Schienenfahrzeuge haben, sowie altes Waldarbeiterwerkzeug wie z.B. Schindelbock, historische Schrotsägen, Balkenäxte oder Torfstecherutensilien zur Erweiterung des Museums. Das Feldbahnmuseum mit 538 Metern an Schienen liegt hinter den Fahrradständern und Parkplätzen auf der westlichen Seite des Fürstenfeldbrucker Bahnhofs und ist geöffnet vom 1. Mai bis 3. Oktober, immer freitags von 18 bis 21 Uhr. Die Modelleisenbahn kann an drei Sonntagen der Vorweihnachtszeit, jeweils von 10 bis 12 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt beträgt drei Euro für Erwachsene und 1,50 Euro für Kinder. Nächster Aktionstag ist der 4. Oktober. Nähere Informationen sind der Website www.mec-ffb.de zu entnehmen.            red
Kategorie

Das könnte Sie auch interessieren

Fürstenfeldbruck – Die fünf westlichen Bezirke der Landeshauptstadt München und der Landkreis Fürstenfeldbruck haben sich zur Öko-Modellregion „Landkreis Fürstenfeldbruck – München West“ zusammengeschlossen.

Gilching – Igel gehören zu den bekanntesten und beliebtesten Wildtieren in unseren Gärten. Doch ihre Lebensräume werden zunehmend durch Zäune, Mauern und versiegelte Flächen zerschnitten. Oft reichen schon wenige Zentimeter, um den Tieren den Weg auf ihrer nächtlichen Suche nach Nahrung und Unterschlupf zu versperren.

Germering – Die Regierung von Oberbayern und die Bayernwerk Netz GmbH haben den TSV Unterpfaffenhofen-Germering mit dem Bürgerenergiepreis Oberbayern für sein herausragendes bürgerschaftliches Engagement ausgezeichnet.

Fürstenfeldbruck – Für ihren außergewöhnlichen Einsatz für Kinder, Jugendliche und Familien wurden Rosmarie Ehm und Karl Heinz Theis vom Kreisverband Fürstenfeldbruck des Deutschen Kinderschutzbundes mit der silbernen Ehrennadel des Bundesverbandes ausgezeichnet.

Fürstenfeldbruck – Die Brucker Kulturnacht zur nächtlichen Stunde ist eine fest etablierte sommerliche Institution im regionalen Veranstaltungsjahr. Zahlreiche Besucher*innen bestätigen dies jährlich aufs Neue. Und so locken auch 2026 wieder zahlreiche Spielstätten Groß und Klein mit sorgfältigem Programm.

Fürstenfeldbruck – Seit Anfang März ist die Ersthelfer-App „Region der Lebensretter“ in den Landkreisen Dachau, Fürstenfeldbruck und Starnberg erfolgreich im Einsatz.

Fürstenfeldbruck – Ab Juli werden die Straßen der Stadt Fürstenfeldbruck im Rahmen einer umfassenden Zustandserfassung durch ein Ingenieurbüro aus Erfurt untersucht. Hierdurch können notwendige Sanierungs- und Unterhaltungsmaßnahmen frühzeitig erkannt sowie öffentliche Mittel gezielt und wirtschaftlich eingesetzt werden.

Eichenau – Insgesamt 22 neue Stromgeneratoren wurden von der Gemeindeverwaltung Eichenau für ihre ukrainische Partnergemeinde Wischgorod beschafft und zeitnah geliefert.