Alfons Schweiggert hielt die Turmschreiberlesung am ersten Adventssonntag ab.
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Fürstenfeldbruck - Die traditionelle Turmschreiberlesung der Heimatgilde Fürstenfeldbruck wurde dieses Jahr am ersten Adventssonntag von Alfons Schweiggert gehalten.
Alfons Schweiggert, in Altomünster geboren, studierte Philosophie, Psychologie und Pädagogik. Nach vielen Jahren Lehrtätigkeit und als Institutsrektor am Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung in München, in denen er schon einige Bücher veröffentlicht hatte, wurde er 2010 freischaffender Schriftsteller. Neben einer Vielzahl an Kinder- und Jugendbüchern, die er teilweise selbst illustrierte, veröffentlichte er auch Romane, Erzählungen, Lyrik, Biografien, sowie pädagogische Fach- und Sachbücher. Entsprechend dieser Vielschichtigkeit erhielt er auch einige Auszeichnungen. Der Gründer und Vorstandsmitglied der „Karl-Valentin-Gesellschaft“ ist seit 2000 Präsidiumsmitglied der Turmschreiber.
Für die musikalische Umrahmung des Abends sorgten fünf Musiker des Jugend Musik Vereins. Mit den fünf Saxophonen und Songs mal swingend mal besinnlich, bekamen die Zuschauer ein abwechslungsreiches Programm zu hören, das sich großen Beifalls erfreute. Der adventlichen Zeit geschuldet, siedelte Schweiggert seine teils nachdenklichen, aber immer mit augenzwinkerndem Humor begleitenden Geschichten rund um die Weihnachtszeit an. So erfuhr der Zuhörer, dass es sogar mehrere Gründe gibt, weshalb eine Essiggurke  als Schmuck an einen Weihnachtsbaum gehört, wie man aus Sauerkraut Schmuck für selbigen erstellt oder wie fatal sich ein feuchtfröhlicher Abend auf die Dankespost nach Weihnachten auswirken kann. Diese Anekdoten sorgten allesamt für große Heiterkeit im Sparkassensaal.
Besonders die Auswirkungen Karl Valentins auf die Herbergssuche von Maria und Josef, haben jeden davon überzeugt, dass in Bayern der Heilige Abend auch Valentinsabend genannt werden sollte. Für die Zuhörerinnen dagegen war die Überlegung sehr amüsierend, wie sich wohl das Leben von Jesus entwickelt hätte, wenn sich statt der drei Weisen aus dem Morgenland, drei weise Frauen auf den Weg zum Stall gemacht hätten. Die Quintessenz der Bayrischen Philosophie sorgte schließlich dann dafür, das auch die männlichen Anwesenden auf ihre Kosten kamen: Egal wie schwierig einem das Leben auch erscheinen mag, es ist immer noch Platz für ein oder zwei Halbe Bier. Sowohl das Publikum als auch die Akteure, Schweiggert und die Musikgruppe, empfanden den Abend als sehr gelungen, was auch deutlich zum Ausdruck kam.
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