Der Wirtschaftsverband Germering spricht sich für die geplante Ansiedelung der Post-Niederlassung im Gewerbegebiet Germeringer Norden aus
Annamartha/pixelio.de
Germering - Der Wirtschaftsverband Germering spricht sich nach eingehender Prüfung nachdrücklich für die geplante Ansiedelung der Post-Niederlassung im Gewerbegebiet Germeringer Norden aus. Für die ortsansässigen Unternehmen aber vor allem für die Bürger Germerings böte sich die einmalige Chance, den lokalen Standort zu stärken und wertvolle, familienfreundliche Arbeitsplätze vor Ort zu holen. In den vergangenen Wochen führte der Vorstand des Wirtschaftsverbandes zahlreiche Gespräch mit Vertretern der Post sowie Germeringer Bürgern und Unternehmen. Er wollte sich ein umfassendes Bild über den geplanten Umzug der Post-Niederlassung von München nach Germering und die Auswirkung auf die Stadt machen. Besonderes Augenmerk wurde zunächst auf den Verkehr gelegt. Zwar sei der innerörtliche Verkehr aufgrund der Lage direkt am Autobahn-Anschluss kaum betroffen, es gab jedoch Befürchtungen, dass der Pendlerverkehr auf A99 und A96 zusätzlich belastet würde. Laut Aussage von Post-Bereichsleiter Klaus Altmannsperger sei damit nicht zu rechnen, da die Post die Stoßzeiten des Berufsverkehrs aus eigenem Interesse meidet. „Jede Minute im Stau kostet uns bares Geld, das wir uns nicht leisten können und wollen“, so Altmannsperger.
 
Interessant sind die Entwicklungen der Arbeitsplätze. Neben den Stellen im Verteilzentrum entstehen in Germering rund 300 qualifizierte Büroarbeitsplätze, die entweder einen Hochschulabschluss oder eine kaufmännische bzw. technische Ausbildung erfordern. Über die Hälfte der derzeitigen Mitarbeiter sind älter als 55 Jahre, das heißt in den nächsten Jahren müssen zahlreiche Stellen neu besetzt werden. Zusätzlich bildet die Post Lehrlinge aus. Für den Wirtschaftsverband ist das der wichtigste Nutzen der Umsiedelung nach Germering. Seit Jahren setzt er sich für die Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze für Germeringer Bürger ein. Der Vorstand des Wirtschaftsverbandes ist überzeugt, dass Arbeitsplätze vor Ort aufgrund des kurzen Weges familienfreundlich und ökologisch seien. Zusätzlich gelte, dass wer in Germering arbeite, auch eher in Germering einkaufe und damit den lokalen Einzelhandel stütze.
 
Gleichzeitig erwartet man beim Wirtschaftsverband eine Sogwirkung für das Gewerbegebiet Germeringer Norden durch die Post-Niederlassung. Schon durch den erforderlichen, eng getakteten Bus-Pendelverkehr zum Bahnhof steigt die Attraktivität des Gebiets auch für andere Büroansiedelungen. Die Post investiert massiv in Elektromobilität. Sie ist selbst mittlerweile Anbieter von Lieferfahrzeugen mit Elektroantrieb und will diese auch in Germering stationieren. Die bisherigen Entwürfe und entsprechende Zusagen der Post lassen eine attraktive Gebäudegestaltung erwarten, umfassende Grünflächen sind ohnehin behördenseitig gefordert.
 
Der Wirtschaftsverband sieht die Deutsche Post als modernes Unternehmen mit langjähriger Tradition, das Wert auf fairen Umgang mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern legt. Damit passe es sehr gut zu Germering und den örtlichen Betrieben. „Es werden auch wieder Zeiten kommen, in denen wir froh sind um jeden Arbeitsplatz am Ort und um jede Lehrstelle und jeden Praktikumsplatz für die jungen Menschen in Germering. Und in denen die Stadt dankbar ist für die zusätzlichen Steuereinnahmen aus der Post-Niederlassung, um Stadthalle, Schwimmbäder und andere Einrichtung weiterhin finanzieren zu können. Im Sinne der Zukunft für unsere Bürgerinnen und Bürger und für Germering müssen wir die Chance ergreifen.“ so Wirtschaftsverbands-Vorsitzender Jürgen Biffar. Der Wirtschaftsverband empfiehlt Stadtrat und Verwaltung daher dringend, der Post die zeitnahe Verwirklichung ihrer Umsiedelungspläne zu ermöglichen.
Kategorie

Das könnte Sie auch interessieren

Fürstenfeldbruck – Die Untere Naturschutzbehörde des Landratsamtes Fürstenfeldbruck hat bestätigt, dass zwei im Raum Olching gefundene tote Rotmilane mit dem Nervengift Carbofuran vergiftet wurden.

Fürstenfeldbruck – Die Dauerausstellung „Bruck um 1900“ in der Projektreihe „DU = WIR, Fürstenfeldbrucker Stadtgeschichte(n)“ im 2. Stock des Museums – mit Auftakt zu St. Magdalena im Vorjahr – bringt nun noch mehr Zeitgeschichte in Schwung.

Fürstenfeldbruck – An der Waldfriedhofstraße 1 steht ein modernes Wohnbauprojekt der Großen Kreisstadt Fürstenfeldbruck kurz vor der Fertigstellung. Im Rahmen des Kommunalen Wohnraumförderungsprogramms (KommWFP) entstehen dort insgesamt zwölf barrierefreie Mietwohnungen mit hoher Wohnqualität.

Fürstenfeldbruck – Der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes (BSD) hat am 20. Mai im Veranstaltungsforum Fürstenfeld 214 besonders engagierte Spender aus Oberbayern im Rahmen eines exklusiven Abends ausgezeichnet. Helden des Alltags, die sich über viele Jahre hinweg verlässlich für kranke und schwerstverletzte Mitmenschen einsetzen.

Gilching – Die konstituierende Sitzung des neuen Gemeinderats in Gilching fand im voll besetzten Sitzungssaal statt. Nach zweieinhalb Stunden intensiver Beratung war das Tableau für die kommenden sechs Jahre fix. Der neu gewählte Bürgermeister Stefan Siegl leitete die Sitzung souverän.

Fürstenfeldbruck – Die Wasserwacht des BRK Fürstenfeldbruck hat erneut erfolgreich eine Gruppe ehrenamtlicher Einsatzkräfte zu voll ausgebildeten Wasserrettern qualifiziert.

Landkreis – Mit dem Start des regionalen Bikesharing-Systems „MyRadl“ sind die in den vergangenen Jahren im Landkreis Fürstenfeldbruck aufgebauten Mobilitäts- und Radpunkte jetzt vollständig ausgestattet.

Fürstenfeldbruck/Emmering – Bei wunderschönem Wetter war die Gedenkveranstaltung zur Feier des über 80 Jahre währenden Friedens in unserer Heimat sichtlich gelungen – musikalisch untermalt von der Stadtkapelle Fürstenfeldbruck.