Im Raum Fürstenfeldbruck wurden gestern 13 Fällen von sogenanntem Call-Center-Betrug polizeibekannt. In vier Fällen blieb es nicht bei einem Versuch und es kam zu Vermögensschäden. Die Kriminalpolizei warnt in diesem Zusammenhang erneut vor den verschiedenen Maschen der Täter.
Im Raum Fürstenfeldbruck wurden gestern 13 Fällen von sogenanntem Call-Center-Betrug polizeibekannt.
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Landkreis - Im Raum Fürstenfeldbruck wurden gestern 13 Fällen von sogenanntem Call-Center-Betrug polizeibekannt. In vier Fällen blieb es nicht bei einem Versuch und es kam zu Vermögensschäden. Die Kriminalpolizei warnt in diesem Zusammenhang erneut vor den verschiedenen Maschen der Täter.

Falsche Gewinnversprechen

In zwei Fällen sind Geschädigte auf falsche Gewinnversprechen der Anrufer hereingefallen. Ein 22-Jähriger aus Fürstenfeldbruck wurde hierbei um 900 Euro gebracht, eine 72 Jahre alte Dachauerin überwies 8400 Euro. Das Versprechen angeblich hoher Gewinne ist eine Masche, die Betrüger in den unterschiedlichsten Varianten anwenden. Die Methode ist immer die gleiche: Vor einer Gewinnübergabe werden die Opfer dazu aufgefordert, eine Gegenleistung zu erbringen, zum Beispiel „Gebühren“ zu bezahlen, kostenpflichtige Telefonnummern anzurufen oder an Veranstaltungen teilzunehmen, auf denen minderwertige Ware zu überhöhten Preisen angeboten wird. Die vorgetäuschten Szenarien werden von den Gaunern laufend verändert.

Falscher Microsoft-Mitarbeiter

Ein Unbekannter meldete sich telefonisch bei einem Kauferinger und stellte sich bei dem 78-Jährigen als Mitarbeiter von Microsoft vor. In der Folge entstand dem Rentner ein Schaden von über 1400 Euro. Die Masche ist immer die gleiche: Die angeblichen - häufig nur Englisch oder gebrochen Deutsch sprechenden - Microsoft-Mitarbeiter behaupten, dass der Rechner des Angerufenen Fehler aufweise, von Viren befallen, gehackt worden sei oder ein neues Sicherheitszertifikat benötige und bieten ihre Hilfe an. Dazu sollen ihre Opfer auf ihren Geräten eine Fernwartungssoftware installieren, mit der die angeblichen Probleme gelöst werden können. Mit diesem Programm haben die Betrüger Zugriff auf die Rechner ihrer Opfer und können sensible Daten, beispielsweise Passwörter für das Online-Banking ausspähen. Darüber hinaus verlangen sie für ihre vermeintliche Service-Leistung eine Gebühr. Manchmal fordern Sie für das Erneuern einer angeblich abgelaufenen Lizenz ebenfalls Geld oder sie überreden ihre Opfer dazu, einen kostenpflichtigen Wartungsvertrag einzugehen.

Schockanruf

Eine Fürstenfeldbruckerin überwies 25000 Euro nach einem sog. „Schockanruf“. Die 63-jährige Geschädigte erhielt einen Anruf und glaubte mit ihrer Tochter verbunden zu sein. In Wahrheit handelte es sich hier ebenfalls um einen betrügerischen Anruf. Die vermeintliche Tochter gab vor, sich nach der Verursachung eines tödlichen Verkehrsunfalls im Ausland in einer finanziellen Notlage zu befinden und nun dringend Geld benötigt, um einer Haftstrafe zu entgehen.

 

In Zusammenhang mit Telefonbetrug, auch im Hinblick auf die Masche „falscher Polizeibeamter“, gibt die Polizei generell folgende Tipps:

Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten oder dazu auffordern, Geld oder Wertsachen herauszugeben.

Die Polizei ruft Sie niemals unter der Polizeinotrufnummer 110 an. Das tun nur Betrüger. Sind Sie sich unsicher, wählen Sie die Nummer 110. Benutzen Sie dabei aber nicht die Rückruftaste, da Sie sonst möglicherweise wieder bei den Betrügern landen, sondern wählen Sie die Nummer selbst. Sie können sich aber auch an die örtliche Polizeiinspektion wenden. Erzählen Sie den Beamten von den Anrufen. Am besten ist, wenn Sie die Nummer der für Sie zuständigen Inspektion sowie die Notrufnummer 110 griffbereit am Telefon haben, damit Sie im Zweifelsfall selber wählen können.

Geben Sie am Telefon keine Auskunft über Ihre persönlichen finanziellen Verhältnisse oder andere sensible Daten.

Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Geben Sie Betrügern keine Chance, legen Sie einfach den Hörer auf. Nur so werden Sie Betrüger los. Das ist keinesfalls unhöflich!

Öffnen Sie unbekannten Personen nicht die Tür. Ziehen Sie gegebenenfalls eine Vertrauensperson hinzu, z. B. Nachbarn oder nahe Verwandte.

Übergeben Sie unbekannten Personen kein Geld oder Wertsachen.

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