Das ist keine optische Täuschung: die Schafe, die seit kurzem als kleine Familie (ein Elternpaar mit seinen drei Lämmchen) den Rathausgarten bevölkern, sind blau.
Das ist keine optische Täuschung: die Schafe, die seit kurzem als kleine Familie (ein Elternpaar mit seinen drei Lämmchen) den Rathausgarten bevölkern, sind blau.
Gemeinde Maisach

Maisach – Das ist keine optische Täuschung: die Schafe, die seit kurzem als kleine Familie (ein Elternpaar mit seinen drei Lämmchen) den Rathausgarten bevölkern, sind blau. Warum ein Elternteil aber derzeit „alleinerziehend“ ist, erfährt man weiter unten:

Der Leitspruch des Kunstobjekts heißt „Alle sind gleich – jeder ist wichtig“. Diese Blauschafe möchten Denkanstöße geben und für ein friedliches Miteinander und Toleranz werben, auf der Basis von Wertschätzung gegenüber den anderen. Als serielles Kunstwerk wurde das Blauschaf vom Aktionskünstler Rainer Bonk 2001 geschaffen. Im Rahmen einer europaweiten Ausstellungstour wirbt „Die Blaue Friedensherde“ für eine tolerante Geisteshaltung. Die Signalfarbe Blau steht für das Verbindende – es ist die Farbe der EU, der UNO sowie von UNESCO und UNICEF. Mehr zu den Blauschafen und ihrem „Blauschäfer“ gibt es unter www.der-blauschaefer.de.

Die Maisacher Schaffamilie wurde auf Beschluss des Gemeinderats angeschafft. Die Kosten für die dekorativen Vierbeiner, inklusive deren Aufstellen, belaufen sich auf knapp 1.000 Euro. Sie werden aus dem Verfügungsfonds des Ersten Bürgermeisters gedeckt. Warum die kleine Herde aber auf einem Gitter stehen muss? Damit soll verhindert werden, dass die hübschen Geschöpfe – vor allem unfreiwillig – das Weite suchen. Leider wollte wohl jemand ausprobieren, wie fest die Tiere verankert sind. Bereits nach wenigen Tagen stand ein Elternteil einsam neben der Installation. Bis das fünfte Schaf wieder gesichert zur Familie stoßen kann, findet es Zuflucht im Rathaus. Weil die Kunstwerke aus witterungsbeständigem Material sind, werden sie auch im Freien überwintern können. Vielleicht leisten ihnen während des Maisacher Advents lebendige Artgenossen ja dann aber ein bisschen temporäre Gesellschaft.

Die Gemeinde Maisach weist darauf hin, dass – auch wenn die Schafe einen stabilen Eindruck vermitteln – sie wegen Bruchgefahr nicht als Spielgeräte geeignet sind. Auf sie klettern, sie zu reiten oder anderweitig zu benutzen ist deshalb untersagt. Auf dem in der Nähe angebrachten Schild, das das Kunstobjekt erklärt, wird darauf hingewiesen. Leider werde diese Mitteilung jedoch immer wieder missachtet. Weil wohl die Tafel am derzeitigen Standort zu wenig wahrgenommen wird, gibt es Überlegungen, diese mehr in die Installation zu integrieren. Geplant ist zudem eine niedrige Koppel, die zumindest die Schutzwürdigkeit der Tiere andeutet und von unbedarften Annäherungsversuchen abhalten soll.   red,

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