Die zunehmende Krähenpopulation ist Anlass von vielen Beschwerden Gilchinger Bürger
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Gilching – „Das ist die Natur und es gibt fast keine Chance, dagegen etwas zu unternehmen“, sagte Bürgermeister Manfred Walter auf der Bürgerversammlung im Rathaussaal in Gilching. Thema war die zunehmende Krähenpopulation, die Anlass zu vielen Beschwerden gibt. Bereits in der Umwelt- und Verkehrsausschusssitzung hatte Jan Haas erneut erklärt, dass mit jeder Vergrämung von Saat-Krähen das Gegenteil erreicht werde.

 „Die Kolonien und somit auch die Brutpaare nehmen dadurch zu“, betonte der Umweltbeauftragte der Gemeinde. Waren es 2017 an die 14 Kolonien mit 142 Brutpaaren wurden aktuell 17 Kolonien und 230 Brutpaare gezählt. „Durch verschiedene Baumaßnahmen an der Landsberger Straße, unter anderem durch die Aufstellung der Container für Asylbewerber, wurden seit 2016 in größere Kolonieteile eingegriffen. Wie zu erwarten, haben sich dadurch mehrere Splitterkolonien gebildet“, betonte der Experte. Zwar haben sich die Beschwerden in Punkto Anzahl im Vergleich zu den Vorjahren die Waage gehalten, sie kämen aber jetzt aus anderen Ortsteilen, als bisher. „Der Leidensdruck betroffener Bürger ist insbesondere während der Brutperiode sehr hoch, nach wie vor aber fehlt es an nachahmenswerten Konzepten zum Management der Krähen.

Durch die Vergrämung teilen sich die Kolonien lediglich auf. Die Krähen bleiben aber in der Nähe von Menschen, suchen sich aber schlichtweg eine neue Heimat.“ Da es in Gilching derzeit viele Baumaßnahmen gibt, wodurch die Siedlungen verdichtet und der Lebensraum der Vögel eingeschränkt wird, wird es auch die nächsten Jahre zu einer Zunahme der Krähen-Kolonien kommen, ist Haas überzeugt.  Das Bayerische Landesamt für Umwelt schreibt dazu: „Nicht jeder Standort einer Kolonie im Siedlungsbereich ist problematisch, in manchen Fällen ist es besser, drei bis vier Monate Beeinträchtigungen durch Lärm und Verschmutzung zu tolerieren als sich der Gefahr auszusetzen, das Problem durch Vergrämung auf weitere Orte zu verteilen. Vertreibungsversuche von Kolonien sollten grundsätzlich nur dann durchgeführt werden, wenn alternative, von der Bevölkerung akzeptierte Ersatzstandorte vorhanden sind. Im Idealfall liegen diese außerhalb der Ortschaften in der Feldflur in Feldgehölzen oder auf Strommasten, doch ist dann bei der Landbevölkerung intensiv für die Akzeptanz der Kolonien zu werben.“ LeLe
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