Richtfest Grundschule
Stadt Fürstenfeldbruck

Fürstenfeldbruck – Es ist das teuerste Bauprojekt der Stadt seit Jahrzehnten: Auf einem rund 1,9 Hektar großen Areal an der Cerveteristraße am westlichen Stadtrand entsteht eine neue vierzügige Grundschule. Inzwischen ist der Rohbau fertig und das Gebäude von oben dicht. Die Inbetriebnahme ist zum Beginn des Schuljahres 2023/24 geplant. Das Budget liegt bei 35 Millionen Euro.

Nach Jahren der Vorbereitung war im Juli 2019 der Realisierungswettbewerb ausgeschrieben worden. Im Mai 2020 wurden die Verträge mit den Planern vom Büro Köhler Architekten und dem Landschaftsarchitektenbüro Kübert unterzeichnet. Im Oktober 2021 fand der Spatenstich statt. Inzwischen hat das neue Schulgebäude Gestalt angenommen.

Neben viel lobenden Worten machte OB Erich Raff aber auch ein paar kritische Anmerkungen. Denn Ausgangsbasis für den Wettbewerb war eigentlich eine Fertigstellung der Schule für September 2022. Dieser Termin musste jedoch um ein Jahr geschoben werden. Um den neuen Zeitplan halten zu können, habe er sich für einen Baubeginn noch 2021 stark gemacht. Nach der Fertigstellung sei die neue Schule ein „weiteres Vorzeigeobjekt in unserer schönen Stadt“, freute er sich. Mit dem Richtfest sei ein wichtiger Schritt getan, betonte Architekt Simon Winter. Der Weg vom Plan zum Gebäude sei abgeschlossen. Jetzt könne der Innenausbau beginnen. Er zeigte die ökologischen und pädagogischen Qualitäten des Gebäudes auf.

Errichtet wird das neue Schulhaus in energetisch hocheffizienter Bauweise. Holz und ökologische Baustoffe sollen für ein gutes Raumklima sorgen. Gebaut wurde in Hybridbauweise. Das Unter- und Erdgeschoss wurden in Beton ausgeführt, das erste und zweite Obergeschoss dagegen in Holzbauweise, geheizt wird mit Fernwärme. Auf dem Schuldach ist eine PV-Anlage vorgesehen, und die Sporthalle wird ein grünes Dach erhalten. Die neue Grundschule vereint Ganztags- und Regelklassen, die in Jahrgangsclustern und Lernwerkstätten unterrichtet werden sollen. Zu den pädagogischen Qualitäten zählt neben der anregenden Lernumgebung mit viel Raum für einen differenzierten Unterricht auch das inklusive Schulprofil.

In dem barrierefreien Gebäude wird eine Aula mit Versammlungsstätte für bis zu rund 300 Personen entstehen. Für den Sportunterricht steht eine Zweifachhalle zur Verfügung. Zudem wird Wert auf großzügige Freiflächen gelegt: so wird neben einen Rasenspielfeld, einer 50-Meter-Laufbahn sowie einem Allwetterplatz mit Weitsprunggrube und Zuschauerhügel auch ein Verkehrsübungsplatz entstehen. Überdachte Pausenbereiche ermöglichen bei jedem Wetter eine bewegte Pause. Um Unterricht im Freien als besondere Erfahrung zu ermöglichen, wird es ein „Grünes Klassenzimmer“ geben.

Nach der Fertigstellung im Sommer wird die Richard-Higgins-Grundschule den Neubau beziehen, samt Personal, einem Teil der Lehrkräfte sowie dem Großteil der rund 360 Schülerinnen und Schüler. Ausgelegt ist die neue Grundschule für maximal 400 Kinder. Die alte Schule wird hergerichtet und ebenfalls weiter genutzt

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