Das hätten sich die Wanderers sicherlich einfacher vorgestellt am vergangenen Sonntagabend. Aus verletzungs- und krankheitsbedingten Gründen konnte der ESV Dachau nur mit 11+1 Spielern in Germering auflaufen.
Das hätten sich die Wanderers sicherlich einfacher vorgestellt am vergangenen Sonntagabend. Aus verletzungs- und krankheitsbedingten Gründen konnte der ESV Dachau nur mit 11+1 Spielern in Germering auflaufen.
Wanderers Germering Florian Hutterer

Germering - Das hätten sich die Wanderers sicherlich einfacher vorgestellt am vergangenen Sonntagabend. Aus verletzungs- und krankheitsbedingten Gründen konnte der ESV Dachau nur mit 11+1 Spielern in Germering auflaufen. Auch der ehemalige EVG-Goalie Jerome Marmorstein trat die Partie als einzig mitgereister Torhüter angeschlagen an. Wer meinte, dass Germering nach dem frühen 1:0 Führungstreffer in der dritten Spielminute durch Konstantin Kolb ein Torfeuerwerk abbrennen würde, wurde schnell eines Besseren belehrt. Auch wenn das Vorisek-Team über zwei Spieldrittel lang die dominierende Mannschaft war, stemmten sich die „Woodpeckers“ mit allem was sie haben dagegen und machten es den Hausherren schwer zum Torerfolg zu kommen. In puncto Einsatz und Kampf sahen die Zuschauer im Polariom eine beeindruckende Vorstellung der Gäste. Der unerwartete Spielverlauf und die ausbleibenden Tore waren vielleicht mit ein Grund dafür, dass die Münchner Vorstädter ihre Energie in den letzten 20 Minuten nicht mehr so sehr dem Toreschiessen widmeten, sondern dem Erfolg im Zweikampfverhalten. Dies hatte zahlreiche Strafzeiten auf beiden Seiten zur Folge, für den Betrachter wurde die Partie mehr und mehr unattraktiver. Am Ende gingen die Schwarz-Gelben letztlich mit einem 5:1 Erfolg vom Eis.

Während die US-Amerikaner den Tag der Mikrowelle feiern, begrüßen die Germeringer am kommenden Freitag die „Luchse“ vom MEK im heimischen Polariom. Der Verein wurde im Frühjahr 2001 gegründet und nahm anfangs nur mit einer Seniorenmannschaft am Spielbetrieb teil. Nach 2001 bis 2006 in der untersten deutschen Eishockeyliga und von 2006 bis 2010 in der Landesliga, spielt man seit dem Herbst 2010 ausnahmslos in der Bezirksliga. Sage und schreibe 13 Jahre ist es her, dass sich die Wanderers und der MEK in einem Pflichtspiel gegenüberstanden. Damals streiften ein gewisser Michael Ott, Michal Porak, Alexander Leinsle oder die Klett-Brüder das schwarz-gelbe Trikot über. Beide Partien gingen damals mit 19:0 und 18:2 klar an den EVG. Aber das ist Schnee von gestern. Nach den Vorbereitungsspielen gegen die SG EV Königsbrunn/EHC Königsbrunn 1b und den ESC Dorfen 1b sowie dem Bayernkrug-Spiel gegen den EHC Regensburg, bei dem man eine 4:7 Niederlage hinnehmen musste, absolvierten die „Luchse“ ein dreitägiges Trainingslager in Österreich. In den bisherigen Partien zeigte die Mannschaft von Trainer Wolfgang Steinbach stets gute, aber eher glücklose Auftritte. Mit der bisherigen Punktausbeute ist man daher alles andere als zufrieden, genau daraus zieht man seinen Ehrgeiz und seine Motivation für die anstehenden Aufgaben. Zu den gefährlichsten Akteuren zählen Julian Behmer, Nico Wischnewsky, Moritz Lauer und Nikolas Schünemann. Zudem haben die „Luchse“ in Sascha Günzel und Simon Klopstock zwei ehemalige Germeringer in ihren Reihen.

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