Bei der Übergabe der neuen Medien für die „Asylothek“ (v.l.): Erster Bürgermeister Nobert Seidl, Michaela Schmeiser, Antonia Wenzl und Otto Linseisen.
ak
Puchheim - Die Stadtbibliothek Puchheim heißt Flüchtlinge willkommen. Da eine öffentliche Bibliothek für alle da ist, hat Bibliotheksleiter Otto Linseisen bereits seit einigen Jahren Medien für Flüchtlinge, engagierte Bürger und ehrenamtliche Helfer angeschafft. Darunter finden sich multimediale Deutschkurse, Sprachspiele und Bild-Wörterbücher, aber auch Sachbücher über Deutschland, die aktuelle Situation in den Herkunftsländern und über Flucht und Vertreibung.
Nun konnte für einen Betrag von 3.000 Euro gezielt ein Bestand für eine „Asylothek“ in der Unterkunft für Flüchtlinge in der Siemensstraße angeschafft werden. Die Mittel kommen aus dem „Fond für Flüchtlingsarbeit des Erzbistums“. Bibliotheksleiter Linseisen hatte sich beim kirchlichen Büchereifachverband St. Michaelsbund um die Fördergelder beworben und freut sich über den Zuschlag. Die Buchberaterinnen des Medienhauses halfen mit, für den Betrag gezielt geeignete Kinderbücher, Spiele zum Spracherwerb, Wörterbücher und Sprachkurse sowie Bücher über Deutschland und Bayern auszuwählen. Ende Januar wurden 115 Medien durch den Ersten Bürgermeister Norbert Seidl und Bibliotheksleiter Otto Linseisen an die Koordinatorinnen des Helferkreises, Michaela Schmeiser und Antonia Wenzl, in der Flüchtlingsunterkunft übergeben. Das Angebot steht nun den Bewohnern und Helfern in der Unterkunft zur Verfügung. Ziel der „Asylothek“ ist eine unbürokratische Mediennutzung zum Spracherwerb. Wie unbürokratisch und sprachenübergreifend es dort zugeht, zeigten gleich einige Kinder. Diese entdeckten beim Auspacken ein Kartenspiel und kurz darauf spielten die Kinder mit großer Freude gemeinsam mit dem Bürgermeister, dem Bibliotheksleiter und den beiden Asylhelferinnen eine Runde dieses unkomplizierten Spiels. Wenn die Flüchtlinge etwas vertrauter mit der deutschen Sprache und ihrer Umgebung sind, steht ihnen zusätzlich der Medienbestand der Stadtbibliothek zur Verfügung. Zwei Internetplätze für E-Mails und Recherchen können schon jetzt bereits kostenlos genutzt werden.
Kategorie

Das könnte Sie auch interessieren

Landkreis – Laut Beobachtungen des NABU (Naturschutzbund Deutschland e. V.) ist heuer bundesweit ein Storchen-Rekordjahr zu verzeichnen, mit über 15.000 brütenden Paaren des Weißstorchs (Ciconia ciconia). Wie der Verband mitteilt, habe es seit Beginn der Aufzeichnungen noch nie mehr Brutpaare gegeben.

Fürstenfeldbruck – Vor kurzem feierte die stellvertretende Landrätin Martina Drechsler ihren 65. Geburtstag. Aus diesem Anlass hatte sie alle Gratulanten gebeten, auf persönliche Geschenke zu verzichten und stattdessen Spenden an das Hospiz Germering zu überweisen. Insgesamt 1.905 Euro sind so zusammengekommen.

Fürstenfeldbruck – Die stellvertretende Landrätin Martina Drechsler hat im Rahmen einer Feierstunde zusammen mit Kreisbrandrat Christoph Gasteiger zahlreiche Feuerwehrleute für ihre langjährige aktive Mitgliedschaft bei den Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises Fürstenfeldbruck ausgezeichnet.

Fürstenfeldbruck – Die fünf westlichen Bezirke der Landeshauptstadt München und der Landkreis Fürstenfeldbruck haben sich zur Öko-Modellregion „Landkreis Fürstenfeldbruck – München West“ zusammengeschlossen.

Gilching – Igel gehören zu den bekanntesten und beliebtesten Wildtieren in unseren Gärten. Doch ihre Lebensräume werden zunehmend durch Zäune, Mauern und versiegelte Flächen zerschnitten. Oft reichen schon wenige Zentimeter, um den Tieren den Weg auf ihrer nächtlichen Suche nach Nahrung und Unterschlupf zu versperren.

Germering – Die Regierung von Oberbayern und die Bayernwerk Netz GmbH haben den TSV Unterpfaffenhofen-Germering mit dem Bürgerenergiepreis Oberbayern für sein herausragendes bürgerschaftliches Engagement ausgezeichnet.

Fürstenfeldbruck – Für ihren außergewöhnlichen Einsatz für Kinder, Jugendliche und Familien wurden Rosmarie Ehm und Karl Heinz Theis vom Kreisverband Fürstenfeldbruck des Deutschen Kinderschutzbundes mit der silbernen Ehrennadel des Bundesverbandes ausgezeichnet.

Fürstenfeldbruck – Die Brucker Kulturnacht zur nächtlichen Stunde ist eine fest etablierte sommerliche Institution im regionalen Veranstaltungsjahr. Zahlreiche Besucher*innen bestätigen dies jährlich aufs Neue. Und so locken auch 2026 wieder zahlreiche Spielstätten Groß und Klein mit sorgfältigem Programm.