Am heutigen Freitag beginnen mit der Zeugnisverteilung für die Schülerinnen und Schüler in Bayern ihre lang ersehnten Sommerferien
Tim Reckmann/pixelio.de
Landkreis - Auch in diesem Jahr erhalten wieder ca. 1,7 Millionen Schülerinnen und Schüler in Bayern pünktlich vor den Sommerferien ihre Zeugnisse. Doch nicht alle Kinder können sich darüber freuen. Sind die Noten schlecht oder wurde gar das Klassenziel nicht erreicht, haben viele Kinder Angst – Angst vor möglichen Konsequenzen. Am heutigen Freitag beginnen für die Schülerinnen und Schüler in Bayern ihre lang ersehnten Sommerferien. Die allermeisten können sich auf sechs Wochen schulfreie Zeit freuen, die sie ganz und gar für Freizeitaktivitäten oder Urlaub nutzen können. Für einige jedoch ist der Start in die Sommerferien von einem schlechten Schulergebnis überschattet. Dies führt regelmäßig zu äußerst belastenden Konfliktsituationen in betroffenen Familien. „Viele Eltern versuchen die fehlenden Leistungen über die Sommerferien nachzuholen und lassen die Kinder nach- oder sogar für das anstehende Schuljahr vorlernen. Da bleibt die nötige Erholung, die für die Kinder und ihre Familien gerade jetzt ganz wichtig wären, meist auf der Strecke“, warnt Susanna Kaiser vom Deutschen Kinderschutzbund. „Wir raten den Eltern einen möglichst entspannten Umgang mit der Thematik. Nehmen Sie Ihr Kind lieber in den Arm und trösten Sie es. Meist sitzt die Enttäuschung über die eigene Leistung besonders tief, und muss nicht noch durch Vorwürfe oder gar Sanktionen seitens der Eltern verstärkt werden. Im nächsten Schritt empfehlen wir dann, die Situation mit dem Kind zu besprechen und zu sehen, woran es gelegen hat.“
 
Ist die Thematik besonders belastend, sollten sich Kinder und Eltern Unterstützung und Hilfe suchen. Eine mögliche Anlaufstelle bietet die „Nummer gegen Kummer e. V.“ bereits seit den 80iger Jahren: telefonisch, per E-Mail oder auch per Chat (Tel. 116 111 kostenlos von Mobil- und Festnetz, Montag bis Samstag, 14 bis 20 Uhr, www.nummergegenkummer.de ) können Kinder und Jugendliche aus ganz Deutschland ihre Sorgen und Nöte anonym und kostenfrei mit geschulten Helfern besprechen. Eine aktuelle Statistik des Vereins besagt, dass sich rund 10.700 Gespräche am Telefon um Sorgen und Probleme im Zusammenhang mit Schule, Ausbildung und Beruf drehten. Hilfesuchende Eltern können sich seit 2001 an ein spezielles „Elterntelefon“ wenden. Hier haben geschulte Ehrenamtliche ein offenes Ohr für die Sorgen der meist ebenfalls belasteten Eltern. Ganz besonders wollen wir aber darauf hinweisen, dass Schülerinnen und Schüler unabhängig von ihren – guten oder schlechten – Noten, gerade in den Sommerferien unbedingt die freie Zeit zum Erholen brauchen, damit sie Kraft und Energie für das folgende Schuljahr sammeln können.
Kategorie

Das könnte Sie auch interessieren

Fürstenfeldbruck – Seit 1. April ist es amtlich: Die B2 führt jetzt über die Oskar-von-Miller-, die Fürstenfelder- und die äußere Schöngeisinger Straße.

Puchheim – Die Stadt Puchheim und der Puchheimer Umweltbeirat veranstalten am Sonntag, 20. September, von 11 bis 17 Uhr am Grünen Markt den diesjährigen Puchheimer Ökomarkt.

Maisach – Ein Tierheim wird dringend im Landkreis Fürstenfeldbruck benötigt. Darin sind sich 17 von 23 Kommunen des Landkreises einig. Die Gemeinde Maisach würde ein geeignetes Grundstück zur Verfügung stellen.

Türkenfeld - Der Landkreis Fürstenfeldbruck ist seit dem 6. März 2026 offiziell Teil der bundesweiten Initiative „Region der Lebensretter“.

Olching – Jetzt beginnt beim Vogelnotruf in Olching wieder die Hochsaison der Jungvögel in Not. Dann kommen täglich neue hilflose Piepmätze, die von Hand aufgezogen werden müssen.

Gilching – Der neue Bürgermeister von Gilching heißt Stefan Siegl. Der 49-jährige Kandidat der Freien Wähler gewann die Stichwahl mit 66 % gegen den CSU-Kandidaten Roland Schrafstetter, der auf 34 % der Stimmen kam. Die Wahlbeteiligung lag bei 53,4 %. Wobei es von Beginn der Auszählung an eindeutig war, wohin der Wählerwille tendiert.

Landkreis – Nach drei Jahrzehnten fest im Amtssitz wurde der 63-jährige Thomas Karmasin (CSU), Jurist und u. a. auch Präsident des Bayerischen Landkreistags, erneut für weitere sechs Jahre als Landrat gewählt.

Fürstenfeldbruck – Bis zum Jahr 1974 war der 21. ein besonderer Geburtstag, man hatte Grund zu feiern, man wurde volljährig. Obwohl also der 21. Geburtstag eigentlich kein besonderer mehr ist, trafen sich am 20. März im Pfarrheim St. Bernhard an die 50 Frauen, um mit einem stimmungsvollen Fest den 21. Geburtstag des Frauentreffs zu feiern.