Wenn Menschen schwer krank sind und das Ende des Lebens naht, bleibt oft keine Zeit mehr Nichterledigtes aufzuschieben. Doch vielen Menschen fehlen dann in diesem letzten Lebensabschnitt die Möglichkeit oder auch die finanziellen Mittel, um das wahr werden zu lassen, was schon immer ein Herzenswunsch war.
Freiherr Maximilian von Perfall (stv. Diözesanleiter der Malteser im Erzbistum München und Freising), Malteser Kreisbeauftragter Josef Wagner, der ehemalige Malteser Kreisbeauftragte Rudi Bösmiller und Malteser Kreisgeschäftsführer Thomas Rapp.
Malteser

Gröbenzell – Wenn Menschen schwer krank sind und das Ende des Lebens naht, bleibt oft keine Zeit mehr Nichterledigtes aufzuschieben. Doch vielen Menschen fehlen dann in diesem letzten Lebensabschnitt die Möglichkeit oder auch die finanziellen Mittel, um das wahr werden zu lassen, was schon immer ein Herzenswunsch war. Ob es sich dabei um Ausflüge und kurze Reisen handelt, oder um Besuche bei weit entfernt wohnenden wichtigen Lebensgefährten, ist dabei einerlei. Jetzt planen die Malteser aus Gröbenzell das ehrenamtliche Projekt „Herzenswunsch-Krankenwagen“ im Landkreis Fürstenfeldbruck anzubieten, um Menschen, die unheilbar krank oder lebensverkürzend erkrankt sind, letzte Wünsche zu erfüllen.

„Im Vordergrund steht, dass der schwer kranke Mensch ein paar schöne Stunden erlebt, noch einmal herauskommt oder eine besondere Herzensangelegenheit in Erfüllung geht – sei es, ein letztes Mal das Meer zu sehen, ein Zoo-Besuch, ein begleiteter Ausritt oder eine Fahrt in die alte Heimat - was auch immer auf der persönlichen Wunschliste steht“, sagt Rudi Bösmiller, ehemaliger Kreisbeauftragter der Malteser in Gröbenzell, der das Projekt „Herzenswunsch-Krankenwagen“ nun zu seiner eigenen Herzensangelegenheit gemacht hat.

Medizinisch geschulte Ehrenamtliche, stehen Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen mit einer lebenszeitverkürzenden Erkrankung während der Fahrt in einem speziell ausgestatteten Krankenwagen zur Seite, um ihnen diese wertvolle Zeit zu ermöglichen. Auch vor Ort behalten die Malteser Helferinnen und Helfer, die oft aus dem rettungsdienstlichen Bereich kommen, medizinische Risiken und deren Überwachung immer im Auge. Die erkrankte Person kann sich somit ganz dem Erleben widmen und diese Zeit genießen. Natürlich dürfen auch nahe Angehörige oder Freunde und Freundinnen als Begleitung mitfahren. Alle konkreten Details werden im Vorhinein besprochen. Für den Herzenswunsch-Krankenwagen sind die Malteser Helferinnen und Helfer rein ehrenamtlich unterwegs. Sie stellen ihre Freizeit zur Verfügung, um jemandem einen letzten Wunsch zu erfüllen, und machen dafür Vieles möglich.

Damit der neue Malteser Herzenswunsch-Krankenwagen schon in diesem Jahr seine ersten Fahrten unternehmen kann, ist noch einiges zu tun.  „Für den neuen Dienst suchen wir Frauen und Männer, die sich bei uns für andere engagieren möchten. Da es sich um einen ehrenamtlichen Dienst handelt sind wir auch dringend auf Spenden und Fördermittel angewiesen“, erklärt Rudi Bösmiller und appelliert: „Erfüllen Sie einen Herzenswunsch und unterstützen Sie den Malteser Herzenswunsch-Krankenwagen mit Ihrer Spende. So schenken Sie schwersterkrankten Menschen eine Auszeit vom Alltag und Erholung für die Seele.“  red

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