Alle vier jungen Weißstörche im Horst auf dem Feuerwehrturm des Rathauses in Kottgeisering haben den verheerenden Sturm, der am 11. Juli über unseren Landkreis fegte, glücklicherweise überlebt.
Alle vier jungen Weißstörche im Horst auf dem Feuerwehrturm des Rathauses in Kottgeisering haben den verheerenden Sturm, der am 11. Juli über unseren Landkreis fegte, glücklicherweise überlebt.
Dieter Eder

Kottgeisering/Maisach – Alle vier jungen Weißstörche im Horst auf dem Feuerwehrturm des Rathauses in Kottgeisering haben den verheerenden Sturm, der am 11. Juli über unseren Landkreis fegte, glücklicherweise überlebt. Sie müssen sich wohl eng zusammengekuschelt und ganz flach in ihr Nest gedrückt haben, vermutet Feuerwehrmitglied Dieter Eder, der sich schon seit vielen Jahren mit unermüdlichem Einsatz – zusammen mit seinem Kollegen Wilhelm Huß – um die Störche kümmert (wir berichteten). Vor allem gilt es, den Horst jedes Jahr in Schuss zu bringen – besonders wichtig ist die Wasserdurchlässigkeit, denn sonst können die Störche im eigenen Nest wie in einer Badewanne ertrinken. Dieses traurige Schicksal ereilte dort letztes Jahr zwei Jungstörche (nur einer von ebenfalls vier kam durch und hatte obendrein mit einer Beinverletzung zu kämpfen).

Vier quickfidele Jungstörche aus einer Brut sind ohnehin eine Sensation. Den fleißigen Eltern ist es tatsächlich gelungen, genügend Futter heranzuschaffen (vornehmlich besteht die Ernährung aus Kleintieren wie Insekten, Regenwürmern, Fröschen, Mäusen, Ratten, Fischen, Eidechsen und Schlangen, aber auch aus Aas). Während das Altvogel-Paar hier überwintert, wird sich ihr schwarz-weiß gefiederter Nachwuchs voraussichtlich bis spätestens Mitte August auf in den Süden (z.B. nach Spanien oder Afrika) machen. Eder schätzt, dass die Jungstörche entweder zusammen losziehen, oder sich sogar einer größeren Formation anschließen werden. Ihr Schicksal ist indes ungewiss; der Storchenexperte spricht von einer Überlebensrate von nur 30 %.

Momentan kann man die jungen rotbeinigen Störche noch beim eifrigen Flügelschlagen beobachten. Sie verlassen bereits des Öfteren den Horst, um sich zusammen mit ihren Eltern auf Nahrungssuche in der näheren Umgebung zu machen. Weil die Jungen schon so groß sind, und es in der gemeinsamen Familienherberge mittlerweile recht eng geworden ist, weichen die Eltern manchmal nachts zum Schlafen in den benachbarten leeren Horst auf der Bücherei aus. Ob das Paar im nächsten Jahr wieder in Kottgeisering brütet, ihr Nachwuchs langfristig durchkommt, und ob dieser zu uns zurückkehren wird, steht allerdings in den Sternen…

Und auch in Maisach macht das prächtige Storchen-Einzelkind auf dem stillgelegten Brauereischlot immer höhere Übungssprünge im luftigen Horst und schlägt schon kräftig mit den Flügeln. Sein Schnabel wird sich bald von schwarz auf rot färben, und auch es wird in Kürze seinen Jungfernflug wagen.          red,

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