Während viele Unternehmen verzweifelt auf Mitarbeiter-Suche sind, explizit auch auf der Suche nach engagiertem Nachwuchs, schätzt sich Albert Pfannes nach eigenen Worten glücklich.
Während viele Unternehmen verzweifelt auf Mitarbeiter-Suche sind, explizit auch auf der Suche nach engagiertem Nachwuchs, schätzt sich Albert Pfannes (rechts) nach eigenen Worten glücklich.
Leni Lehmann

Gilching – Während viele Unternehmen verzweifelt auf Mitarbeiter-Suche sind, explizit auch auf der Suche nach engagiertem Nachwuchs, schätzt sich Albert Pfannes nach eigenen Worten glücklich. Der technische Leiter der Gemeindewerke Gilching, Bereich Wasserwerk, räumt freimütig ein: „Wir haben derzeit sieben Mitarbeiter, davon zwei Auszubildende. Mehr Azubis könnten wir gar nicht optimal betreuen.“

Stolz aber zeigt sich Pfannes auf seinen neuen Wassermeister, der 2013 als Azubi bei ihm angefangen hatte. „Seine Fähigkeiten habe ich von Anfang an erkannt, ich hab‘ ihn deshalb auch gefördert und aufgebaut und ihn bei seinem Wunsch, sich als Wassermeister weiterzubilden, voll unterstützt. Wichtig ist für alle Mitarbeiter, dass sie innerhalb der Firma eine Perspektive sehen und sich deshalb auch mit ihrer Arbeit identifizieren können.“ Für Tobis Resch bedeutete dies, innerhalb des Wasserwerkes beruflich weiter zu kommen, weshalb er ein halbes Jahr lang die Meisterschule in Rosenheim besuchte. Am 5. August feierte der 24Jährige nun seine Freisprechung zum staatlich geprüften Wassermeister, der Meisterbrief hängt eingerahmt in seinem Büro. „Für mich war es wichtig, einen würdigen Nachfolger zu haben, wenn ich mal in etwa zwei Jahren in Rente gehe. Und den habe ich in Tobias gefunden“, betont Pfannes. Von Vorteil sei außerdem, dass sein engster Mitarbeiter, wie auch er, ein eingefleischter 60iger sei und privat auch dem Leder hinterherrenne, freut sich Pfannes.    

Als Albert Pfannes im Jahr 2009 bei den gemeindlichen Wasserwerken als Wassermeister anfing, kann mit Fug und Recht behauptet werden, dass das Unternehmen einen Scherbenhaufen hinterlassen hat. Handelte doch der früherer Wassermeister stets nach eigenem Gutdünken, Transparenz gehörte nicht zu seinen Stärken, was zu einem hohen Schuldenberg führte sowie ein marodes Rohrsystem zur Folge hatte. Der Gemeinderat dachte seinerzeit sogar darüber nach, das Wasserwerk zu privatisieren. Was jedoch verhindert werden konnte. Stattdessen holte Bürgermeister Manfred Walter Albert Pfannes als Experte mit ins Boot. „Es war eine schwierige Situation, als ich angefangen habe. Erst einmal musste ich mir einen Überblick über alles machen und dann beginnen, die Probleme anzupacken. Auffallend war unter anderem, dass einst von der geförderten Wassermenge 25 Prozent durch ein leckes Rohrnetz verloren ging. Den Verlust konnten wir dann durch so genannte Datenblogger fast auf Null reduzieren und innerhalb der letzten Jahre auch die Schulden abbauen“, betont der 62Jährige.  Vor gut zwei Jahren wurde dann das gemeindliche Wasserwerk den neu gegründeten Gemeindewerken unterstellt. Auf den derzeitigen Wassermangel durch ausbleibenden Regen angesprochen, räumt Pfannes ein: „Der Grundwasserspiegel ist zwar um einen halben Meter zurück gegangen, weil kein Nachschub kam. Wir leben aber in einer Region, in der durch die besondere Bodenbeschaffenheit das Wasser nicht versickert. Bildlich gesprochen könnte man sagen, unter uns liegt ein riesiger See, der auch in regenarmen Sommern nur minimal an Wasser verliert. Besorgniserregend ist es nicht. Solche Zeiten hatten wir schon öfters. “ LeLe                      

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