Sagenhaftes gemeinsames Engagement zugunsten einer vielfältigen und unterhaltsamen Kulturnacht legen wieder zahlreiche Initiatoren und Sponsoren an den Tag. Das Banner halten Akrobaten/innen vom Schulzirkus des Viscardi-Gymnasiums. Foto: Amper-Kurier
Sagenhaftes gemeinsames Engagement zugunsten einer vielfältigen und unterhaltsamen Kulturnacht legen wieder zahlreiche Initiatoren und Sponsoren an den Tag. Das Banner halten Akrobaten/innen vom Schulzirkus des Viscardi-Gymnasiums.
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Fürstenfeldbruck – Daniel Brando (Veranstaltungen Stadt FFB) brachte es bei der Programmvorstellung im Lichtspielhaus auf den Punkt: Die Brucker Kulturnacht (am nächsten Samstag, 13. Juli von 19 bis 1 Uhr) werde, wie seit vielen Jahren, garantiert wieder „eine tolle Kulturveranstaltung mit sprühenden Ideen“.

Hier die Veranstaltenden in alphabetischer Reihenfolge: Allein der Besuch im Alten Rathaus mit seinen schmucken Tierfiguren auf dem Treppengeländer ist schon ein Erlebnis für sich, vollgeladen mit positiver Energie, die ansonsten die Hochzeitspaare dort hineintransportieren. Gelegenheit also, die schöne Räumlichkeit mal von anderer Seite zu betrachten und dort um 19, 20 und 21 Uhr das Marionettenvarieté „Die Schlampuzen“ zu genießen, umrahmt von Schlagern für Jung und Alt um 22, 23 und 24 Uhr (gespielt vom „Solina Cello Ensemble“). Im historischen Energiemuseum im Klosterareal, Baujahr 1924 mit seiner ästhetischen Täfelung, kommen hingegen nicht nur Technik-Freaks ins Schwärmen, wenn um 19, 20 und 21 Uhr die alte Turbine wieder auf Trab gebracht wird.

Zum ersten Mal mit von der Partie ist die Kester-Haeusler-Stiftung in der Dachauer Straße und präsentiert noch nie gezeigte Porträtaufnahmen des Augsburger Hoffotografen „Hans Siemssen“ (Führungen 19.30, 20.30 und 21.30 Uhr). Schülern/innen der Jahrgangsstufe 11 des Graf-Rasso-Gymnasiums wird um 20.30 Uhr ein entsprechender Preis verliehen. Einzigartig anzuschauen ist dort im Übrigen auch ein Segment der Berliner Mauer im Villagarten.

In der Klosterkirche wird die neue Organistin des Pfarrverbands Fürstenfeld, Regina Neumüller, die beiden Orgeln klassisch bespielen (um 19.30, 20.30 und 21.30 Uhr). Das Klangerlebnis ist gekoppelt an Filmmusik. Ein besonderes Highlight ist neben einer textilen Ausstellung in der Kulturwerkstatt HAUS 10 eine Butoh-Performance um 20.45 Uhr mit Livemusik (japanische Tastenzither und Violoncello). Die Aufführung ist körperlich so anstrengend, dass der Münchner Tänzer und Psychologe „Stefan Maria Marb“ sie am Kulturabend nur einmal darbieten kann. Im Landratsamt sind bis 23 Uhr je zur vollen Stunde klassische und moderne Akkordeontöne zu vernehmen, und im Traditionskino Lichtspielhaus warten studentische Kurzfilmbeiträge mit Regiegesprächen auf die Kulturfans (19.15, 20.30 und 21.45 Uhr), musikalisch begleitet durch das „Café Voyage“ (um 19, 20.15, 21.30 und 22.45 Uhr). Zum fetzigen Ausklang wird um 23 Uhr der irisch-britische Filmklassiker „The Commitments“ über die Gründung der legendären Dubliner Soul-Band gezeigt.

Das Museum (mit Möglichkeit zur Besichtigung der aktuellen Ausstellungen und Kinderwerkstatt von 19 bis 21.30 Uhr) animiert zum Mittanzen im 20er-Jahre Stil mit Schnupperkursen um 20.30, 21.30 und 22.30 Uhr. Der schaurige Museumskeller, den man sonst nicht zu Gesicht bekommt, ist mit seinen Gruselstücken (alle 15 Minuten von 20 bis 21.30 Uhr) nichts für schwache Nerven. Dem unterirdischen Gemäuer entronnen, taut man dann gern an der Frischluft auf mit dem „Jacques Fauleu Ensemble“, durch Gypsy-Swing, Folk und Jazz. Oder man schlendert hinüber in die Neue Bühne Bruck, wo zu jeder vollen Stunde bis Mitternacht das Improtheater „In Impro Veritas“ (Auftakt um 19 Uhr durch „Impro Macchiato“ vom Brucker Viscardi-Gymnasium) sein Bestes und Originellstes gibt. Der Salzturm im Stadtbauhof auf der Lände gilt mittlerweile als ultimativer Kick in Sachen wilder Musikrichtungen. Viermal stündlich ab 20.15 Uhr trifft mit „Kapotaki“ Ska Sound auf Volksmusik, Gypsy-Jazz und Balkan-Brass, und in der Stadtbibliothek Aumühle setzt man heuer auf mehr Interaktion durch Pub Quiz mit „Florian Weber“ um 19, 21 und 23 Uhr sowie – sofern das Wetter hoffentlich mitspielt – durch den Aumühlenplatz selbst, der sich um 20.15, 22.15 und 0.15 Uhr in eine Tanzfläche verwandelt (die Puchheimer Tanzschule „meet & DANCE“ lädt Anfänger und Geübte zum Mitmachen ein, bei schlechter Witterung innen). Von 19 bis 23 Uhr wird auch ein Kinderprogramm angeboten.

Zu den Kulturnacht Specials gehören neben Kulinarik und Getränken an vielen Stationen die Poesie im Stadtpark (um 20.30, 21.30 und 22.30 Uhr), im Klostergelände der Walking-Act verzauberter Fantasiewesen, alias Viscardi Schulzirkus auf Stelzen, der Blick in die Alte Schmiede und die APE vom Open-Air-Café „Gmahde Wiesn“, erstmalig dabei das Hofcafé in der Innenstadt mit der Band „Red Bag“ (stündlich von 19 bis 23 Uhr) sowie virtuelle Kurzführungen am Leonhardsplatz (19, 20 und 21 Uhr).

Wem die Füße zwischendurch schmerzen, der kann getrost ins Radltaxi, Standort Lichtspielhaus, steigen bzw. den Shuttle-Bus Service in Anspruch nehmen. Das Duo „47+6“ versüßt die Fahrten vielsaitig mit Harfe und Gitarre. Zu guter Letzt kann in beschwingter Laune, für die Vollblut-Musikant Otto Göttler sorgt, der Außenposten, das Bauernhofmuseum Jexhof, per Bus angefahren werden. Dort ist heuer neben der Sonderausstellung „Es lebe der Sport“ bis 1 Uhr eine etwas weniger rockige, dafür mehr poppige Disco-Nacht angesagt, mit Liedern im Stil von Madonna und Michael Jackson. Achtung: der/die beste Moonwalker/in wird prämiert!

Die Ticket-Armbänder für 13 Euro (ermäßigt 7 Euro, Kinder bis 14 Jahre frei) gelten für alle Spielorte, inkl. Shuttle-Busse und Radl-Taxi und sind erhältlich an der Abendkasse bei allen Veranstaltenden (außer Energiemuseum) bzw. im Vorverkauf am Infopoint im Rathaus, in der Stadtbibliothek sowie im Museum. Am besten man steckt sich bei der Angebotsfülle ein Programmheftchen in die Hosen- oder Handtasche, um so viel wie möglich zu genießen an bunter Kultur pur.  

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