Die Leiterin der Berufsschule Fürstenfeldbruck, Andrea Reuß, beim Richtfest zum ersten Bauabschnitt des Neubaus der Staatlichen Berufsschule
Landratsamt Fürstenfeldbruck
Fürstenfeldbruck - „Ein schönes Werk ist uns gelungen: Gar stattlich steht das Bauwerk da, so frei und leicht und ungezwungen, wie besser ich es nirgends sah!“ Dies ist eine Zeile aus dem Richtspruch, der dem Rohbau des ersten Bauabschnitts der neuen Staatlichen Berufsschule Fürstenfeldbruck gewidmet wurde, als Landrat Thomas Karmasin am 17. Oktober zum traditionellen Richtfest geladen hatte. 62 Jahre zuvor, im Februar 1955, wurde die Berufsschule, wie sie bis vor einem Jahr bestand, in Betrieb genommen. Aktuell ist die Berufsschule mit 44,11 Millionen Euro das größte Bauprojekt des Landkreises Fürstenfeldbruck. Die Kostenschätzung sowie der Zeitplan können momentan eingehalten werden.

Die Baumaßnahme
Bei dem Neubau handelt es sich um einen dreigeschossigen Baukörper, bestehend aus drei aneinandergesetzten Würfeln mit je einem flach geneigten Dach. Die drei Bauteile sind versetzt zueinander angeordnet. Im Inneren eines jeden Würfels entsteht ein themenbezogener, grüner Innenhof, der von der Schulfamilie gestaltet und genutzt werden kann. Das Erdgeschoss des mittleren Würfels ist zurückgesetzt, sodass man den Eindruck bekommt, dass sich der Park mit in das Gebäude hineinzieht. Mit Zustimmung des Kreistags im Jahr 2015 wurde beschlossen, die angekündigte Energieeinsparverordnung 2016 mit 20% zu unterschreiten. Auf den Dachflächen in Süd- und Westausrichtung wird eine Photovoltaikanlage angebracht. Der so gewonnene Strom dient dem zukünftigen Schulbetrieb. Außerdem wird die neue Schule mit Fernwärme aus dem städtischen Netz beheizt. Für E-Autos und E-Bikes sind Ladestationen vorgesehen. Durch die integrierten Fachunterrichtsräume werden Theorie und Praxis in einem Klassenzimmer zusammengeführt, sodass z.B. im Kfz-Bereich auch die E-Mobilität in den Unterricht Einzug finden wird. Damit schafft der Landkreis auch unter Umweltgesichtspunkten optimale Voraussetzungen für eine moderne Schulanlage.
 
Der aktuelle Stand
Im Herbst 2016 wurde die Containeranlage am Stockmeierweg in Betrieb genommen, um einen Neubau während des laufenden Schulbetriebs zu ermöglichen. Ebenfalls wurde im Herbst mit dem Abbruch des ersten Teils der Berufsschule begonnen. Seitdem ist die Rohbaufirma vor Ort und seit Frühjahr kann man sich die ersten zwei „Würfel“ schon vorstellen. Zurzeit ist die Rohbaufirma dabei, die Dachflächen zu erstellen.
 
Die Zukunftsperspektive
Aktuell beginnen im ersten Bauabschnitt die Fenster- und Fassadenarbeiten, sodass der erste Baukörper im Winter geschlossen ist. Deshalb können im Winter wetterunabhängig die Ausbau-gewerke starten. Im Sommer 2018 ist der erste Teil der Berufsschule bezugsfertig. Anschließend werden weitere Teile abgerissen. Die Inbetriebnahme des zweiten Bauabschnitts ist im Sommer 2020 geplant, im darauffolgenden Herbst soll mit der Fertigstellung der Außenanlagen die Bau-maßnahme abgeschlossen sein.          red

 
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