– „Zwölf Monate – Zwölf Namen: 50 Jahre Olympia-Attentat München 1972” – so lautet der Titel des Gedenkjahres 2022. Um den zwölf Opfern 50 Jahre nach den schrecklichen Ereignissen in ganz besonderer Weise Nachruf zu leisten, wird jeden Monat ein Opfer im Mittelpunkt stehen.
Auch der Landkreis nimmt an Veranstaltungen teil zum Gedenken an das Olympia-Attentat vor 50 Jahren. Vor dem Haupttor des Fliegerhorstes Fürstenfeldbruck erinnert ein Mahnmal an die ermordeten Opfer.
Amper-Kurier/su

Landkreis – „Zwölf Monate – Zwölf Namen: 50 Jahre Olympia-Attentat München 1972” – so lautet der Titel des Gedenkjahres 2022. Um den zwölf Opfern 50 Jahre nach den schrecklichen Ereignissen in ganz besonderer Weise Nachruf zu leisten, wird jeden Monat ein Opfer im Mittelpunkt stehen. Koordiniert vom Jüdischen Museum München und dem NS-Dokumentationszentrum München, beteiligen sich auch verschiedene Institutionen aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck an der besonderen Erinnerungsarbeit.

Im Februar wird dem getöteten Polizisten Anton Fliegerbauer gedacht. Auf das Gebäude des Polizeipräsidiums in der Ettstraße in München wird ein Foto des Opfers projiziert. Auch ist in der Polizeihochschule Fürstenfeldbruck ein Vortrag geplant. Das Programm sieht u. a. eine Ansprache der Hinterbliebenen sowie einen Vortrag zu den polizeilichen Lehren aus dem Olympia-Attentat vor.

Im März widmet sich das Bauernhofmuseum Jexhof mit einer Außenausstellung dem Gewichtheber Ze ́ev Friedman. Eliezer Halfin rückt hingegen im Mai in den Mittelpunkt. Als Ergänzung zur Ausstellung „5. September 1972 – Das Ende der Heiteren Spiele von München“ wird im Landratsamt Fürstenfeldbruck über das Leben des Freistil-Ringers informiert. Mit einem Gedenkturnier wird der Historische Verein für Stadt und Landkreis Fürstenfeldbruck e. V. im Juni den Gewichtheber Yossef Romano ehren. Das Museum Fürstenfeldbruck wird im September im Rahmen der Ausstellung „Olympia 1972“ an den Ringer Mark Slavin erinnern, und im November stellen Schüler des Graf-Rasso-Gymnasiums den Kampfrichter Yakov Springer in den Fokus.

Das Programm zu den monatlichen Gedenken wird laufend aktualisiert und ist u. a. einsehbar unter www.lra-ffb.de sowie unter www.muenchen1972-2022.de. Darüber hinaus arbeiten 15 Künstler der Künstlervereinigung FFB zum Thema: „50 Jahre Olympia-Attentat 72“. Die Ausstellung findet vom 3. bis 25. September in der Kulturwerkstatt HAUS 10 statt.

Hintergrund: Palästinensische Terroristen überfielen während der XX. Olympischen Sommerspiele Anfang September 1972 in München die israelische Olympiamannschaft, töteten zwei Menschen und nahmen neun weitere als Geiseln. Beim Versuch, diese zu befreien, mussten auf dem Rollfeld des Fliegerhorstes Fürstenfeldbruck neun israelische Sportler und ein deutscher Polizist ihr Leben lassen.          

Direkt vor dem Haupttor des Fliegerhorstes, außerhalb der militärischen Sperrzone, hält seit 1999 eine vom Gröbenzeller Bildhauer Hannes L. Götz geschaffene Skulptur in Form einer eisernen Schale, mit nach jüdischem Brauch niedergelegten Steinen, die Erinnerung an die traurigen Ereignisse von 1972 wach; die Namen der Opfer sind in Bronze eingraviert.

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