Christian Brecheis
Fürstenfeldbruck – Der bayerische Grantler Harry G ist gerade in aller Munde. Rund 60.000 Fans folgen ihm auf Facebook, knapp 2 Millionen Clicks erhielt er bisher auf seine einzigartigen Videoclips auf YouTube, durch die er so bekannt geworden ist. Um was es in seinen Videos geht? Sie handeln von Alltagsthemen und –begegnungen, die sich Harry G von der Seele reden muss. Und damit den Nerv vieler Menschen trifft. Es geht in den Videos um lokale, bayerische Themen, wie den „Isarpreißen“, die Wiesn, Weißwürste, Bier oder auch die Münchner Schickeria. Alle Videos glänzen durch die typisch bayerischen Schimpftiraden und intelligenten Witz. Jeder Zuschauer sitzt höchstwahrscheinlich zustimmend nickend vor seinem Bildschirm, wenn Harry G loswettert. Die Themen in den Videos sprechen vielen Bayern aus der Seele. Hinter Harry G steckt Markus Stoll. Der gebürtige Regensburger lebt seit 2006 in München. Angefangen hat alles mit einem Video über das Waldfest am Tegernsee, Bekanntheit bescherte Stoll aka Harry G aber erst das Video „Harry G über die Wiesn“. In dem Video „wettert“ Harry G in altbekannter Manier über die verschiedenen Wiesnzelte und deren Besucher. So findet sich laut Harry G in jedem Zelt das passende Klientel.
Durch den großen Erfolg im Internet geht Harry G jetzt mit seinem Live-Programm „Leben mit dem Isarpreiß“ auf Tour. Insgesamt dreimal macht der Grantler damit im Landkreis Halt. Grund genug für den Amper-Kurier, um sich mit dem Vorzeige-Bayer zu treffen und uns ein paar Fragen zu beantworten. Das „wettern“, das man wahrscheinlich als guter Satiriker braucht, lag ihm schon immer im Blut, so Stoll. Auch in seinem früheren Job als Investmentbanker. Freilich konnte er da aber nicht so frei von der Leber reden, wie jetzt als Harry G. Wie es zu dem Charakter Harry G kam? „Im Bekanntenkreis meiner Eltern gibt es einen bayerischen Grantler, der Harry G sehr ähnlich ist, auch der Name klingt ähnlich.“ Von seiner Berühmtheit weiß der Freund der Familie allerdings nichts. Stoll selber habe nichts für diesen Erfolg getan, außer die Videos auf YouTube gestellt. In seinem Video „Harry G über den München Look“ spricht er sogar kurz über Fürstenfeldbruck. Die große Kreisstadt hat er aber nicht aus einem besonderen Grund in dem Satz „Von Hollywood zu Fürstenfeldbruck. Und des in a hoibatn Sekunden“, genommen. „Fürstenfeldbruck klang einfach am besten.“. Den Landkreis selbst kennt er auch von seinen ausgedehnten Mountainbike-Touren.
„Isarpreiß“ kann laut Stoll jeder werden, der sich so gibt, wie in seinen Videos. Dazu muss er kein „Zuagroaster“ sein, auch ein waschechter Bayer kann zum „Isarpreißen“ mutieren. Natürlich haben wir auch gefragt, wie man ihnen am besten aus dem Weg gehen kann. „Man sollte immer ein Dorf weiter als die Isarpreißen gehen“. Wer Markus Stoll aka Harry G jetzt gerne mal live sehen möchte, hat dazu am 11. September im Gasthof Hartl in Türkenfeld die Möglichkeit. Seine beiden Auftritte am 5. und 8. Juni im Unterhaus in Fürstenfeldbruck sind bereits seit Wochen ausverkauft.
Kategorie

Das könnte Sie auch interessieren

Landkreis – Laut Beobachtungen des NABU (Naturschutzbund Deutschland e. V.) ist heuer bundesweit ein Storchen-Rekordjahr zu verzeichnen, mit über 15.000 brütenden Paaren des Weißstorchs (Ciconia ciconia). Wie der Verband mitteilt, habe es seit Beginn der Aufzeichnungen noch nie mehr Brutpaare gegeben.

Fürstenfeldbruck – Vor kurzem feierte die stellvertretende Landrätin Martina Drechsler ihren 65. Geburtstag. Aus diesem Anlass hatte sie alle Gratulanten gebeten, auf persönliche Geschenke zu verzichten und stattdessen Spenden an das Hospiz Germering zu überweisen. Insgesamt 1.905 Euro sind so zusammengekommen.

Fürstenfeldbruck – Die stellvertretende Landrätin Martina Drechsler hat im Rahmen einer Feierstunde zusammen mit Kreisbrandrat Christoph Gasteiger zahlreiche Feuerwehrleute für ihre langjährige aktive Mitgliedschaft bei den Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises Fürstenfeldbruck ausgezeichnet.

Fürstenfeldbruck – Die fünf westlichen Bezirke der Landeshauptstadt München und der Landkreis Fürstenfeldbruck haben sich zur Öko-Modellregion „Landkreis Fürstenfeldbruck – München West“ zusammengeschlossen.

Gilching – Igel gehören zu den bekanntesten und beliebtesten Wildtieren in unseren Gärten. Doch ihre Lebensräume werden zunehmend durch Zäune, Mauern und versiegelte Flächen zerschnitten. Oft reichen schon wenige Zentimeter, um den Tieren den Weg auf ihrer nächtlichen Suche nach Nahrung und Unterschlupf zu versperren.

Germering – Die Regierung von Oberbayern und die Bayernwerk Netz GmbH haben den TSV Unterpfaffenhofen-Germering mit dem Bürgerenergiepreis Oberbayern für sein herausragendes bürgerschaftliches Engagement ausgezeichnet.

Fürstenfeldbruck – Für ihren außergewöhnlichen Einsatz für Kinder, Jugendliche und Familien wurden Rosmarie Ehm und Karl Heinz Theis vom Kreisverband Fürstenfeldbruck des Deutschen Kinderschutzbundes mit der silbernen Ehrennadel des Bundesverbandes ausgezeichnet.

Fürstenfeldbruck – Die Brucker Kulturnacht zur nächtlichen Stunde ist eine fest etablierte sommerliche Institution im regionalen Veranstaltungsjahr. Zahlreiche Besucher*innen bestätigen dies jährlich aufs Neue. Und so locken auch 2026 wieder zahlreiche Spielstätten Groß und Klein mit sorgfältigem Programm.