– Erneut wartet das Museum Fürstenfeldbruck im Kunsthaus mit einer interessanten und mühsam konzipierten Ausstellung auf. Seit jeher versuchen Menschen, Dunkelheit durch Licht zu vertreiben. Künstliche Lichtquellen ermöglichten es, die Nacht zum Tag zu machen und ließen Tätigkeiten zu, die in der Finsternis kaum oder gar nicht möglich waren.
Als die Bilder laufen lernten und die Nacht zum Tage wurde: Eröffnung des Elektrizitätswerks am 16. Oktober 1882 mit Oskar von Miller.
Stadtwerke FFB

Fürstenfeldbruck – Erneut wartet das Museum Fürstenfeldbruck im Kunsthaus mit einer interessanten und mühsam konzipierten Ausstellung auf. Seit jeher versuchen Menschen, Dunkelheit durch Licht zu vertreiben. Künstliche Lichtquellen ermöglichten es, die Nacht zum Tag zu machen und ließen Tätigkeiten zu, die in der Finsternis kaum oder gar nicht möglich waren. Der Wunsch, es immer dort hell zu haben, wo und wann man möchte, trieb die Entwicklung des künstlichen Lichts mit der zunehmenden Industrialisierung im 19. Jahrhundert rasch voran. Die Erfindung der Glühbirne war ein technischer Meilenstein in diesem Prozess.

Nicht nur öffentliche Plätze, Theater oder Fabriken konnten nun erleuchtet werden, eigene verfügbare Lichtquellen schufen auch neue Möglichkeiten für einen Rückzug ins Private. Zugleich entwickelte sich ein reges Nachtleben auf hell erleuchteten Boulevards. Geselligkeit im öffentlichen Raum erhielt immer neue Facetten.

Gemälde, Grafiken, Fotografien und Objekte zeigen, wie allzeit verfügbares elektrisches Licht den Alltag verändert hat. Auch viele Künstler waren fasziniert, ließen sich inspirieren und experimentieren bis heute mit Licht. Der historische Kontext der Elektrifizierung spielt für Fürstenfeldbruck eine besondere Rolle, gehörte die Marktgemeinde durch das Wirken Oskar von Millers doch zu den ersten Orten mit zentraler Elektrizitätsversorgung – ohne Strom jedoch kein elektrisches Licht! So setzt Karl Heinz Rothenberger in analoger Kleinbildtechnik mit der Leica M7 „subjektiv durch das Objektiv“ die Ästhetik von Turbinen, Generatoren und Elektrizitätswerken in Szene. Die Schwarz-Weiß-Fotografien vermitteln einen ganz individuellen Blick auf Industriedenkmäler und Maschinen rund um das Thema Energie. Dazu gehören auch die frühen Kraftwerke Oskar von Millers. Rothenbergers Fotografien sind Zeugnisse menschengemachter technischer Artefakte auf höchstem künstlerischem Niveau.

Die Ausstellung im Rahmen des Gemeinschaftsprojekts „Hell & Dunkel" zum 25-jährigen Jubiläum des Museumsverbunds „Landpartie – Museen rund um München" ist noch bis zum 26. September zu sehen: dienstags bis samstags von 13 bis 17 Uhr, sowie an Sonn- und Feiertagen zwischen 11 und 17 Uhr (Gruppen nach Vereinbarung). Mehr Infos gibt es unter www.museumffb.de.  red

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