Milde Temperaturen und Regenfälle lassen die ersten Kröten, Frösche und Molche auf Wanderschaft gehen.
Milde Temperaturen und Regenfälle lassen die ersten Kröten, Frösche und Molche auf Wanderschaft gehen.
Harald Rösch/Bund Naturschutz

Mammendorf - Milde Temperaturen und Regenfälle lassen die ersten Kröten, Frösche und Molche auf Wanderschaft gehen. Doch der Weg vom Winterquartier zu den Laichgewässern ist gefährlich. Oft müssen die Amphibien Straßen überqueren und laufen dabei Gefahr, massenhaft überfahren zu werden. Gerade im direkten Umfeld der Laichgewässer kann die Anzahl überfahrener Tieren so groß werden, dass die Existenz ganzer Populationen auf dem Spiel steht.

 

Ehrenamtliche vom BUND Naturschutz retten allein in Bayern jährlich über eine halbe Million Amphibien vor dem Straßentod. Auch rund um Mammendorf errichtet die BN-Ortsgruppe wieder Amphibienzäune an der Straße Richtung Malching sowie Richtung Nassenhausen. Der Wald zwischen Mammendorf und Nassenhausen beherbergt eine der größten Amphibienvorkommen im gesamten Landkreis. Die Population steht jedoch wegen der geplanten Teilrodung und Bebauung des Waldes vor dem Aussterben.

Ab einer nächtlichen Temperatur von circa 5 ° C und besonders bei regnerischem Wetter wandern die fortpflanzungsbereiten Kröten, Frösche und Molche zu ihren Laichgewässern. Dort finden Balz, Paarung und Eiablage statt. „Grasfrosch und Erdkröte brechen als Erste zu den Laichgewässern auf, oft schon im Februar. Wann genau, lässt sich das aber nicht vorhersagen, denn auch Frost und Trockenheit können die Wanderung mehrmals unterbrechen“, erklärt Harald Rösch von der Ortsgruppe Mammendorf.

Die Zahlen der in den letzten Jahren an den Zäunen gesammelten und über die Straße getragenen Tiere zeigen, dass neben den Insekten auch die Amphibien massiv zurückgehen. „Selbst frühere Allerweltsarten wie der Grasfrosch und die Erdkröte werden immer seltener, andere Arten wie die Gelbbauchunke oder die Wechselkröte sind aus den meisten Gebieten unseres Landkreises schon komplett verschwunden“, bedauert Rösch.

Neben der Gefahr durch Autos sind der Klimawandel und die Zerstörung von Lebensräumen die Hauptursachen für das Aussterben der Amphibien. Besonders wichtig sind neben den Laichgewässern auch die Sommer- und Winterlebensräume in Wäldern und Hecken. „Wälder mit großen Amphibienvorkommen wie der Wald zwischen Mammendorf und Nassenhausen müssen unbedingt geschützt werden, wenn die Tiere bei uns noch eine Chance haben sollen. Ansonsten wird es schon in wenigen Jahren keine Frösche, Kröten und Molche mehr bei uns geben“, sagt Rösch.

Mitmachen und Lurche retten kann übrigens jeder. Helfende Hände heißt der BUND Naturschutz stets willkommen und appelliert gleichzeitig an die Autofahrer, jetzt besonders rücksichtsvoll zu fahren. Und auch Landwirte werden gebeten, auf Gülleausbringung und Wiesenpflege vor den Amphibienzäunen zu verzichten. Wer eine Stelle entdeckt, an der viele Amphibien überfahren werden und an der kein Schutzzaun errichtet ist, kann dies an amphibien@bund-naturschutz.de melden.

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