„Gewalt kommt nicht in die Tüte!“ – unter der Schirmherrschaft von Landrat Stefan Frey organisiert die Gleichstellungsstelle des Landratsamts Starnberg  zusammen mit dem Verein Frauen helfen Frauen Starnberg und den Bäckereien der Region bereits zum 7. Mal die erfolgreiche Tütenaktion anlässlich des Internationalen Tages „NEIN zu Gewalt an Frauen“ am 25. November.
v.l. Innungsmeister der Bäckerinnung Starnberg Wilhelm Boneberger, Claudia Sroka vom Verein Frauen helfen Frauen, Gleichstellungsbeauftragte Dr. Sabrina Pechtold und Landrat Stefan Frey
Landratsamt Starnberg

Gilching - „Gewalt kommt nicht in die Tüte!“ – unter der Schirmherrschaft von Landrat Stefan Frey organisiert die Gleichstellungsstelle des Landratsamts Starnberg  zusammen mit dem Verein Frauen helfen Frauen Starnberg und den Bäckereien der Region bereits zum 7. Mal die erfolgreiche Tütenaktion anlässlich des Internationalen Tages „NEIN zu Gewalt an Frauen“ am 25. November. In der Zeit vom 18. bis 25. November werden die Backwaren in allen teilnehmenden Bäckereien in Tüten mit dem Slogan „Gewalt kommt nicht in die Tüte!…weder in der Familie, noch im sozialen Umfeld. Schau‘ hin! Tu‘ was!“ gepackt. Landrat Stefan Frey macht deutlich: „Das Thema Gewalt an Frauen hat nicht an Brisanz verloren. Mit der Aktion wollen wir unser gut ausgebautes Beratungsnetzwerk zur Unterstützung und Begleitung betroffener Frauen sichtbar machen.“


Auch im vergangenen Jahr ist die Zahl der Opfer häuslicher Gewalt weiterhin gestiegen. Wie aus einem aktuellen Bericht der polizeilichen Kriminalstatistik hervorgeht, waren insgesamt 256.276 Menschen im Jahr 2023 offiziell von häuslicher Gewalt betroffen. Dies sind 6,5 Prozent mehr als im Vorjahr, wobei es auch bereits von 2021 auf 2022 einen Anstieg von mehr als acht Prozent gegeben hatte. Die Dunkelziffer dürfte noch deutlich höher sein und Frauen sind besonders betroffen.

In Deutschland muss jede 4. Frau im Laufe ihres Lebens häusliche und/oder sexualisierte Gewalt erleiden. Allein in Bayern betrifft dies fast 50.000 Frauen jedes Jahr. Es gehen in die Statistik allerdings nur Fälle ein, die der Polizei gemeldet wurden. Auch der Landkreis Starnberg bleibt hiervon nicht verschont. Die Hemmschwelle für Hilfesuchende ist oft denkbar hoch und im sozialen Umfeld der Betroffenen Frauen herrscht meist Handlungsunsicherheit.

Den Akteurinnen und Akteuren ist es daher wichtig, die möglichen Unterstützungs- und Hilfsangebote im Landkreis auf der Rückseite der Tüten in die Öffentlichkeit hineinzutragen. Denn nur wenn Angebote – wie die abgedruckten Notfallnummern – bekannt sind, können sie auch wahrgenommen werden.

Die Notfall-Nummern finden sich auch auf der Notfallkarte „Hilfe für Frauen“ des Landratsamtes Starnberg, diese gibt es zum Download auf der Homepage des Landratsamtes unter //www.lk-starnberg.de/HilfeBeiGewalt in den Sprachen Deutsch und Englisch.

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