„De Frau Kühne“ überzeugte durch humoristisches Kabarett, das sie originell in Form der übergewichtigen, derb-lustigen Mutter und Hausfrau präsentierte.
Veranstaltungsforum
Fürstenfeldbruck -  Vom Karneval zum Kabarett: Mit niederrheinischem Dialekt und Schlagfertigkeit überzeugte Ingrid alias „De Frau Kühne“ die Jury und gewann am 23.10.2016 das Paulaner Solo+ Finale. Platz zwei sowie den begehrten Publikumspreis konnte der Österreicher Stefan Leonhardsberger für sich entscheiden. Im ausverkauften Stadtsaal des Veranstaltungsforums führte der aus Film und Fernsehen ("Tatort“, Nockherberg-Söder) bekannte Stephan Zinner lässig-charmant durch den Abend. Die fünfköpfige Jury, bestehend aus Winfried Frey (Schauspieler und Kabarettist), Rosa Wagner (Künstleragentin), Jürgen Kirner (Kabarettist), Sabine Boueke-Loosen (Bayerischer Rundfunk) und Silvia Ottes (Kulturreferat München), vergab nach einem Punktesystem von eins („eiskalt“) bis sechs („sehr heiß“) ihre Wertung in den Kategorien Bühnenpräsenz, Originalität, Souveränität und Publikumsresonanz. „De Frau Kühne“ überzeugte durch humoristisches Kabarett, das sie originell in Form der übergewichtigen, derb-lustigen Mutter und Hausfrau präsentierte („bei mir sind IQ und BMI identisch“). Lachsalven, wiederkehrender Zwischenapplaus und eine äußerst positive Publikumsreaktion sprachen für sich, und so durfte Ingrid Kühne einen Scheck über 3000 Euro mit
nach Hause nehmen. Sänger und Schauspieler Stefan Leonhardsberger und sein kongenialer Mitstreiter, Gitarrist Martin Schmid, begeisterten mit klassischem musikalischem Nummernkabarett. Ob Michael Jackson´s Billie Jean („Da Billi Jean is ned mei bua“) oder 50 Cents „Candy Shop“, der zum „Würschtelstand“ umgebaut wird: Die beiden Musikkabarettisten schufen ihren eigenen Mikrokosmos und errangen damit den 2. Platz der Jury (dotiert mit 2000 Euro) sowie zusätzlich den mit 1000 Euro dotierten Publikumspreis. Den dritten Preis (dotiert mit 1500 Euro) gewann das stimmgewaltige Berliner Quartett „Vocal Recall“. Die „Boygroup mit Frau“ überzeugte mit hintersinnigen Umtextungen bekannter Lieder, von Rihanna bis Helene Fischer, von Beethovens „Für Elise“ („klingt wie eine leiernde Markise“) bis zu „99 Wurstkartons“.
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