Am 15. März 2020 stellen sich die Ortsverbände der CSU, SPD, Freie Wähler, Bündnis 90/Die Grünen und FDP in Eichenau zur Wahl. Bayernweit stehen Kommunalwahlen an und auch in Eichenau bewerben sich zahlreiche Kandidatinnen und Kandidaten auf den Listen der fünf Parteien um die Sitze im Gemeinderat. Den Wahlkampf nehmen die Gegner der geplanten Buslinie 862, die ab Dezember 2021 Eichenau mit Puchheim verbinden soll, zum Anlass, um ihren Unmut gegen die Planungen zu äußern.
Parteien in Eichenau rufen gemeinsam zur sachlichen Kommunikation auf
Amper-Kurier

Eichenau - Am 15. März 2020 stellen sich die Ortsverbände der CSU, SPD, Freie Wähler, Bündnis 90/Die Grünen und FDP in Eichenau zur Wahl. Bayernweit stehen Kommunalwahlen an und auch in Eichenau bewerben sich zahlreiche Kandidatinnen und Kandidaten auf den Listen der fünf Parteien um die Sitze im Gemeinderat. Den Wahlkampf nehmen die Gegner der geplanten Buslinie 862, die ab Dezember 2021 Eichenau mit Puchheim verbinden soll, zum Anlass, um ihren Unmut gegen die Planungen zu äußern. Leider bleibt es nicht bei demokratischen Mitteln.

Die aktuellen Verkehrsverträge der Buslinien in Eichenau laufen zum 11. Dezember 2021 aus, was dem Gemeinderat Gelegenheit gibt die Busverbindungen neu zu überdenken. Bei den Überlegungen war man sich überfraktionell einig, dass eine möglichst breite Vernetzung der Buslinien erstrebenswert ist, da dadurch einer möglichst hohen Bevölkerungszahl die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs ermöglicht wird. Die überregionale Einbindung von zwei der drei neuen Buslinien wurde von allen Gemeinderätinnen und Gemeinderäten begrüßt, da dadurch eine Anbindung an zwei weitere S-Bahnlinien sowie an die S-Bahnhaltestelle Puchheim, die bei Störungen im S-Bahnbetrieb häufig als Endpunkt dient, ermöglicht wird. In zwei öffentlichen Gemeinderatssitzungen wurde gemeinsam mit Herrn Hermann Seifert, dem zuständigen Sachbearbeiter des Landratsamtes, bis April 2019 ein Konzept erarbeitet, wonach die neue Buslinie 862 vom Eichenauer Bahnhof Nord über die Allinger Straße zum Bahnhof Puchheim fahren soll. Damit kann künftig auch der östliche Teil des Gemeindegebietes vom ÖPNV profitieren.

Mit den aktuellen Planungen soll das Busliniennetz möglichst für alle Bürgerinnen und Bürger fußläufig nutzbar sein und dadurch an Attraktivität gewinnen. Zum einen sollen dadurch möglichst viele Menschen überzeugt werden, vom Auto auf einen Bus umzusteigen, um dadurch den Verkehr in Eichenau wirksam zu reduzieren. Zum anderen soll denjenigen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht werden. Die Allinger Straße ist durch ihre Haupterschließungsfunktion entlang von Wohngebieten prädestiniert zur Erschließung. Um den Verkehrslärm für die Anwohner möglichst gering zu halten, werden vom Landratsamt gezielt Hybridbusse ausgeschrieben.

Der Gemeinderat beriet sich öffentlich, wodurch für jeden Bürger die Möglichkeit bestand die Beratungen zu verfolgen und zu kommentieren. Durch Veröffentlichung im Mitteilungsblatt und in Presseartikeln konnte sich die Öffentlichkeit zusätzlich informieren. Außerdem steht es jedem Interessenten frei das Gespräch mit kommunalen Mandatsträgern sowie dem Ersten Bürgermeister zu suchen. Von diesem offenen Gesprächsangebot wurde bis Anfang Februar 2020 nur in geringem Maße Gebrauch gemacht. Nun, drei Wochen vor der Kommunalwahl, greifen Gegner der geplanten Buslinie zu drastischen Maßnahmen, um ihrer Meinung Ausdruck zu verleihen. Wenn Gemeinderäte als „Blockflöten ohne Rückgrat“ betitelt werden und in einem Flugblatt zu einer Onlinepetition verlautbart wird, dass „man sich noch wundern [wird], wie der mündige Bürger imstande ist sich zu wehren“ und nur einen Tag später Wahlplakate großflächig mit Botschaften besprüht werden, dann ist die Linie vom offenen Dialog hin zur Verrohung überschritten.

Die Gemeinderätinnen und Gemeinderäte sowie die Ortsverbände der CSU, SPD, Freie Wähler, Bündnis 90/Die Grünen und FDP in Eichenau rufen deshalb gemeinsam zur sachlichen Kommunikation auf. Selbstverständlich sind alle Eichenauerinnen und Eichenauer dazu eingeladen die Entscheidungen des Gemeinderates im offenen Dialog zu diskutieren. Hierzu sind unter anderem alle Anlieger der Allinger Straße zum Austausch mit Bürgermeister Peter Münster am 14. Mai 2020 schriftlich eingeladen worden. Inzwischen distanziert sich der Wortführer der Protestbewegung von entsprechenden Äußerungen und zahlreiche Bürgerinnen und Bürger haben den persönlichen Dialog gesucht. Die Fraktionen des Gemeinderates nehmen die Sorgen der Anlieger natürlich ernst und gehen gerne auf ihre Bedenken ein. Beleidigungen gegenüber ehrenamtlichen Mandatsträgern und Beschädigungen von Wahlplakaten sind jedoch keine tolerablen Methoden auf dem Weg zu einer bestmöglichen Lösung für ganz Eichenau.

Kategorie

Das könnte Sie auch interessieren

Puchheim – Die Stadt Puchheim und der Puchheimer Umweltbeirat veranstalten am Sonntag, 20. September, von 11 bis 17 Uhr am Grünen Markt den diesjährigen Puchheimer Ökomarkt.

Maisach – Ein Tierheim wird dringend im Landkreis Fürstenfeldbruck benötigt. Darin sind sich 17 von 23 Kommunen des Landkreises einig. Die Gemeinde Maisach würde ein geeignetes Grundstück zur Verfügung stellen.

Türkenfeld - Der Landkreis Fürstenfeldbruck ist seit dem 6. März 2026 offiziell Teil der bundesweiten Initiative „Region der Lebensretter“.

Olching – Jetzt beginnt beim Vogelnotruf in Olching wieder die Hochsaison der Jungvögel in Not. Dann kommen täglich neue hilflose Piepmätze, die von Hand aufgezogen werden müssen.

Gilching – Der neue Bürgermeister von Gilching heißt Stefan Siegl. Der 49-jährige Kandidat der Freien Wähler gewann die Stichwahl mit 66 % gegen den CSU-Kandidaten Roland Schrafstetter, der auf 34 % der Stimmen kam. Die Wahlbeteiligung lag bei 53,4 %. Wobei es von Beginn der Auszählung an eindeutig war, wohin der Wählerwille tendiert.

Landkreis – Nach drei Jahrzehnten fest im Amtssitz wurde der 63-jährige Thomas Karmasin (CSU), Jurist und u. a. auch Präsident des Bayerischen Landkreistags, erneut für weitere sechs Jahre als Landrat gewählt.

Fürstenfeldbruck – Bis zum Jahr 1974 war der 21. ein besonderer Geburtstag, man hatte Grund zu feiern, man wurde volljährig. Obwohl also der 21. Geburtstag eigentlich kein besonderer mehr ist, trafen sich am 20. März im Pfarrheim St. Bernhard an die 50 Frauen, um mit einem stimmungsvollen Fest den 21. Geburtstag des Frauentreffs zu feiern.

Gilching – Wer kennt es nicht. Da steht ein Schrank an der Wand, wo er auch hingehört, und ist gefüllt mit Kleidungsstücken oder irgendwelchem anderen Krimskrams. Nicht so beim hiesigen Wirt Herbert (Herbert Schäufler) und seiner Frau (Ulrike Ratty).