M. Boos
Jesenwang – Anfang Juli lockte der St. Willibald-Ritt mit Pferdesegnung nach Jesenwang. Diese Veranstaltung ist als Brauchtum weit über die Region hinaus bekannt. Jährlich nehmen mehr als 300 Pferde und tausende von Zuschauern an dem festlichen Ereignis teil. Der Durchritt durch die Kirche ist dabei einmalig in Europa.
Der Ursprung des Rittes liegt im Jahr 1712. Da nämlich kam ein großes Unglück über die Jesenwanger Gegend: Eine tödliche Seuche wütete hauptsächlich unter den Pferden. Die Bürger des Ortes baten in ihrer Not den Heiligen Willibald um Hilfe. Sie „verlobten“ sich, wie es heißt, mit ihm. Es ist überliefert, dass durch dieses Gelöbnis in Jesenwang kein einziges Tier der Seuche zum Opfer fiel.
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