Gröbenzell – Zum Jahresende haben die Malteser den Dienstältesten Notarzt ihrer Notarztgruppe für den Landkreis Fürstenfeldbruck in den Ruhestand verabschiedet.
Dr. Klaus Krieger ist Anästhesist und Notfallmediziner und seit 1988 aktives Mitglied der Notarztgruppe im Landkreis Fürstenfeldbruck. Insgesamt ist der Mediziner in den 37 Jahren seiner Tätigkeit als Notarzt über 10.000 Einsätze gefahren, um Menschenleben zu retten. Bereits seit 50 Jahren ist Dr. Krieger ordentliches Mitglied der Hilfsorganisation.
Zu den Maltesern kam er in den Siebzigern, da er sich nach dem Gymnasium für zehn Jahre als Sanitäter im Katastrophenschutz verpflichtete. Wohnhaft in Planegg, schloss er sich der Malteser Gliederung Gräfelfing an und begann sein Medizinstudium in München. Später ließ er sich als Anästhesist im Landkreis Fürstenfeldbruck nieder, in dessen Gemeinde Olching der 68-Jährige heute mit seiner Frau lebt.
In vier Jahrzehnten konnte Dr. Krieger beobachten, wie in der Notfallrettung vieles weiter professionalisiert und zum Patientenwohl optimiert wurde. Entscheidende Verbesserungen habe es seiner Einschätzung nach „in der besseren Strukturierung der Logistik und des medizinischen Vorgehens im Team“ gegeben. Die Arbeit vereinfacht habe auch die bayernweit einheitliche Ausstattung der Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF).
37 Jahre mit Blaulicht meistens zu schweren Einsätzen fahren und nicht wissen, was auf einen zukommt. Was hat den erfahrenden Notfallmediziner am meisten an dieser herausfordernden Arbeit gereizt? „Die Vielseitigkeit“, sagt Dr. Krieger, denn jeder Einsatz sei anders gewesen, genauso wie die Lebenssituation der Betroffenen. 2025 wurde das Malteser NEF 3058-mal für Notarzteinsätze im Landkreis Fürstenfeldbruck angefordert. Bei 341 Einsätzen davon war Dr. Krieger im vergangenen Jahr an 76 Schichten als Notarzt im Dienst. Damit ist jetzt Schluss, denn Dr. Krieger hat zum Jahreswechsel den Dienst als Notarzt quittiert und sich nach 50 Jahren Malteser Mitgliedschaft in den Ruhestand verabschiedet.