Rotmilan
Die zwei bei Olching gefundenen toten Rotmilane wurden mit Carbofuran vergiftet.
pixabay

Fürstenfeldbruck – Die Untere Naturschutzbehörde des Landratsamtes Fürstenfeldbruck hat bestätigt, dass zwei im Raum Olching gefundene tote Rotmilane mit dem Nervengift Carbofuran vergiftet wurden.

Die Untersuchung der Vögel hatte die Behörde in Zusammenarbeit mit dem Landesbund für Vogelschutz (LBV) im Institut für Pharmakologie, Toxikologie und Pharmazie der Tierärztlichen Fakultät der Universität München veranlasst.

Gleichzeitig liegen Meldungen über tote Krähen bei Aich vor. Auch diese Funde werden derzeit auf eine Vergiftung untersucht. Carbofuran ist ein hochwirksames Nervengift, das für Mensch und Tier eine erhebliche Gefahr darstellt. Die Aufnahme kann bereits über die Haut erfolgen. Das Gift steht seit 2008 unter einem EU-weiten Verbot und darf nicht mehr verwendet werden.

Das Landratsamt appelliert an die Bevölkerung, bei Funden von toten Vögeln oder verdächtigen Substanzen folgende Sicherheitsmaßnahmen zu beachten:

• Die Fundstücke nicht anfassen und nicht mitnehmen.

• Kinder von den Fundorten fernhalten.

• Hunde an der Leine führen und den Kontakt zu Kadavern vermeiden.

• Den Fundort genau dokumentieren (z. B. durch GPS-Koordinaten oder eine genaue Beschreibung) und Fotos von der Situation anfertigen, ohne den Tatort zu verändern.

• Die örtliche Polizei (Notruf 110) sowie die Stelle Tatort-Natur (www.tatort-natur.de) unverzüglich informieren.

Die Aufklärung solcher illegalen Wildtiertötungen ist schwierig, deshalb haben der Landesbund für Vogelschutz (LBV) und die Gregor Louisoder Umweltstiftung (GLUS) ein gemeinsames Projekt „Tatort Natur: Naturschutzkriminalität dokumentieren und stoppen!“ ins Leben gerufen. Unter www.tatort-natur.de werden Hinweise aus der Bevölkerung entgegengenommen. Jeder Hinweis kann zur Aufklärung der Vorfälle beitragen.      

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