Einen deutlichen Hilfeschrei gab es bei der Jahreshauptversammlung der Brucker Metzger-Innung am vergangenen Dienstagnachmittag in Luttenwang. Machte zuletzt und weiterhin vor allem der Fachkräftemangel den Metzgern zu schaffen, so werden sie nun durch die steigenden Energiekosten zusätzlich schwer belastet.
Einen deutlichen Hilfeschrei gab es bei der Jahreshauptversammlung der Brucker Metzger-Innung am vergangenen Dienstagnachmittag in Luttenwang.
Metzgerinnung

Luttenwang – Einen deutlichen Hilfeschrei gab es bei der Jahreshauptversammlung der Brucker Metzger-Innung am vergangenen Dienstagnachmittag in Luttenwang. Machte zuletzt und weiterhin vor allem der Fachkräftemangel den Metzgern zu schaffen, so werden sie nun durch die steigenden Energiekosten zusätzlich schwer belastet. 

Die steigenden Strompreise seien politisch gewollt, die Politik schere sich nicht um den Mittelstand, so schimpften die Metzger und ließen angesichts explodierender Kosten für Strom und Gas an der Energiepolitik der Ampelregierung in Berlin kein gutes Haar. Selbst Pit Rottländer von den Brucker Stadtwerken konnte mit seiner Aufklärung und Information die Metzger nicht wirklich von ihrer Meinung abbringen.

Unter der Berücksichtigung der aktuellen Marktlage werden die Stadtwerke aber allen Mitgliedern der Metzgerinnung im kommenden Monat Juni ein Stromlieferangebot für die Jahre 2024/25 anbieten, kündigte Rottländer an. Je nach Planungssicherheit könne jeder Einzelbetrieb eine zweijährige oder einjährige Laufzeit wählen, so Key Account Manager. Die Stadtwerke werden sich zeitnah bei jedem Innungsbetrieb persönlich melden.

Seit der letzten Versammlung habe man einige schwierige Monate hinter sich gebracht, sagte Obermeister Bernhard Huber bei Abgabe seines Berichts. Die hohen Energiekosten, fehlende Mitarbeiter und die unbesetzten Ausbildungsplätze belasten die Betriebe sehr. „Doch damit ist es nicht genug“, so Huber. „Ich vermisse die Wertschätzung unseres schönen Handwerks."„Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde, das Handwerk macht den Rest!“ zitierte Huber das Motto für den Gottesdienst am 10. Juni zum Evangelischen Kirchentag in Nürnberg, an dem Handwerk und Kirche ihre gute Zusammenarbeit mit Fahnenabordnungen der Innungen feiern wollen. Jedoch lehnte der Landesinnungsmeister von Mittelfranken, Konrad Ammon, die Einladung dazu ab, nachdem er erfuhr, dass beim Frühstück nur vegetarische und vegane Speisen angeboten werden. Mit welcher Berechtigung schreibt die Kirche den Besuchern vor, was sie essen sollen.

„Ich finde das super, dass er da nicht hingeht. Ganz so kann man mit uns nicht umgehen“, sagte Huber, „ich bin nach wie vor stolz auf meinen Beruf und möchtdass auch unserer Gesellschaft mittteilen dürfen.“ Eine Unterschriftenaktion des Bauernverbandes wies Huber noch hin, mit der sich die Bauern für ein langfristiges Heizen mit Holz einsetzen. Huber begrüßte diese Aktion. „Wir müssen uns ernsthaft Gedanken machen, wie wir Auszubildende für das Metzger-Handwerk herbringen“, sagte Kreishandwerksmeister Franz Höfelsauer in seinem Grußwort. Es sei deprimierend, bisher ist keine Anmeldung eingegangen. In diesem Zusammenhang kam der „Tag des Handwerks“ noch einmal zur Sprache, der bisher nicht wirklich den gewünschten Erfolg erbrachte, wie an einem Beispiel Metzgermeister Andreas Jais berichtete. Man werde die Erfahrungen heuer sammeln und daraus die entsprechenden Schlussfolgerungen für das nächste Jahr für den „Tag des Handwerks“ ziehen, versprach Höfelsauer.

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