Über 50 Kaninchen beherbergen die Tierfreunde Brucker Land momentan.
ak
Überacker – Kaninchen-Notstand bei den Tierfreunden Brucker Land: In der Tierauffangstation in Überacker warten derzeit 56 Kaninchen im Alter von etwa zwölf Wochen bis fünf Jahren auf einen neuen Besitzer, der ihnen ein artgerechtes Zuhause geben möchte. „Die Tiere brauchen einen Stall mit angebautem Freigehege. Stall und Gehege sollten genügend Platz zum Herumhoppeln und auch Versteck- und Ruhemöglichkeiten bieten“, betont Tierheimleiterin Heidi Minderlein. „Wie es genau aussehen könnte, darüber beraten Sie die Tierfreunde gerne.“
Dass so viele der kuscheligen Nager in den weitläufigen Anlagen in Überacker herumhoppeln und neugierig jeden Besucher begrüßen, liegt vor allem daran, dass die Tierfreunde im Februar 23 Kaninchen aus einer Qualhaltung im Landkreis befreit und in Sicherheit gebracht hatten. Einige der Weibchen waren trächtig und bescherten ihren Rettern auch noch neun Babys. Die übrigen Tiere wurden entweder von ihren Besitzern abgegeben, weil die sie nicht mehr haben wollten. Oder sie wurden ausgesetzt, wie der sechs Monate alte Bock, der jüngst im Gernlindener Moos gefunden und nach Überacker gebracht worden war.
Jetzt hoffen die Tierfreunde darauf, dass sich viele Interessenten melden. Daniela Ender, Vorsitzende der Tierfreunde, ist sicher: „Bei uns kann jeder ein passendes Tier finden, egal, ob es der neue Partner für ein älteres Kaninchen sein soll, dessen Genosse gestorben ist, oder ob jemand erstmals Kaninchen halten will und mindestens zwei Jüngere sucht.“
Die vielen Kaninchen in Überacker bringen die Tierfreunde jedoch nicht nur platzmäßig an ihre Grenzen: „Für die Versorgung der Tiere wären dringend weitere ehrenamtliche Helfer nötig, die möglichst an festen Tagen vormittags bei der Reinigung und Pflege der Kaninchen-Behausungen helfen möchten“, erklärt Daniela Ender. Und sie hofft auch darauf, dass die Spendenbereitschaft wieder etwas steigt: „Das würde uns sehr helfen.“
Kategorie

Das könnte Sie auch interessieren

Gilching – Igel gehören zu den bekanntesten und beliebtesten Wildtieren in unseren Gärten. Doch ihre Lebensräume werden zunehmend durch Zäune, Mauern und versiegelte Flächen zerschnitten. Oft reichen schon wenige Zentimeter, um den Tieren den Weg auf ihrer nächtlichen Suche nach Nahrung und Unterschlupf zu versperren.

Germering – Die Regierung von Oberbayern und die Bayernwerk Netz GmbH haben den TSV Unterpfaffenhofen-Germering mit dem Bürgerenergiepreis Oberbayern für sein herausragendes bürgerschaftliches Engagement ausgezeichnet.

Fürstenfeldbruck – Für ihren außergewöhnlichen Einsatz für Kinder, Jugendliche und Familien wurden Rosmarie Ehm und Karl Heinz Theis vom Kreisverband Fürstenfeldbruck des Deutschen Kinderschutzbundes mit der silbernen Ehrennadel des Bundesverbandes ausgezeichnet.

Fürstenfeldbruck – Die Brucker Kulturnacht zur nächtlichen Stunde ist eine fest etablierte sommerliche Institution im regionalen Veranstaltungsjahr. Zahlreiche Besucher*innen bestätigen dies jährlich aufs Neue. Und so locken auch 2026 wieder zahlreiche Spielstätten Groß und Klein mit sorgfältigem Programm.

Fürstenfeldbruck – Seit Anfang März ist die Ersthelfer-App „Region der Lebensretter“ in den Landkreisen Dachau, Fürstenfeldbruck und Starnberg erfolgreich im Einsatz.

Fürstenfeldbruck – Ab Juli werden die Straßen der Stadt Fürstenfeldbruck im Rahmen einer umfassenden Zustandserfassung durch ein Ingenieurbüro aus Erfurt untersucht. Hierdurch können notwendige Sanierungs- und Unterhaltungsmaßnahmen frühzeitig erkannt sowie öffentliche Mittel gezielt und wirtschaftlich eingesetzt werden.

Eichenau – Insgesamt 22 neue Stromgeneratoren wurden von der Gemeindeverwaltung Eichenau für ihre ukrainische Partnergemeinde Wischgorod beschafft und zeitnah geliefert.

Gilching – Überraschend und für Bernhard Feilzer schwer nachvollziehbar: Bei der Wahl zum neuen Senioren-Beirat er als langjähriges Mitglied im Seniorenbeirat schlichtweg abgehängt.