Der Radiumtrinkbecher wurde am Wertstoffhof Grafrath entsorgt.
Der Radiumtrinkbecher wurde am Wertstoffhof Grafrath entsorgt.
AWB Fürstenfeldbruck

Grafrath - In einem Container für Altmetalle vom Wertstoffhof Grafrath wurde vergangene Woche eine geringfügige Radioaktivität festgestellt, daraufhin hat das Landesamt für Umwelt die Sammelstelle gesperrt.

Inzwischen hat das Landesamt für Umwelt (LfU) die Ursache gefunden. Ein sogenannter Radiumtrinkbecher war für die Strahlung verantwortlich. Radiumtrinkbecher sind Geräte, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu medizinischen Zwecken verwendet wurden. Die Geräte enthalten eine geringe Menge des radioaktiven Stoffs Radium, der beim Zerfall das schwach radioaktive Edelgas Radon produziert. In den 20er und 30er Jahren galt radium- oder radonhaltiges Wasser als gesundheitsfördernd und wurde zu Kurzwecken getrunken.

Der AWB geht davon aus, dass der Gegenstand wohl aus Unwissenheit in den Container gelangt ist. Eine Strahlenbelastung und damit Gesundheitsgefahr für Besucher des Wertstoffhofes oder das am Wertstoffhof beschäftigte Personal bestand zu keinem Zeitpunkt. Nach Auskunft des Strahlenschutzexperten vom LfU erfolgt eine ordnungsgemäße Entsorgung über die GRB, die Sammelstelle Bayern für radioaktive Stoffe GmbH.

Kategorie
Tags

Das könnte Sie auch interessieren

Fürstenfeldbruck – Beim diesjährigen Neujahrsempfang der Stadt im Veranstaltungsforum Fürstenfeld, bei dem traditionell ehrenamtlich engagierte Brucker mit einer Bürgermedaille ausgezeichnet werden, durfte auch die musikalische Umrahmung nicht fehlen: diesmal durch die Oldschool Bigband ehemaliger Graf-Rasso-Schüler.

Fürstenfeldbruck – Die Stadt Fürstenfeldbruck erfüllt weiterhin alle Kriterien der Fairtrade-Town-Kampagne und darf für weitere zwei Jahre den Titel „Fairtrade-Stadt“ tragen.

Fürstenfeldbruck – Dies ist eine Entscheidung historischen Ausmaßes für unsere Amperstadt, mit deutlichem Ergebnis. Am vergangenen Sonntag waren die Bürgerinnen und Bürger mittels Bürgerentscheid gefragt, wie die Zukunft der momentan noch durch die Stadt führenden B2 aussehen soll.

Gilching - Mit insgesamt 35 Kindern, 41 ehrenamtlichen sowie vier hauptamtlichen Mitarbeitern startete die „Integrationshilfe für ausländische Kinder und Jugendliche Gilching“ ins Geschäftsjahr 2024/25.

Fürstenfeldbruck – Der Bürgerentscheid „Zukunft der B2“ am Sonntag, den 18. Januar wird nach der neuen Satzung zur Durchführung von Bürgerbegehren und Bürgerentscheiden durchgeführt. Dies bedeutet einfach gesagt „Briefwahl für alle“.

Gröbenzell – Zum Jahresende haben die Malteser den Dienstältesten Notarzt ihrer Notarztgruppe für den Landkreis Fürstenfeldbruck in den Ruhestand verabschiedet.

Gilching – Am Bauhof der Gemeinde Gilching ist neuer Lebensraum für heimische Tierarten entstanden. An der Fassade sowie unter dem Dachüberstand wurden mehrere Nisthilfen für Vögel und Fledermäuse angebracht.

Puchheim – Als große Hilfsorganisation unterzieht sich die Johanniter-Unfall-Hilfe jedes Jahr von neuem der Prüfung durch das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI), um das renommierte DZI Spenden-Siegel zu erhalten. Nun wurde ihr dieses zum 21. Mal in Folge erteilt.