Der Vorstand berichtet über die aktuelle Lage der VR-Bank (v.l.): Rudolf Sydow, Rainer Kerth, Walter Müller und Robert Fedinger
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Fürstenfeldbruck - Die Rahmenbedingungen waren alles andere als ideal – trotzdem kann die Volksbank Raiffeisenbank Fürstenfeldbruck eG wieder auf ein insgesamt sehr erfolgreiches Jahr verweisen – das ist jedenfalls die Meinung des Vorstandsvorsitzenden Walter Müller. Um 4,6 % auf rund 1,6 Mrd. Euro ist die Bilanzsumme der regionalen Genossenschaftsbank im Geschäftsjahr 2017 angestiegen. Müller wies aber darauf hin, dass die Größe einer Bank für ihn kein wichtiger Maßstab sei. Viel wichtiger seien die Kennzahlen wie die Höhe des Eigenkapitals, die Ertragslage oder auch die Kostensituation. Nicht umsonst ist die Bonität der VR-Bank erstklassig und diese dementsprechend abgesichert.

Vorstandsmitglied Rainer Kerth ging auf das Kreditgeschäft ein. Er berichtete von einer sehr erfreulichen Kreditnachfrage im gesamten Geschäftsjahr. Das Kundenkreditvolumen einschl. der Avalverbindlichkeiten ist deshalb um 6,2 % auf mehr als 1,2 Mrd. Euro angestiegen. Große Bedeutung für die Bank habe neben dem aktuell boomenden Bereich Baufinanzierungen nach wie vor das gewerbliche Kreditgeschäft und auch die Bauträgerfinanzierung sowie das Förderkreditgeschäft, so Kerth.

Prokurist Robert Fedinger, der zusammen mit Rudolf Sydow in den Vorstand nachgerückt ist, berichtete über die Entwicklung der Kundeneinlagen. Fedinger verwies auf die sehr positive Entwicklung der Einlagenvolumen in den letzten Jahren. Im Geschäftsjahr 2017 sind die Kundeneinlagen um 4,7 % auf ca. 1,33 Mrd. Euro angestiegen. Er verwies darauf, dass die Bank selbstverständlich auf das aktuelle Zinsniveau reagiert habe und den Kunden interessante andere Anlagemöglichkeiten angeboten habe. Die außerbilanziellen Kundenanlagen im Wertpapier- und Fondsgeschäft hätten sich deshalb sehr positiv entwickelt. Negativ ausgewirkt hat sich das Niedrigzins-Niveau auf das Zinsergebnis der Bank. Erfreulich sei, so Müller, dass die Bank trotzdem ein sehr gutes Betriebsergebnis in Höhe von 19,4 Mio. Euro erzielt habe. Dieses Betriebsergebnis liegt nach wie vor weit über dem Durchschnitt der bayer. Genossenschaftsbanken und ist vor allem mit einem guten Provisionsgeschäft sowie den niedrigen Personal- und Sachkosten der Bank erklärbar.

Als nach wie vor positiv bezeichnete Prokurist Rudolf Sydow die Risikosituation im Kreditgeschäft. Auch im Geschäftsjahr 2017 konnten wieder deutlich mehr Rückstellungen im Kreditgeschäft aufgelöst werden wie zugeführt werden mussten. Insgesamt ergab sich ein positiver Saldo in Höhe von ca. 1,1 Mio. Euro. Wiederum sehr zufrieden zeigte man sich mit den Ergebnissen in den Geschäftsbereichen Bausparen und Immobilienvermittlung.  Auch der Geschäftsführer der Versicherungstochter der Bank, Joachim Lachnit, konnte über ein wiederum sehr erfolgreiches Jahr berichten und sogar neue Rekordzahlen vermelden. Ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist die VR-Bank auch für die Region. Die Bank biete mehr als 270 hochwertige und sichere Arbeitsplätze, die zudem meist auch noch wohnortnah sind. Wichtig auch, dass im Landkries aktuell keine Filialschließungen geplant sind. Auch eine Fusion mit anderen Genossenschaftsbanken ist nicht angedacht. Geplant ist wiederum eine Dividendenausschüttung in Höhe von 3,00 % an die Mitglieder. Zum Schluss seiner Ausführungen verwies Müller auf die komfortable Eigenkapitalsituation der Bank. Mit einem versteuerten Eigenkapital und stillen Reserven in Höhe von insgesamt ca. 191 Mio. Euro gehöre die Bank, so Müller, mittlerweile zu den eigenkapitalstärksten Genossenschaftsbanken in Bayern.
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