Seit 1. Oktober hat die Gretl-Bauer-Volkshochschule Fürstenfeldbruck einen neuen Leiter und Geschäftsführer als Nachfolger von Silvia Reinschmiedt: den 30-jährigen Gilchinger Christian Winklmeier.
Der neue Leiter und Geschäftsführer Christian Winklmeier zusammen mit OB Erich Raff (rechts im Bild)
Amper-Kurier

Fürstenfeldbruck – Seit 1. Oktober hat die Gretl-Bauer-Volkshochschule Fürstenfeldbruck einen neuen Leiter und Geschäftsführer als Nachfolger von Silvia Reinschmiedt: den 30-jährigen Gilchinger Christian Winklmeier. Der Volkswirtschaftler und Politikwissenschaftler arbeitete zuvor an der Volkshochschule Gilching, Weßling und Wörthsee, war Organisator von zwei Ausbildungsmessen in Markt Oberdorf und Kaufering und ist vielen auch durch seine politische Tätigkeit bekannt – er ist Fraktionsvorsitzender der SPD im Gemeinderat Gilching und wurde u.a. 2017 als Bundestagskandidat ins Rennen geschickt. Winklmeier tritt sein Amt also zweifelsohne mit reichlich Erfahrung und Kompetenz an.

Die Brucker Volkshochschule habe eine Corona-bedingte Durststrecke hinter sich mit schwieriger finanzieller und unsicherer Lage. Nie und nimmer werde man diese Bildungseinrichtung jedoch in die Insolvenz schicken, betonte Oberbürgermeister Erich Raff anlässlich der offiziellen Vorstellung von Winklmeier. Durch diesen sei frischer Schwung angesagt, versicherte der Rathauschef, der den Neuankömmling mit entsprechenden Vorschusslorbeeren begrüßte. Es sei auch nicht selbstverständlich, dass sich jemand bereits vor offiziellem Dienstbeginn ad hoc eingearbeitet habe. „Herr Winklmeier ist die richtige Auswahl, davon sind alle überzeugt. Das wird eine sehr gute Zusammenarbeit“, prognostizierte Raff.

Der frischgebackene VHS-Leiter ist nach eigenen Aussagen ebenso dankbar „für die tolle Chance und große Ehre, die ich nutzen will und muss.“ Die rund 200 bayerischen Volkshochschulen stünden vor größeren Veränderungen, denn der Freistaat wolle ihre Zahl verringern, um effizientere Einrichtungen zu schaffen. Die Pandemie habe gezeigt, wie wichtig das Angebot der Volkshochschulen für viele, vor allem ältere, Menschen sei. Auch wenn einige Angebote digital ersetzt werden konnten, zeige sich, dass sich Dozenten und Teilnehmer vor allem wieder auf die Präsenzkurse freuen würden.

Christian Winklmeier betonte in diesem Zusammenhang die Wichtigkeit des gemeinschaftlichen Lernens und des familiären Umgangs zwischen den Teilnehmenden, den über 100 Dozierenden und der Brucker Geschäftsstelle. Auch wenn der Schwerpunkt auf Präsenzunterricht liegt (derzeit unter der 3G-Regel) hat man auch „Hybridformen“ als Zusatzangebot im Auge. Die „Klassiker“ – Sprach- und Gymnastikkurse – sollen fortgeführt werden, aber es mangelt auch nicht an Ideen, die für die jüngere und ältere Generation zugeschnitten sind. Generell müssten Qualität und Service erhalten bzw. weiterentwickelt werden.

Als kurzfristig stabil bezeichnete Winklmeier die Finanzsituation der hiesigen Bildungsstätte; mittel- und langfristig müsse die Ertragslage aber verbessert werden. Die sieben Mitarbeiterinnen seien hochmotiviert, man strebe auch künftig eine gute Kooperation mit der Stadt und dem Aufsichtsrat bei professioneller Serviceleistung an. Auch die Zusammenarbeit mit anderen Trägern und Volkshochschulen sei vorstellbar. Erste Ansatzpunkte sind mehr digitale Verwaltung und Marketing in den sozialen Medien (u.a. Facebook, Instagram und Newsletter) sowie die Ausweitung der Inhalte (auch online, z. B. im Bereich der Verbraucherbildung für Nachhaltigkeit – mit Kursen über Müllreduzierung oder E-Mobilität – oder Lehrgänge für Menschen, die zu Hause Angehörige pflegen).        red

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