Pfarrer Otto Gäng (links) wird durch den stellvertretenden Dekan Wolfgang Huber befragt
Friedrich Deschauer
Fürstenfeldbruck - Am Sonntag, 18. März 2018 begann für die katholischen Christen im Pfarrverband Fürstenfeld eine neue Ära: Otto Gäng, der neue Leiter, wurde bei einem Festgottesdienst, den die Chöre von St. Magdalena und St. Bernhard gemeinsam musikalisch gestalteten, in der bis auf den letzten Platz gefüllten Klosterkirche feierlich in sein Amt eingeführt. Rechtlich gesehen ist der 52-jährige in Freudenstadt geborene Priester nun, wie der verlesenen Bischofsurkunde zu entnehmen ist, Pfarrer von St. Magdalena (mit Puch) und Administrator von St. Bernhard, St. Johannes der Täufer in Emmering und von St. Stephan und Hl. Dreifaltigkeit von Pfaffing-Biburg. Wie es der Brauch ist, befragte ihn der stellvertretende Dekan Wolfgang Huber über seine Bereitschaft, diese Ämter auszuführen, das Evangelium zu verkünden und den Dienst am Nächsten zu leisten. Schließlich überreichte er ihm den großen Schlüssel der Klosterkirche, womit symbolisiert wurde, dass er dort und in den weiteren Kirchen des Pfarrverbands nun der Hausherr ist und das Sagen hat. Die Pfarrverbandsratsvorsitzende Birgitta Klemenz versicherte ihm, dass ihm nicht nur die Türen, sondern auch die Herzen der Gläubigen offen stehen.

Bei seiner anschließenden Festpredigt konnten die Gottesdienstbesucher rasch feststellen, dass es ihrem neuen Pfarrer weniger um eine dogmatische Auslegung der Schrift, als vielmehr um den praktischen Bezug zum täglichen Leben geht. Er ermunterte sie „Mut zur Zukunft und etwas Neuem“ zu haben, denn „das Leben ist schön, es kann gelingen. Machen Sie mit!“. Zum Schmunzeln brachte er die Zuhörer, als er zugab, seit er in Fürstenfeldbruck wohne, an zwei Sonntagen kein Mittagessen bekommen zu haben, da er nicht damit gerechnet hatte, in den Gaststätten reservieren zu müssen.

Nach dem Gottesdienst wurde im kleinen Saal des Veranstaltungsforums weiter gefeiert. Für die musikalische Umrahmung sorgten dort Kirchenmusiker Simon Probst mit einer Volksmusikgruppe sowie die Kirchenmusiker Sofie Lex (Sopran) und Christoph Hauser (Klavier). Außer dem Verwaltungsleiter des Pfarrverbands, Dr. Markus Amann, der die Anwesenden begrüßte, gaben Brucks OB Erich Raff, Biburgs Bürgermeister Frederik Röder und der neue evangelische Pfarrer der Erlöserkirche, Valentin Wendebourg, in meist humorvollen Reden und kleinen symbolischen Geschenken ihrer Freude Ausdruck über das zukünftige Miteinander. Birgitta Klemenz überreichte einen Korb, in dem verschiedene Brote lagen, mit denen sie jede der vier Pfarrverbandsgemeinden speziell charakterisierte. Bei aller Heiterkeit der Feierlichkeiten wurde mehrmals des bisherigen Pfarrers Albert Bauernfeind gedacht, der so schwer erkrankt ist, dass er bisher nicht einmal verabschiedet werden konnte. Birgitta Klemenz nannte sein Wirken das Fundament, auf dem die Zukunft des Pfarrverbands errichtet werden könne.
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