Einer der beiden neuen, für den Straßenunterhalt zuständigen Mitarbeiter des städtischen Bauhofs, Christian Müller, mit seinem „Hilfs-Elefanten Glutton“.
Einer der beiden neuen, für den Straßenunterhalt zuständigen Mitarbeiter des städtischen Bauhofs, Christian Müller, mit seinem „Hilfs-Elefanten Glutton“.
ak

Fürstenfeldbruck – Wer glaubt, Arbeitselefanten gäbe es nur in Asien, wird in Bruck eines Besseren belehrt. Hier unterstützt ein solcher die beiden neuen Mitarbeiter des städtischen Bauhofs. Allerdings handelt es sich dabei natürlich um eine Maschine, die uns von Kleinmüll und Zigarettenstummeln auf den städtischen Straßen befreien soll.

Von Seiten der Bürgerschaft und der Gewerbetreibenden habe es immer wieder Beschwerden gegeben wegen zu viel herumliegendem Verpackungsmüll und Zigarettenkippen, erläuterte Oberbürgermeister Christian Götz auf einem Presserundgang: „Ich habe das ernst genommen…Den Elefanten gibt es schon länger; jetzt haben wir ihn reanimiert…“ Diese willkommene Hilfskraft namens „Glutton“ („gluttony“, engl., bedeutet „Völlerei“, „Gefräßigkeit“ und gilt sogar als eine der sieben Todsünden, Anm. der Red.) ist schon etwas in die Jahre gekommen und wurde kürzlich repariert, nachdem sie mehrere Jahre lang defekt im Bauhof ihrer weiteren Verwendung harrte.

Mit seinem starken Saugrüssel sorgt der „Elefant“ nun in der Innenstadt und am Geschwister-Scholl-Platz für mehr Sauberkeit. Er kommt etwa alle zwei Tage zum Einsatz, ist leicht zu bedienen, kann rund 120 Liter Kleinmüll schlucken, ist etwa so laut wie ein Rasenmäher und ernährt sich ausschließlich von Benzin und Motoröl. In dem Zusammenhang kündigte der Rathauschef auch gleich an: „Das nächste Modell soll elektrisch werden.“

Die Wiederauferstehung dieser mechanischen Reinigungskraft ist auch der Schaffung zweier neuer Stellen im Bauhof zu verdanken. Sie konnten im Rahmen der teilweisen Deckung der Reinigungs- und Entsorgungskosten über den „Einwegkunststofffonds DIVID“ eingerichtet werden. Man könne sich vorstellen – sofern „Glutton“ leicht dort hintransportiert werden kann – mit ihm auch andere Brucker „Hot-Spots“, wie die Lände oder Kneipp-Insel, von Unrat zu säubern. Und vielleicht lässt sich für die Straßenreinigung später auch noch ein CO2-neutrales Lastenrad anschaffen zum Einsammeln größeren Abfalls, wie leerer Flaschen, Dosen oder Tüten.

Eine saubere Stadt trage nicht nur zur Zufriedenheit und dem Wohlbefinden der Bürger bei, sondern erhöhe künftig wohl auch die Hemmschwelle, seine Zigarettenkippen einfach achtlos auf die Straße zu werfen, resümierte Bauhofmitarbeiter Florian Wurmbauer

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