Es scheint fast so, als hätte Johannes von Nepomuk, der Brückenheilige (links), seinen Segen über die 1909 erbaute und unter Denkmalschutz stehende Amperbrücke gehalten, denn sie wird jetzt nicht abgerissen, sondern saniert.
Es scheint fast so, als hätte Johannes von Nepomuk, der Brückenheilige (links), seinen Segen über die 1909 erbaute und unter Denkmalschutz stehende Amperbrücke gehalten, denn sie wird jetzt nicht abgerissen, sondern saniert.
ak

Fürstenfeldbruck – Dies ist eine Entscheidung historischen Ausmaßes für unsere Amperstadt, mit deutlichem Ergebnis. Am vergangenen Sonntag waren die Bürgerinnen und Bürger mittels Bürgerentscheid gefragt, wie die Zukunft der momentan noch durch die Stadt führenden B2 aussehen soll.

Ein Großteil der Wählerschaft hatte von der Briefwahl Gebrauch gemacht. Die Beteiligung an der Abstimmung insgesamt lag bei über 46 Prozent. In den Wahllokalen wurden ab 18 Uhr die Stimmen gezählt zum Bürgerbegehren „Verbleib der B2 – keine Umwidmung städtischer Straßen“ bzw. dem entgegenstehenden Ratsbegehren „B2 raus aus der Innenstadt“. Im Laufe von zwei Stunden konnte man die von vielen so heiß ersehnten Einzelergebnisse auf einer Leinwand im Stadtlabor mitverfolgen: Für das Ratsbegehren stimmten 75,2% der Wähler/Innen mit Ja und 24,8% mit Nein (bei 12.157 gültigen und 478 ungültigen Stimmen / 3,8% und bei klarem Erreichen des Quorums als Mindestbeteiligung von 5.443 Stimmen); für das Bürgerbegehren zum Verbleib der B2 votierten 33,6% mit Ja und 66,4% mit Nein (bei 1.945 ungültigen Stimmen / 15,4%).

Auch die Stichfrage führte zu einer klaren Aussage: 72,8% der Stimmen fielen auf das Ratsbegehren und 27,2% auf das Bürgerbegehren. In allen 19 Stellen zum Auszählen der Briefwahlen bzw. in den fünf Wahllokalen, in denen man persönlich abstimmen konnte, hatte das Ratsbegehren die Nase vorn. Besonders deutlich zeigte sich dies im Wahllokal der „Volkshochschule“: 90,2% stimmten für die Verlegung der B2; eher knapp fiel es im Wahllokal „Schule West“ aus: dort waren es 57,3%.

Der Stadtrat hatte die formale Verlegung der B2 eigentlich bereits im Mai vergangenen Jahres mehrheitlich beschlossen. Gegen diesen Entscheid hatte sich jedoch eine Bürgerinitiative formiert. Durch die Bürgerwahl vom letzten Sonntag sind somit endgültig die künftigen Weichen in Bruck gestellt, den Schwerlastverkehr aus der Innenstadt zu verbannen, die Gestaltungshoheit über die Stadt mit aktiver Bürgerbeteiligung zu bekommen und die historische Amperbrücke sanieren zu lassen.

Oberbürgermeister Götz begrüßt das klare Votum der Bürgerschaft: „Ich bedanke mich bei allen Bruckerinnen und Bruckern für ihre Beteiligung am Bürgerentscheid. Das Ergebnis ist ein deutliches Signal und zeigt, dass die Menschen in Fürstenfeldbruck den Weg hin zu einer zukunftsorientierten Verkehrsplanung unterstützen. Gemeinsam mit dem Staatlichen Bauamt Freising und den zuständigen Fachbehörden werden wir nun zügig die nächsten Schritte zur Umwidmung vorbereiten.“

Alle Ergebnisse findet man unter www.fuerstenfeldbruck.de > Politik > Wahlen und Abstimmungen und unter www.brucker-stadtgespraeche.de > Zukunft der B2. Auf letzterer werden zudem Informationen zum Projekt und zu den nächsten Schritten bereitgestellt.

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