Von links der stellvertretende Obermeister Ulli Drexler (Jesenwang), Fachverkäuferin Sabrina Pielmeier aus Maisach und die Mutter von Josef Böhmer.
ak
Fürstenfeldbruck – Der hohe Kostendruck und harte Wettbewerb mit den Discountern setzt dem Lebensmittelhandwerk weiterhin schwer zu. Die Produkterweiterungen im Backwarensortiment hat dabei die Situation bei den Bäckern zusätzlich noch verschärft. „Viele Betriebe haben sich jedoch den schwierigen Marktverhältnissen angepasst“, sagte der Obermeister der Bäckerinnung Fürstenfeldbruck, Franz Höfelsauer, bei der Frühjahrsversammlung im Hotel Post. „Unsere Bäcker setzen auf ein regionales und qualitativ hochwertiges Produktsortiment, statt auf Massenware.“
Die hervorragenden Ergebnisse bei der jährlich öffentlichen Stollen- und Brotprüfung seien ein Indiz dafür, dass sich das Bäcker-Handwerk auf dem richtigen Weg befinde, so Höfelsauer. „Letztlich setzt sich bei den Kunden Qualität durch.“ Spenden, wie unlängst, von 60 großen Brezn zur Siegerehrung bei der Schüler-Olympiade der Schule Nord tragen zudem zum guten Image der Bäckerinnung bei, ebenso wie die bundesweite Aktion zum „Tag des Butterbrotes“. Auch bei der Aufnahme der deutschen Brotkultur in die UNESCO-Liste des immateriellen Welterbes befinde man sich auf einem guten Weg, teilte der Obermeister der Bäcker mit.
Nachdem der Handwerkerpreis erstmals nicht mehr beim Wirtschaftsempfang der Stadt heuer vergeben wird, schlug Höfelsauer eine Sommerveranstaltung mit einem Festredner vor. „Da könnte man die Öffentlichkeit noch stärker für das Handwerk sensibilisieren“, so Kreishandwerksmeister Höfelsauer. Der bei der Freisprechungsfeier vergebene Anton-Hoch-Preis wird zukünftig von der Kreishandwerkerschaft ausgelobt, nachdem die Witwe des ehemaligen Kreishandwerksmeisters Anton Hoch die Vergabe des Preises vertraglich der Kreishandwerkerschaft übertragen hat. Neben einem Geldpreis winkt den Preisträgern in der Regel auch noch eine Einladung der CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt nach Berlin.
Insgesamt blicke das Handwerk zuversichtlich in die Zukunft, beendete Höfelsauer seinen Bericht. Die 3.574 Handwerksbetriebe im Landkreis erwirtschafteten bei einem Umsatz von 1,085 Milliarden Euro ein Plus von 1,6 Prozent. Mit einer fast Vollbeschäftigung und sprudelnden Steuern sowie hohen Zahlungen in die Sozialkassen bleibe Deutschland der Konjunkturmotor und die Tragsäule Europas. 19 backende Betriebe aus dem Landkreis gehören der Innung an. In unterschiedlichen Ausbildungsjahren befinden sich insgesamt aktuell 14 Bäckerlehrlinge und 37 Fachverkäuferinnen. Seit September betragen die Ausbildungsvergütungen gestaffelt nach Ausbildungsjahren 430, 550 und 670 Euro. 
Auch eine Premiere gab es bei der Frühjahrsversammlung der Bäcker. Erstmals überreichten Höfelsauer und sein Stellvertreter Ulli Drexler Sabrina Pielmeier von der Bäckerei Wimmer und Theresa Nau vom elterlichen Betrieb in Grunertshofen sowie der Mutter des erkrankten Josef Böhmer, der bei der Firma Rackl in Olching das Bäckerhandwerk erlernte, die Gesellenbriefe. „Normalerweise werden die Gesellenbriefe bei der Freisprechungsfeier im September überreicht“, erklärte Höfelsauer, „doch uns erschien der Zeitpunkt zu spät, drum haben wir uns entschlossen, den Absolventen heute zu gratulieren.“ Ohne qualifizierte Mitarbeiter werde das Bäckerhandwerk keinen Bestand haben, betonte Höfelsauer bei seiner kurzen Laudatio. „Ihr seid ein wichtiges Mitglied unseres Berufsstandes und bedeutende Säulen für die Zukunft im Bäckerhandwerk.“.
Kategorie

Das könnte Sie auch interessieren

Maisach – Am Feiertag Christi Himmelfahrt, 14. Mai, beginnt in diesem Jahr in Maisach die Badesaison, bei einer Wassertemperatur von angenehmen 24 Grad. Die Gemeindeverwaltung wünscht allen Badegästen viel Spaß und gute Erholung im Freibad.

Puchheim – Unter dem Motto „Hazánk Europa - unsere Heimat Europa“ feierte Puchheim am 16. April das Jubiläum der deutsch-ungarischen Städtepartnerschaften mit Nagykanizsa und Zalakaros.

Gilching - Läuft etwas komplett anders, als geplant, kann man den Kopf in den Sand stecken oder aber in die Hände spucken, die neue Herausforderung annehmen und versuchen, sie zu meistern.

Fürstenfeldbruck – Die Aktion „Azubis leiten eine Station“ wurde am Klinikum Fürstenfeldbruck Mitte April erstmals durchgeführt, so erfolgreich, dass eine Wiederholung schon gesetzt ist.

Fürstenfeldbruck – Ab sofort können Sportler, Spaziergänger und ihre Vierbeiner wieder kostenfrei Trinkwasser beim Wasserbrunnen am Betriebsgelände der Stadtwerke Fürstenfeldbruck, beim Eingang zum Rothschwaiger Forst, nutzen.

Puchheim – Um die Artenvielfalt in Puchheim zu fördern und seltene Gemüsesorten zu bewahren, wurde im Jahr 2022 die Puchheimer Saatgutbibliothek als gemeinsames Projekt des Umweltbeirats und des Umweltamts ins Leben gerufen.

Fürstenfeldbruck – Ein Stück Badegeschichte muss aus Sicherheitsgründen entfernt werden. Die Wasserrutsche der AmperOase wird nächste Woche, vom 20. bis 24. April, abgebaut und abtransportiert. Für die Dauer der Arbeiten bleibt der Durchgang zwischen dem Besucherparkplatz und Badeingang gesperrt.

Gilching – „Generell befindet sich der Einzelhandel im Umbruch“, erklärt Manfred Herz, Inhaber des Hobbyland/Baumarktes am Starnberger Weg in Gilching. Sorge bei vielen Einzelhändlern bereite allgemein der rasant wachsenden Online-Handel, durch den sich das Kundenverhalten massiv verändert habe. Herz: „Besonders auffallend ist dies im Nonfood-Bereich zu beobachten.