Zum Wirtschaftsdialog, zu dem der Brucker Kreis- und Stadtrat Andreas Lohde zusammen mit der Bundestagsabgeordneten Katrin Staffler, beide CSU, eingeladen hatte, kamen gut 60 Unternehmer und Interessierte in das Hotel Post.
Zum Wirtschaftsdialog, zu dem der Brucker Kreis- und Stadtrat Andreas Lohde zusammen mit der Bundestagsabgeordneten Katrin Staffler, beide CSU, eingeladen hatte, kamen gut 60 Unternehmer und Interessierte in das Hotel Post.
CSU

Fürstenfeldbruck - Im Hotel Post haben sich kürzlich gut 60 Unternehmer und Gewerbetreibende zum Wirtschaftsdialog eingefunden. Eingeladen hatte Andreas Lohde, Kreis- und Stadtrat für die CSU und Kartin Staffler, Bundestagsabgeordnete. In einer kurzen Einführung erläuterte Lohde, dass es unerlässlich sei, eine aktive Gewerbe- und Wirtschaftspolitik besonders auch auf kommunaler Ebene zu betreiben. „Fürstenfeldbruck muss schon wegen der geringen Steuereinnahmen der Stadt den Focus auf die Wirtschaft legen, weil wir uns sonst nicht leisten können, was wir uns leisten wollen,“ argumentierte Lohde. Eine gute zukunftweisenden Wirtschaftspolitik im Dialog mit dem örtlichen Gewerbe und den Unternehmen ist auch immer eine gute Klima-, Sport- und Wohnraumpolitik. Wie ein Teilnehmer anmerkte, sehe er leider, mit Ausnahme der CSU, bei keiner Brucker Partei konkrete Aussagen zum Thema Wirtschaftspolitik.

Kartin Staffler legte in Ihrem Impuls großen Wert auf mehr Freiraum und weniger Bürokratie für Unternehmen. Ob bei der Gewinnung von Personal oder auch bei Beantragung von Förderungen, bzw.  der Dokumentation von Prozessen, müsse es einfach einen größeren Spielraum für die Unternehmen geben. Die zunehmende Überregulierung sei ein starkes Hemmnis für ein gesundes Wachstum, meinte die Bundestagsabgeordnete.

Die anschließende Gesprächsrunde wurde von zwei Themen klar dominiert: Die Informationspolitik der Stadt sei mangelhaft. Man habe manchmal den Eindruck, der Einzelhandel würde mit seinen Wünschen nicht so gerne gehört, meinte ein Gewerbetreibender. Die jetzt im Wahlkampf von einigen so gelobte Bürgerbeteiligung, gelte für das Gewerbe scheinbar nicht. Man werde oft vor vollendente Tatsachen gestellt, ohne dass die Stadt mit den Betroffenen das Gespräch gesucht hätte. Das zweite Thema war die Verkehrspolitik der Stadt. Die Tempo-20-Zone in der Schöngeisinger Straße käme viel zu früh und zur Unzeit. Grundsätzlich sei die Idee nicht verkehrt, dafür müssen aber vorher viele andere dringliche Frage, nicht nur in der Schöngeisinger Straße, geklärt und umgesetzt werden. Ein Tempolimit von 20 macht nicht automatisch ein Ortstraße attraktiver, da müsse schon vorher mehr passieren, ohne einfach alle Parkplätz zu streichen, erklärte eine Unternehmerin. Und der Verkehr wird auch nicht weniger, aber dafür langsamer. Selbst mancher Radfahrer überholt die Autos.

Auch das schlichte Streichen von Parkplätzen und gleichzeitig das Einführen einer Gebührenpflicht auf dem Volksfestplatz, sorge für das Abwandern von Kunden und auch von Personal. Die Kunden kämen eben nicht nur aus Fürstenfeldbruck, sondern auch aus dem Landkreis oder sogar darüber hinaus. Sie seien auf das Auto angewiesen. Lohde stellte klar, dass seiner Meinung nach ein Mittelzentrum für alle Verkehrsteilnehmer erreichbar, also anfahrbar sein und bleiben muss. „Hier müssen wir Kompromisse finden, die allen Verkehrsteilnehmern gerecht werden.“ Mit der Neubesetzung der Stelle für Wirtschaftsförderung im Rathauserwartet Lohde eine bessere Kommunikation zwischen Stadt und Gewerbe. Gleichzeitig warb der Fraktionssprecher  bei den Geschäftsleuten für ein Engagement im Wirtschaftsbeirat. „Der Stadtrat braucht die Expertise von Ihnen als den Fachleuten und Praktikern im Bereich Wirtschaft.“

Eine enge Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsbeirat verbessert das gegenseitige Verständnis und stärkt den Dialog. Nur im konstruktiven Miteinander kann sich Fürstenfeldbruck zum interessanten Wirtschaftsstandort entwickeln. Dies sei die Voraussetzung für die Realisierung von Projekten, wie der Eishalle oder der Amperoase. Die Stadt muss nun den Wandel von der Garnisonsstadt hin zu einem wachsenden Oberzentrum zwischen den Metropolen München und Augsburg schaffen. Im konstruktiven Dialog mit der Wirtschaft und unter Einbeziehung der politischen Ebenen von Land und Bund ist dies zu leisten.  

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