V.l.: Markus Peter, Elke Maslosz, Petra Kotschi, Mathias Kral, Franz Heiß und Simone Ostermayr.
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Alling – Gemeindemitarbeiter trafen sich kürzlich mit dem Landschaftspflegeverband am Allinger Hirtberg. Zusammen besichtigten sie die laufenden Pflegearbeiten durch die Brucker Werkstatt der Caritas und besprachen anstehende Maßnahmen zum Erhalt des wertvollen Landschaftselements.
Der Landschaftspflegeverband Fürstenfeldbruck (LPV) ist derzeit für die Pflegearbeiten von zirka 150 Hektar im Landkreis Fürstenfeldbruck zuständig. Schwerpunktgebiete sind die feuchten Streuwiesenbereiche im Ampermoos und Ampertal, die im Herbst gemäht werden. Ebenso werden entlang des Endmoränenbogens zwischen der Linie Unteralting und Türkenfeld verschiedene Magerrasenflächen auf den steilen Böschungen im Spätsommer gemäht. Diese charakteristischen Landschaftserhebungen sind in der letzten Eiszeit (Würmeiszeit) im Süden unseres Landkreises entstandenen und bilden die Jungmoränenlandschaft. Der Endmoränenbogen kennzeichnet das Ende des Gletschervorstoßes aus den Alpen vor etwa zehntausend Jahren und grenzt diesen Landschaftraum nach Norden hin ab. Landschaftserhebungen nördlich des Endmoränenbogens sind von Gletschervorstößen aus älteren Eiszeiten entstanden und werden deshalb als Altmoränen bezeichnet. So beispielsweise auch der Allinger Hirtberg, der sich im Südosten von Alling in Richtung Puchheim-Ort erstreckt und den Südrand des einstigen Allinger Mooses bildet. Auf den nordwestlich exponierten Hangflächen des Allinger Hirtbergs hat sich auf dem kiesigen Untergrund ein artenreicher Magerrasen ausgebildet. Aufgrund des Vorkommens von zahlreichen landkreisbedeutsamen Arten (z.B. Gekielter Lauch, Karthäuser Nelke, Kleines Mädesüß, Frühlings-Enzian, Ästige Graslilie und Grannen-Klappertopf) ist er ein regional bedeutsames Biotop und naturschutzrechtlich geschützt. Obwohl er relativ kleinflächig ist, zählt der Allinger Hirtberg zu den wenigen im Landkreis noch intakten Halb-Trockenrasen. Der Name Halb-Trockenrasen meint, dass diese Trockenrasenflächen auf dem kiesigen Schotter nicht von Natur aus entstanden sind, sondern Relikte einer ehemaligen Kulturlandschaft sind. Wie der Name „Allinger Hirtberg“ erkennen lässt, ist die artenreiche Kulturlandschaft durch ehemalige Beweidung entstanden. Somit haben einst die Schafe diese Landschaft offen gehalten und den Artenreichtum bewirkt. Würden heute die Flächen am Hirtberg nicht mehr gemäht werden, würden diese langfristig mit Gehölzen einwachsen und die heute sehr selten gewordenen Pflanzenarten auf ihm verschwinden. Deshalb kümmert sich der Landschaftspflegeverband seit Jahren darum, dass die Mahdarbeiten entlang der steilen Hangböschungen regelmäßig in Handarbeit mit einem Freischneider und Balkenmäher durchgeführt werden. Diese speziellen Landschaftspflegearbeiten führt bereits seit langem das Gärtner-Team der Brucker Werkstatt, eine Einrichtung des Caritasverbands für Menschen mit Behinderung, durch. Im Anschluss an die Mahd wird das Mahdgut von den Mitarbeitern mit Handrechen aus der Fläche gezogen und auf Schwaden am Hangfuß abgelegt. Ein hiesiger Landwirt holt das Mahdgut anschließend ab. Die Kosten von den Pflegemaßnahmen am Hirtberg fördert der Freistaat Bayern zu 70 Prozent über die Landschaftspflegerichtlinie. Ebenso beteiligt sich die Gemeinde Alling zu 20 Prozent an den Kosten. Der Landschaftspflegeverband als Projektträger übernimmt die restlichen zehn Prozent als Eigenanteil.
Kürzlich trafen sich Franz Heiß (Bauhofleiter der Gemeinde Alling), Mathias Kral (Mitarbeiter des Bauamts Alling) und Petra Kotschi (Geschäftsführerin des LPV) vor Ort, um sich die Pflegearbeiten am Hirtberg anzusehen. Kotschi bedankte sich bei Elke Maslosz (Leiterin des Gärtner-Teams) und allen anderen Mitarbeitern für ihre gute Arbeit. Ebenso lobte sie die langjährige produktive Kooperation zwischen den beiden gemeinnützigen Organisationen. Um die wertvollen Flächen des Allinger Hirtbergs zu erhalten, sind jedoch weitere Maßnahmen notwendig. So dringen zunehmend randlich bestehende Sträucher in die Flächen ein. Auch stehen noch standortfremde Gehölze von ehemaligen Aufforstungen auf dem Hirtberg, die entfernt werden sollen. In diesem Jahr möchte der Bauhof bereits mit den Arbeiten beginnen. Auch der Landschaftspflegeverband könnte im nächsten Jahr verschiedene Entbuschungsmaßnahmen übernehmen.
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