In der Landeshauptstadt München und in Ingolstadt am Sitz des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord sind sie schon unterwegs – ab sofort gehören sie nun auch zum Straßenbild in Germering, Gilching, Alling, Eichenau und Puchheim, uniformierte Pedelec-Streifen der Polizei.
: v. links: Fahrradsachbearbeiter PHM Christian Bender und Jugendverkehrserzieher PHM Philipp Rapatz vor der Germeringer Stadthalle
Polizei Germering

Germering - In der Landeshauptstadt München und in Ingolstadt am Sitz des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord sind sie schon unterwegs – ab sofort gehören sie nun auch zum Straßenbild in Germering, Gilching, Alling, Eichenau und Puchheim, uniformierte Pedelec-Streifen der Polizei. Statt wie bislang nur zu Fuß oder mit dem Auto werden die Germeringer Polizisten nun auch auf modernen Fahrrädern mit Hilfsmotor unterwegs sein.

Zwei Germeringer Polizisten auf  ihren nagelneuen Dienstfahrrädern vor der Germeringer Stadthalle  im eigenen Radfahrerpolizeioutfit inklusive gelbem Helm mit Polizeiemblem machen für alle anderen Verkehrsteilnehmer deutlich: Die beiden Kollegen sind keine gewöhnlichen Radler, sondern im Dienst befindliche Polizisten. Sie fahren Streife – per Pedelec und das sowohl zivil als auch in Uniform, da die Räder eine neutrale schwarze Rahmenfarbe haben.  Mit ihren elektrisch unterstützten Rädern erreichen sie Menschen an Örtlichkeiten, zu denen ihre Kollegen im Streifenwagen gar keinen oder nur unter erschwerten Bedingungen Zugang haben.

Mit ihren modernen Drahteseln können die Polizisten problemlos Unterführungen und schmale Brücken passieren, Parkanlagen und den Innenstadtbereich der großen Kreisstadt Germering erreichen sie zum Teil schneller als die übrigen motorisierten Streifen. Ebenso ist es mit dem neuen fahrbaren Untersatz auch problemloser möglich zu einem Einsatz an einen der Badeseen (z.B. den Germeringer See) im weitläufigen Dienstbereich der Germeringer Inspektion zu  gelangen. Auch der Aktionsradius der Zweiradstreife ist enorm: So kann die immer mit zwei Mann besetzte Fahrrad-Streife am Tag 50 Kilometer und mehr zurücklegen.

Die Aufgaben der Pedelec-Streife sind vielfältig: Kontrollen in Park- oder Skateranlagen, in denen eine schnelle unauffällige Annäherung bis dato nur schwer möglich war,   Verkehrskontrollen insbesondere auch des Radfahrverkehrs – darunter zukünftig auch getunte Elektro-Räder oder E-Scooter, die schneller fahren als erlaubt. Eine sportliche Herausforderung für die Beamten, denn ihre Dienstfahrräder entsprechen selbstverständlich den gesetzlichen Vorschriften und gewähren deshalb eine Unterstützung bis zu 25 Kilometer in der Stunde. Wenn die Polizisten schneller fahren wollen, um z.B. andere Pedelec-Fahrer einzuholen, gelingt dies nur mit reiner Muskelkraft. Insgesamt wechseln sich im Zuständigkeitsbereich der PI Germering verschiedene Polizisten bei der Pedelec-Streife ab. Sie fahren ausschließlich wie die gewöhnliche Streife im Polizeiauto immer zu zweit und sind auf dem Fahrrad schlicht und einfach näher dran an der Bevölkerung, d.h. die Kommunikation findet auf Augenhöhe statt – die Polizisten werden von ihren Bürgern als „nahbarer“ wahrgenommen, weil sie leichter ansprechbar sind als die im Streifenwagen sitzenden Kollegen.

Durch diese Präsenzsteigerung leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des subjektiven Sicherheitsgefühls des Bürgers auf der Straße, sowie in den Parks und in den Grünanlagen ihres Zuständigkeitsgebiets.  Alle Polizisten, die mit einem der zwei Pedelec´s der Germeringer Inspektion unterwegs sind, verfügen über eine gute Fitness. Trotzdem sind die Kollegen froh, dass ihre Räder elektrisch unterstützt werden. Schließlich wiegt ihre Ausrüstung mit Schutzweste, Waffe und Funkgerät weit über zehn Kilo.

Die Dienststellenleitung der Germeringer Polizei ist überzeugt, dass die neuen Fahrradstreifen bei der Bevölkerung gut ankommen werden insbesondere auch um den Auswüchsen, die der stetig zunehmende Fahrradverkehr mit sich bringt, entsprechend wirksamer als bisher von polizeilicher Seite begegnen zu können.  Ein nicht zu unterschätzender Aspekt für eine positive Wahrnehmung der neuen Zweirad-Streifen bei der Bevölkerung dürfte dabei auch der umweltgedankliche Gesichtspunkt spielen, dem dadurch von polizeilicher Seite auch in gewisser Weise Rechnung getragen wird.  

Andreas Ruch

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