Die „Fünfte Jahreszeit“ – im Rheinland mag man da an den Karneval denken. Bei uns in  Bayern ticken die Uhren anders: Die fünfte Jahreszeit startet hier erst mit dem Ende des  Faschings, am Aschermittwoch. Denn dann beginnt die Starkbierzeit, begleitet von  zahlreichen Festen in Gaststätten und Brauhäusern – mit der sprichwörtlichen bayerischen  Geselligkeit und dem Derblecken (Verspotten) von Politgrößen.
König-Ludwig Brauerei

Fürstenfeldbruck - Die „Fünfte Jahreszeit“ – im Rheinland mag man da an den Karneval denken. Bei uns in Bayern ticken die Uhren anders: Die fünfte Jahreszeit startet hier erst mit dem Ende des Faschings, am Aschermittwoch. Denn dann beginnt die Starkbierzeit, begleitet von zahlreichen Festen in Gaststätten und Brauhäusern – mit der sprichwörtlichen bayerischen Geselligkeit und dem Derblecken (Verspotten) von Politgrößen.

Starkbier ist also eng mit der Fastenzeit verbunden – ein Überbleibsel aus alten Zeiten, als noch wirklich gefastet wurde. Allerdings freute sich schon damals jeder über eine Ausnahme, die mit Genuss verbunden war. „Liquida non frangunt ieunum“, hieß es beispielsweise auf Latein, was bedeutet: „Flüssiges bricht das Fasten nicht“. Entsprechend war der Konsum von selbstgebrautem Starkbier besonders in den mittelalterlichen Klöstern weit verbreitet. Starkbier ist dabei nicht einfach nur starkes Bier. Vielmehr verbirgt sich dahinter eine große, auch geschmacklich äußerst unterschiedliche Brauvielfalt. Es gibt Bockbiere, für die ein Stammwürzegehalt von mindestens 16 Prozent vorgeschrieben ist.

Und es gibt den Doppelbock, der mindestens 18 Prozent aufweist. Und dann gibt es den Ritterbock, ein untergäriger Doppelbock, gebraut von Seiner Königlichen Hoheit Prinz Luitpold von Bayern. Der Kaltenberger Ritterbock ist mit über 20 Prozent Stammwürze und über neun Prozent Alkohol eines der stärksten Bockbiere Bayerns und ein Fall für Genießer. „Kalt und in kleineren Mengen getrunken, leitet er als Aperitif wunderbar in ein großes Essen über, beispielsweise einem herzhaften Braten oder Wildgericht“, erklärt Prinz Luitpold. „Er schließt auch ein Festmahl in Kombination mit würzigem Käse oder einem SchokoladenSoufflé perfekt ab.“

Wenn der Ritterbock aus der König Ludwig Schloßbrauerei Kaltenberg im Handel und in Gaststätten angeboten wird, hat er eine besonders lange Lagerung bei tiefen Temperaturen hinter sich. Das trägt zu seiner guten Verträglichkeit bei und hilft, dass er sein Geschmackserlebnis voll entfalten kann. Sein Aussehen ist kastanienfarbig und wird von einem feinporigen, stabilen Schaum gekrönt. Sein Geruch ist malzblumig und enthält eine Note von Geröstetem und kräftigem Gebäck. Der höhere Alkoholgehalt macht sich in einer leicht weinigen Note bemerkbar. Ein Hopfenaroma ist ebenfalls erkennbar, wird aber durch die Malznote in den Hintergrund gedrängt.

Im Geschmack ist der Kaltenberg Ritterbock dann ausgeprägt vollmundig. Die Malzsüße verträgt sich hervorragend mit der Bittere des Hopfens und verbindet sich zu einem wuchtigen Erlebnis, das an Bittermandel und Kaffeearomen mit einem weichen Hauch von Holz und Lakritze erinnert. Der Nachgeschmack hinterlässt Noten von Espresso, Schokolade und Karamell auf der Zunge. Genau dieses Aroma in Verbindung mit der dezenten Hopfennote und dem hohen Alkoholgehalt sprechen dafür, dieses besondere Bier etwas kälter zu genießen. Dann rinnt der kraftvolle Doppelbock nicht nur Rittern geschmeidig die Kehle hinunter, sondern ist auch ein echter Genuss für Starkbierkenner.

Das besondere Geschmackserlebnis hat sich übrigens längst auch außerhalb der Landesgrenzen herumgesprochen. Besonders beliebt ist er in den Niederlanden, China und Italien. Und bei den World Beer Awards (WBA), bei denen jedes Jahr aus tausenden Einreichungen die besten Biere ermittelt werden, wurde der berühmte Königlich Bayerische Ritterbock auch schon mal als „Bester Doppelbock der Welt“ ausgezeichnet.

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