Streuobstwiesen zu erhalten oder gar für Neupflanzungen zu motivieren ist die Antriebsfeder des BRUCKER LAND Streuobstwiesenprojekt
UNSER LAND
Landkreis - Wenn Familie Auracher in Oberschweinbach/Spielberg zur Streuobstsammlung für BRUCKER LAND ruft, zieht das duftende Aroma zahlreicher alter Apfelsorten über den Hof. Was da geliefert wird, ist ein Geschenk der Natur, gewachsen auf Streuobstwiesen, die nicht nur zu jeder Jahreszeit das Auge verwöhnen, sondern auch über 5000 Tier- und Pflanzenarten beheimaten. Streuobstwiesen sind wahre Ökosysteme, kleine Wunder der biologischen Vielfalt. Wie ein Kalender führen ihre verschiedenen Wuchsphasen durch das Jahr. Entsprechend anfällig sind sie auch für klimatische Veränderungen.

2017 stellte der späte Frost die Blüte zahlreicher Bäume vor große Herausforderungen. Manch einer wird heuer deutlich weniger tragen. Andere ließen sich von kalten Nächten nicht beeindrucken. Der Grund dafür liegt im Entwicklungsstand der Blüte verborgen. Die Frosttoleranz einer aufgeblühten Blüte liegt unter der einer Knospe. Die Blütenpracht hält maximal – 2°C aus, die Knospe – 4°C. Je enger die Knospen noch stehen, desto frostresistenter sind sie. Droht später Frost, kann übrigens ein altbewährter Trick helfen: einfach einen oder je nach Baumgröße mehrere Eimer heißes Wasser am Abend unter den Baum stellen. Mit etwas Glück sichert das die Obsternte. Streuobstwiesen zu erhalten oder gar für Neupflanzungen zu motivieren ist die Antriebsfeder des BRUCKER LAND Streuobstwiesenprojekt. „Das Projekt setzen wir gemeinsam mit dem der Agenda 21 und dem Maschinenring Fürstenfeldbruck um“, erklärt Dr. Michael Dippold, 1. Vorsitzender der Solidargemeinschaft BRUCKER LAND. „Uns allen liegen diese wertvollen Flächen gleichermaßen am Herzen.“
 
Der Lieferwert wird mit 20 Euro je 100 kg Äpfel ausgezahlt. Dafür müssen jedoch Vorgaben eingehalten werden, die UNSER LAND Richtlinien. Sie sichern die hohe Qualität des Saftes. Das Obst darf nicht mit chemischen Pflanzenschutzmitteln behandelt oder mit Klärschlamm gedüngt worden sein und muss von Streuobstbäumen aus dem Landkreis stammen. Die Apfel-Anlieferer bestätigen die Einhaltung der Richtlinien durch ihre Unterschrift. Faulige oder schimmlige Äpfel müssen abgewiesen werden, da ein einziger fauliger Apfel rund 2000 Liter Saft verderben kann. Angeliefert werden kann an den Samstagen 9.9./16.9/30.9/14.10 und 21.10.2017 in der Zeit von 9 bis 14 Uhr bei Familie Auracher, Klosterstraße 12 in 82294 Oberschweinbach/Spielberg. Weitere Informationen unter www.unserland.info.
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