Die Tagungsteilnehmer nutzen den Markt der Möglichkeiten.
AELF Fürstenfeldbruck
Fürstenfeldbruck – „Wir sind doch nicht aus Zucker!“, unter diesem Motto stand die vom Landwirtschaftsministerium initiierte Fachtagung Ernährungsbildung der Fachzentren Ernährung/Gemeinschaftsverpflegung Fürstenfeldbruck und Ebersberg im Veranstaltungsforum Fürstenfeld. Den über 100 Fachleuten aus Kinderbetreuungseinrichtungen sowie Multiplikatoren aus den Bereichen Ernährung, Gesundheit und Bewegung boten sich neue Impulse zu Ernährungsfragen und die Möglichkeit des intensiven Erfahrungsaustausches.
Im Fokus standen dieses Jahr wieder Themen, die auch das persönliche Umfeld von Eltern und Erziehungsbeauftragten betreffen. So stellte die Oecotrophologin Edith Gätjen in ihrem Fachvortrag „Süßes im Alltag – wie gelingt die Gratwanderung?“ klar heraus, wie wichtig die BE-ziehung zwischen Eltern und Kind bei der Ernährungs-ER-ziehung ist. Dabei ist laut Gätjen vor allem Zuwendung, Zeit, Autonomie und Verbundenheit von Bedeutung. „Wir animieren zum Probieren, akzeptieren aber auch Ablehnung“, empfiehlt sie und rät: „geben Sie dem Kind immer aufs Neue die Chance, vom guten Vorbild geleitet, dem Reiz des Süßen zu widerstehen!“ Die Sportwissenschaftlerin Dr. Uta Engels begrüßte die anwesenden Teilnehmer zu Beginn ihres Vortrages mit einer „bewegten Pause“. Sie setzte das Publikum in Bewegung und stimmte es positiv auf ihre Inhalte zum Thema „Draußen – dreckig – glücklich! Warum Kinder Bewegung im Freien brauchen“ ein. Mit der Frage: „Welche Farbe hat eine Ente?“, stellte Engels die Wichtigkeit der eigenen, direkten Wahrnehmungserfahrungen für Kinder dar. Die am häufigsten genannte Antwort „Gelb“ zeigt die große Naturentfremdung durch mediale Prägung auf. Diesem entgegen zu wirken und dabei gleichzeitig motorische Entwicklung und Stärkung des Selbstbewusstseins der Kinder zu fördern, sind nur einige Aspekte die Engels vorstellte.
Die Foren am Nachmittag vertieften die o.g. Themen und halfen den Fachkräften die Theorie in die Praxis zu übertragen und konkrete Umsetzungsstrategien für ihr jeweiliges Arbeitsgebiet zu entwickeln. In einem dritten Forum stellte Monika Ziebarth, MSc. oec. Troph., die aktuellen Handlungsempfehlungen des Netzwerkes „Gesund ins Leben“ vor und beantwortete gemeinsam mit den Teilnehmern die Frage: „Wie können die Eltern besser ins Boot geholt werden?“. Die Diskussionen zu Handlungsempfehlungen versus Realität rundeten das Forum ab. Darüber hinaus bot der Markt der Möglichkeiten, bei dem verschiedene Institutionen ihre Initiativen und Programme zur praktischen Ernährungs- und Bewegungsbildung vorstellten, eine gelungene Plattform, um weitere Anregungen und Tipps zu sammeln und Erfahrungen auszutauschen.
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