Zwei Schulklassen bewerteten Bücher in der Gemeindebücherei Gröbenzell
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Gröbenzell - Casting-Shows sind allgegenwärtig und erfreuen sich großer Beliebtheit bei Kindern und Jugendlichen. Warum also nicht mal ein Casting für Bücher veranstalten? Zwei fünfte Klassen des Gymnasiums Gröbenzell sind im Mai und Juni 2017 der Einladung der Gemeindebücherei Gröbenzell gefolgt und haben sich als Jury im Castingwettbewerb der Bücher betätigt. Insgesamt 16 Bücher traten in den vier Genres Abenteuer, Krimi, Fantasy und Freundschaft/Familie an und wurden in mehreren Runden nach unterschiedlichen Kriterien bewertet.

In Runde 1 traten die Bücher noch gar nicht in Erscheinung, es wurden nur die Titel vorgelesen, in Runde 2 wurde das schönste Cover gekürt und in Runde 3 schließlich der ansprechendste Rückentext. In jeder Runde entschied die Jury durch Punktvergabe welches Buch eine Runde weiter durfte. Pro Runde mussten jeweils vier Bücher das Casting verlassen. Im Vorfeld der Abstimmungen wurde lebhaft und durchaus auch kontrovers diskutiert. Nichts desto trotz waren die Ergebnisse an beiden Terminen verblüffend einheitlich. Gewonnen im Genre Abenteuer hat der Titel „Maggie und die Stadt der Diebe“ von Patrick Hertweck, der durch einen vielversprechenden Titel, ein ansprechendes Cover und einen spannenden Rückentext zu überzeugen wusste. Im Genre Freundschaft/Familie siegte der Titel „Gangsta-Oma“ von David Walliams, der schon allein durch den „Rechtschreibfehler“ im Titel die Lacher auf seiner Seite hatte. Im Bereich Fantasy überzeugte „Woodwalkers“ der Olchinger Autorin Katja Brandis, der einigen Jurymitgliedern auch inhaltlich schon bekannt war. Lediglich die Krimis wurden von den beiden Juryteams unterschiedlich beurteilt. Bei der Klasse 5a gewann „Thabo – Detektiv & Gentleman“ von Kirsten Boie, der Sieger der 5b war das Zeitreise-Abenteuer „Shakespeare und die schwarze Maske“ von Fabian Lenk.
 
Im Anschluss an den Wettbewerb suchten sich die Schüler und Schülerinnen aus der Gruppe der Teilnehmertiitel Bücher für eigene Buchreferate aus. Diese werden im Rahmen des Deutschunterrichts gehalten und anschließend sollen die Titel noch einmal unter dem Aspekt „hat der Inhalt gehalten was das Äußere versprochen hat“ bewertet werden. Fazit: Allen Teilnehmern hat das Buch-Casting als neue Form der Buchvorstellung viel Spaß gemacht. Die Lesefreude und das Interesse zu erfahren, was sich hinter den Titeln und Covern verbirgt, wurden geweckt. Manch ein Jurymitglied hat sich für ein Buch entschieden, das er ohne das Casting nicht in die Hand genommen hätte.
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